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Mehr Erfolg durch Autosuggestion

Mehr Erfolg durch Autosuggestion
Mehr Erfolg durch Autosuggestion

Wer möchte nicht erfolgreicher im Beruf sein, etwas sportlicher oder einfach besser in allen Lebensbereichen werden? Sofern du dich angesprochen fühlst, wenn du denkst, dass du dein volles Potenzial noch nicht hast entfalten können, dann liegt es an einer grundlegenden Sache: Du hast noch nicht das richtige Mindset entwickelt, um die Veränderung anstreben zu können, die du dir vorstellst. Es sind die Glaubenssätze, die du hast, die vielleicht bereits seit deiner Kindheit bestehen und dich daran hindern dein volles Potenzial entfalten zu können. Mithilfe der Autosuggestion kannst du dein Unterbewusstsein aktiv beeinflussen, die Kraft der Selbstbeeinflussung auf dich wirken lassen und so ein wahres Gewinner-Mindset entwickeln!

Was ist Autosuggestion?

Der Begriff Autosuggestion, auch Selbstbeeinflussung genannt, bezeichnet einen Vorgang, indem du dein Unterbewusstsein auf etwas Erwünschtes „programmierst“. Dazu wird ein Wunschgedanke in einem Bereich formuliert, in dem du dich verbessern möchtest. Dieser Wunschgedanke wird kontinuierlich wiederholt, beispielsweise jeden Morgen nach dem Aufstehen sowie jeden Abend kurz bevor du zu Bett gehst.

Die Autosuggestion ist ein Bestandteil vom mentalen sowie autogenem Training. Durch die permanente Wiederholung deiner Ziele und Wünsche verankern sich diese in deinem Unterbewusstsein, sodass sie letztendlich Teil deiner Gedanken werden und diese positiv beeinflussen. Der Grundstein für eine positive Veränderung ist gelegt, wenn aus deinem Wunschgedanken eine feste Überzeugung geworden ist, die somit dein Handeln nachhaltig bestärken.

Der Ursprung der Autosuggestion

Das Wort Autosuggestion wird aus dem griechischen Wort „auto“ und dem lateinischen Wort „suggestio“ zusammengesetzt. Übersetzt bedeutet es soviel wie Selbstbeeinflussung. Dadurch wird eine Methode beschrieben, mit dessen Hilfe du dein Unterbewusstsein aktiv beeinflussen und somit dein Verhalten ändern kannst.

Die Geschichte der Autosuggestion

Die Lehre der Autosuggestion wurde von dem französischen Apotheker Émile Coué im 19. Jahrhundert begründet. Er bekam den Eindruck, dass die Wirkung der Medikamente, die er den Patienten gab, davon beeinflusst wurde, mit welchen Worten er sie ihnen überreichte. So war die Wirkung der Medikamente bei Kunden, denen er Medizin mit den Worten „Da hat der Arzt Ihnen aber ein gutes Mittel verschrieben. Sie werden sich schnell besser fühlen.“ verkaufte deutlich höher als bei Kunden, bei denen er weiter nichts zu den Medikamenten sagte. Aus dieser Beobachtung konnte er den Gedanken entwickeln, dass jeder Mensch sein Wohlbefinden steigern könne, indem er sich selbst Suggestionsformeln anwendet. Jeder Mensch könne somit seines Glückes Schmied sein, indem er sich selbst die positiven Affirmationen aufsagt.

Autosuggestion in der Anwendung

Autosuggestives Training

Folgende Voraussetzungen sind für ein erfolgreiches autosuggestives Training erforderlich:

  • Achtsamkeit
  • Assoziation
  • kontinuierliche und zeitlich stabile Wiederholung

Die Aufmerksamkeit soll ganz auf das Wiederholen und imaginäre Vorstellen der Glaubenssatzinhalte gerichtet werden. Daher solltest du möglichst dafür sorgen, dass sämtliche Ablenkungen, wie dein Handy oder der Fernseher, vermieden werden. Es gilt die vollkommende Konzentration auf den jeweiligen Glaubenssatz.

Bei der Assoziation geht es nicht ausschließlich darum die Affirmation rational vorzusagen, sondern mit möglichst viel Liebe und Enthusiasmus zu wiederholen. Durch die Visualisierung deiner Gedanken kann die Wirksamkeit der Affirmation deutlich erhöht werden. Selbstverständlich sind die Faktoren der Kontinuität sowie der regelmäßigen Durchführung von elementarer Bedeutung für die Effektivität und dem damit verbundenen Erfolg. Bestenfalls wiederholst du die Affirmationen täglich im Zuge deiner Morgen- bzw. Abendroutine.

If you can dream it you can do it.

Walt Disney

Der Ablauf für eine erfolgreiche Durchführung der Autosuggestion

Zuerst muss bei einer Autosuggestion ein Ziel formuliert werden, welches erreicht werden soll. Im zweiten Schritt ist es wichtig, äußere Ablenkungen zu vermeiden. Ziel ist es sich körperlich und geistig zu entspannen. Um das Gefühl der Entspannung weiter verstärken zu können, ist es hilfreich, sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren, in dem man mehrmals tief ein- und ausatmet. Nun soll imaginär an das jeweilige Ziel gedacht werden. Dafür muss eine Suggestionsformel, auch Affirmation genannt, entworfen werden. Der Glaubenssatz sollte dabei so formuliert sein, dass er sich vollkommen natürlich und realistisch anfühlt. Sobald die Affirmation erfolgreich entworfen wurde, muss diese mit möglichst viel Enthusiasmus und Liebe wiederholt werden.

Anwendbarkeit

Die Autosuggestion kann in so ziemlich jedem Bereich Anwendung finden. Sei es nun in der beruflichen Karriere, bei der körperlichen Fitness, der Optimierung des Schlafes oder mit dem Rauchen aufzuhören.

Fremdsuggestion

Das Gegenteil zur Autosuggestion, also dem imaginären Wiederholen von Glaubenssätzen, bildet die Fremdsuggestion. Fremdsuggestion entsteht häufig durch gesellschaftliche Vorgaben, Werte oder Normen unter denen Menschen aufwachsen. Diese Faktoren wirken also immer auf das interne Denken, das Unterbewusstsein, ein. Gerade in der Erziehung spielt Fremdsuggestion eine große Rolle.

Fremdsuggestion in der Erziehung beschreibt, dass Einwirken des Verhaltens der Eltern oder anderer Erziehungspersonen auf das Kind. Wenn ein Kind des Öfteren Streitereien der Eltern aufgrund von Geldmangel erfährt, wird es höchstwahrscheinlich im Laufe des Lebens negative Glaubenssätze zum Umgang mit Geld entwickeln. In solchen Fällen kann eine Fremdsuggestion zu negativen Glaubenssätzen oder zu anderen Ängsten führen.

Auf der anderen Seite kann die Fremdsuggestion positiv genutzt werden. Motiviert beispielsweise die Mutter das Kind vor jeder Prüfung mit den Worten „Du schaffst das. Du wirst eine gute Note schreiben.“ so ist es wahrscheinlich, dass das Kind auch diesen Glaubenssatz übernimmt und ein größeres Selbstwertbewusstsein entwickelt, als ein Kind, welches häufig den Satz „Das kannst du noch nicht.“ zugetragen bekommt.

Autosuggestion im Coaching

Im Coaching wird Autosuggestion besonders mit dem Ziel der Veränderung von Überzeugungen & Einstellungen und zur Mobilisierung von Kraftreserven genutzt. Hierbei gilt es allerdings zwischen der funktionalen Kognition und der dysfunktionalen Kognition zu unterschieden. Während die Funktionale Kognition hilfreiche Ideen und Glaubenssätze bezeichnet, befasst sich die dysfunktionale Kognition besonders mit negativen, nicht hilfreichen Ideen und Glaubenssätzen.

Anhand von Pauschalisierungen lässt sich äußerst leicht erkennen, zu welcher Form der Suggestionsformeln ein Mensch eher tendiert. Wenn die Äußerungen eher negativ behaftet sind, wie zum Beispiel „Das schaffe ich nicht.“, dann ist er von negativen Glaubenssätzen geprägt. Im Vergleich dazu stehen bei Menschen mit der Affirmation „Ich schaffe es.“ eher positive Glaubenssätze im Zentrum des Denkens.

Ziel eines Coachings ist es die Persönlichkeit der Menschen weiterzuentwickeln durch das Eliminieren von negativen Affirmationen und das Generieren von neuen, positiven Affirmationen.

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Was ist dein Ziel?

Bevor du mit der Umsetzung beginnst solltest du dir Klarheit verschaffen, was du mithilfe der Autosuggestion erreichen willst. Denn nur mit einem konkreten Ziel wirst du eine nachhaltige Veränderung erzielen können.

Bei der Zielformulierung solltest du zudem berücksichtigen, dass die Ziele stets positiv formuliert sind, wie zum Beispiel: „Ich bleibe ruhig und gelassen“ statt „Ich will nicht mehr wütend werden.“ Natürlich sollte dein Ziel ebenfalls smart (spezifisch, messbar, ambitioniert, terminiert) sein, um so das volle Potenzial der Autosuggestion entfalten zu können. Je mehr Acht du auf Details bei der Zielsetzung gibst, desto mehr Kraft hat deine Zielsetzung. Außerdem sollte werden, aus welchem Grund du dieses konkrete Ziel erreichen willst. Welche Vorteile sind damit verbunden? Wie kann es dein Leben nachhaltig verbessern?

Bereiche, in denen du die Autosuggestion einsetzen kannst

Verhaltensänderungen – z.B. um mit dem Rauchen aufzuhören, weniger zu essen, gelassener zu reagieren, offener und mutiger zu sein, Launen und Stimmungen zu beeinflussen usw.

  • Persönliche Ausstrahlung – z.B. um charismatischer, offener, selbstbewusster zu wirken
  • Einstellungen – z.B. um Ihr eigenes Leben positiver sehen, glücklicher zu sein, zufriedener zu sein, mehr Hoffnung zu haben
  • Gesundheit – z.B. um Ihre Abwehrkräfte zu stärken, Schmerzen zu lindern, Krankheiten zu vermindern.
  • Kreativität – z.B. um Ihre Kreativität zu steigern, neue Ideen zu finden
  • Als Entspannungstechnik

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Der richtige Einsatz von Affirmationen

Suggestionsformeln, auch Affirmationen genannt, sind Schlüsselsätze, die auf der Grundlage von Zielen formulieren werden. Diese Sätze wiederholst du regelmäßig. Dadurch, dass die Aufmerksamkeit und Konzentration auf die Schlüsselsätze gerichtet werden, bewegst du dich mehr oder weniger automatisch in die Richtung deines Ziels. Die Suggestionsformeln werden in der Ich-Form und in der Gegenwart formuliert. Dabei solltest du unbedingt positive Formulierungen wählen. Verneinungen wie nie, niemals, nicht, kein können vom Gehirn nicht verarbeitet werden. Bei einer solchen Formulierung bleibt lediglich der negative Glaubenssatz zurück.

Wenn du zum Beispiel jeden Tag sportlich aktiv werden willst, indem du 30 Minuten joggen gehst, könntest du dir folgende Affirmationen zu Nutze machen:

  • Ich jogge jeden Morgen eine halbe Stunde und fühle mich dabei wunderbar.
  • Meine körperliche Fitness steigert sich von Tag zu Tag.
  • Morgens zu joggen bringt mir Klarheit und gibt mir Energie für den Tag.

Beispiele der Autosuggestion in verschiedenen Bereichen

Beruf

  • Meine Arbeit macht mir Spaß.
  • Mit Kollegen und Kunden gehe ich freundlich um.
  • Ich bringe mich wertvoll ein.

Erfolg

  • Meine berufliche Weiterentwicklung ist mir wichtig.
  • Ich freue mich darauf, neue Dinge zu lernen.
  • Ich kann auswählen, was ich als nächstes tun möchte.

Gesundheit

  • Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser.
  • Mit jeder Faser meines Körpers fühle ich mich wohl.
  • Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig.

Gewicht

  • Es fällt mir von Tag zu Tag leichter, mehr Sport zu machen.
  • Ich achte auf gute Ernährung und ausreichend Bewegung.
  • Ich gehe gerne spazieren.

Geld

  • Ich verdiene immer mehr Geld.
  • Geld verdienen macht mir Spaß.
  • Ich finde Reichtum positiv.

Selbstvertrauen

  • Ich kann selbstbewusster sein.
  • Ich schaffe das schon.
  • Mein Auftreten wird jeden Tag selbstbewusster.

Zusammenfassung

Viele Menschen haben das Gefühl, dass Veränderungen immer sehr langsam und schmerzvoll sind. Sie werden gezwungen ihre Komfortzone zu verlassen, was den „Schmerz“ erzeugt. Mithilfe der Autosuggestion wirst du in der Lage sein, deine Verhaltensweisen schneller und leichter zu verändern.

Kontinuität ist bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Um spürbare Veränderungen zu erfahren solltest du für einen Zeitraum von 21 Tagen regelmäßig mit deinen Affirmationen arbeiten. Erfahrungsgemäß wirst du nach einigen Tagen bereits einige Veränderungen erkennen, doch auch dann gilt es weiter zu machen, bis deine Ziele und Gedanken fest in deinem Unterbewusstsein verankert sind.

Denke stets daran: Jede Aktion außerhalb deiner Komfortzone wird dir dabei helfen, zu wachsen und zu der Person zu werden, die du dir wünscht zu sein.

Viel Erfolg bei der Umsetzung,

dein Dirk

Kooperativer Führungsstil mit Teambildung und nachhaltigem Wachstum

Kooperativer Führungsstil
Kooperativer Führungsstil

Ein Kooperativer Führungsstil will gelernt sein. Hier sind die Do´s und Dont´s für das Kooperative Führen vor allem für einen gelungenen, sowie sehr nachhaltigen Teamaufbau.

Firmen und Führungskräfte sich heutzutage immer auf dem Suche nach dem Besten Führungsstil für Ihre Unternehmen. Wie schaltet und waltet das Team am Besten? Wie verhält man sich bei Entscheidungen? Wen bezieht man wie ein? Wie holt man das Optimum für alle in der Firma heraus?

Fakt ist: Es gibt keinen pauschalen Führungsstil, weil jedes Unternehmen anders tickt und die Ziele – mal abgesehen von Gewinn und Wirtschaftlichkeit- unterschiedlich definiert sein können. Welche ultimativen Arten von Führungsstilen es im Jahre 2020 gibt, hatten wir bereits hier im Magazin erörtert. 

In diesem Blogartikel ist das Hauptaugenmerk auf den kooperativen Führungsstil gerichtet. Für den Geschäftsführer selbst, wie auch für den Aufbau des Teams. 

Was genau ist ein kooperativer Führungsstil?

Der kooperative Führungsstil findet heutzutage in vielen modernen Unternehmen der westlichen Wirtschaftswelt seine Anwendung. In Ländern ohne demokratische Strukturen im politischen Umfeld ist er dagegen kaum anzutreffen.

Ein kooperativer Führungsstil zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass Führungskraft und Mitarbeiter sowohl in der Entwicklung von Ideen, als auch in der Umsetzung von Projekten eng zusammenarbeiten und sich in ihren Kompetenzen ergänzen. Verantwortlichkeiten und Aufgaben werden nach Konsensfindung aufgeteilt.

Wann ist ein kooperativer Führungsstil sinnvoll anzuwenden? 

Die Führungskraft sollte diesen Führungsstil immer nur dann anwenden,  wenn der Mitarbeiter bereits einige Monate im Unternehmen beschäftigt ist. Bei Einstellung von Arbeitnehmern ist nämlich zunächst nämlich immer der autoritäre Führungsstil empfohlen. 

Wann spiel ein kooperativer Führungsstil eine Rolle?

Ganz allgemein gesehen zunächst einmal in Firmen, in denen:

  • ein sehr offenes Betriebsklima herrscht. Hierbei sind beispielsweise Diskussionen und Vorschläge durch die Mitarbeiter gestattet und höchst erwünscht.
  • Die Motivation der Mitarbeiter durch die Signalisierung von Wertschätzung gefördert wird.
  • Wechselseitige Unterstützung und Eigeninitiative herrscht: Sei es denn in der Belegschaft und in der Führungsebene. 
  • Stärke und Durchsetzungsfähigkeit regiert. 
  • Transparenz in der Kommunikation sowie auch der Entscheidungsfindung State of the art ist. 

 

Wichtig ist hierbei allerdings zu wissen:

Auch wenn die Partizipationsmöglichkeiten der Mitarbeiter an der Entscheidungsfindung sehr vielfältig und oft unterstützend in vielerlei Form und Hinsicht sind, bestehen jedoch dennoch weiterhin klare Strukturen und Hierarchien im Unternehmen.

Ein Beispiel: Bei einer unbeliebten Entscheidung der Geschäftsführung ist auch mal ganz offen eine Abwägung von Verständnis und die Akzeptanz zu treffen.

Damit Mitarbeiter wie auch Vorgesetzte gleichermaßen berücksichtigt werden, sollte bestenfalls immer alles in Waage gehalten werden. Andernfalls ist womöglich ein kooperativer Führungsstil nicht mehr einzuhalten. Beiderseitiges Vertrauen ist das Optimum und die Basis dafür.

Vorteile und  Nachteile des kooperativen Führungsstils 

Die Vorteile liegen auf der Hand, denn Konflikte werden in der Regel in gemeinsamen Gesprächen aufgelöst. Im Teambildung allgemein wird beobachtet, dass unter diesem Führungsstil vor allem Vorgesetzte entlastet werden und Hilfe bei allen möglichen Entscheidungsfindungen erhalten, die sie sonst niemals hätten. Auch dieser Fakt verlagert die Verantwortung auf mehrere Schultern, so dass kein einzelner die große Bürde der Entscheidungen trägt. Ein absolut positiver Aspekt ist auch, dass sich die Mitarbeiter dadurch mehr und mehr mit dem Unternehmen identifizieren. Kreativität und Eigeninitiative wird demnach ebenfalls ansteigen.

Die schon erwähnte Teamarbeit und Teambildung wird zusätzlich gefördert durch die offene Kommunikation. Unter diesem Stilmittel der Kommunikation erleben vor allem die Mitarbeiter ein Gefühl der Wertschätzung. Und Wertschätzung steigert immer die Eigen-Motivation, sich für sein Unternehmen einzubringen.

Selbstverständlich gibt es aber auch Nachteile im Zuge dieser Führung:

Denn lädt man offen zur Diskussion, Entscheidungsfindung und zu Gesprächen ein, kann genau das dann die Prozesse bis zur Entscheidung unnötig in die Länge ziehen. Ganz nach dem Motto “viele Köche verderben den Brei” kann diese Situation zu Spannungen und Konflikten innerhalb des Unternehmens führen.

3 Kernkompetenzen beim Führen

drei KERNKompetenzen beim führen:

Die Sozialkompetenz oder auch Emotionale Intelligenz genannt brillieren: 

Hier sind Fähigkeiten wie Mitgefühl, Takt und Höflichkeit gefragt. Es geht darum, eigene und andere Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Die Empathie ist ein wesentlicher Baustein, denn ein Mensch, der erkennt, was andere fühlen, kann früher versteckte Signale im Verhalten anderer erkennen, und herausfinden, was sie können oder wollen. Gerade im kooperativen Führungsstil ist das ein enorm wichtiger Faktor; unter anderem für eine gelungene Teambildung auf lange, nachhaltige Sicht.

Mit Fachkompetenz glänzen und Unternehmensstrukturen kennen und verstehen lernen :

Hier geht es um die Produktkenntnis – sei es denn die physischen oder auch digitalen Produkte. Hilfreich ist es hier, dass Führungskraft wie auch Mitarbeiter genau diese Produkte auch kennen. Unter anderem zu Schulungszwecken kann man hier Einblick gewähren, so dass jeder weiss, was dort eigentlich verkauft wird.

Man muss das eigene Produkt, insbesondere wenn es erklärungsbedürftig ist, und alles was damit zusammenhängt, verstehen.

Dazu zählt man auch die eigenen Unternehmensstrukturen und Prozesse. Ein Meilenstein wäre es daher, wenn man von vorne herein die Mitarbeiter sowie auch den Chef die unterschiedlichen Strukturen und Prozesse einmal durchlaufen lässt. Jenes trägt zum gegenseitigen Respekt und Verständnis untereinander bei, was ja gerade beim besagten Führungsstil maßgeblich ist. 

Viele Vertriebsmitarbeiter bekommen Produktschulungen, geben sich mit einem gefährlichen Halbwissen zufrieden und ziehen (beispielsweise als Außendienstleister) durch die Lande. Das ist nach wie vor der größte Fehler, den so viele Unternehmer begehen und tolerieren. 

In diesem Führungsmodell sollte dies nicht so sein. Die Lösung lautet deshalb:

Auch ein (Außendienst)- Mitarbeiter muss jede einzelne Abteilung durchlaufen und die Sorgen und Nöte aller internen Ressourcen erleben, um die einzelnen Abläufe zu verinnerlichen. Er sollte die Einzelkompetenzen kennen und die Wechselwirkungen verstehen. 

Abschließend ist die Methodenkompetenz zu nennen, um das Bild zu vervollständigen:

Hier geht es um die eigene Strukturierung und die Lösungsfindung. Der Mitarbeiter muss sich organisieren können und ein ausgewogenes Zeitmanagement haben.

Es muss WICHTIGES von DRINGENDEM unterscheiden können, denn nicht alles, was wichtig ist, muss unbedingt so schnell wie möglich erledigt werden. Und nicht alles, was dringend zu sein scheint ist auch wirklich wichtig. So einfach sich das hier anhört, so scheint es den meisten Mitarbeitern größte Schwierigkeiten zu bereiten, ihre Prioritäten hier zu setzen.

Aus all diesen 3 Kompetenzen erwächst schließlich die für den Kooperativen Führungsstil so unbedingt wichtige HANDLUNGSKOMPETENZ :

Macht die Führungskraft sowie auch die Mitarbeiter ihre Hausaufgaben und fördert diese drei, dann sorgt sie dafür, dass der Mitarbeiter in entsprechenden Situationen selbstständig, verantwortlich sowie sach- und fachgerecht Probleme und Aufgaben lösen kann. 

Fazit: Sensibel Führen ohne autoritär zu wirken

Der kooperative Führungstil kann ein echter Gamechanger sein- wenn alle an einem Strang ziehen. Für die Führungskraft wie auch alle Mitarbeiter.

Als Führungskraft muss man zur Lösung der oben genannten Nachteile aber auch ein hohes Maß an Geduld aufbringen, wenn die Entscheidungswege einmal länger dauern. Offene Kommunikation kann toll sein zur Teambildung – wenn Sie nicht ins Gegenteil umschlägt.

Und werden die unterschiedlichen Meinungen und Ideen zu Spannungen und Konflikten, muss eben diese Führungskraft auch hart durchgreifen können mit Durchsetzungskraft. Hierbei ist es jedoch ganz wichtig, dass man nicht autoritär wirkt.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Ideen und Meinungen kann zu internen Spannungen und Konflikten führen.Führungskräfte benötigen mitunter eine Menge Geduld.Die offene Diskussionskultur fordert von der Führungskraft ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen, ohne dabei zu autoritär zu wirken.

Führe ohne autoritär zu wirken

Stimmt das und ist das Teamgefüge in sich auf Akzeptanz, Zuhören und Wertschätzung erbaut, kann der kooperative Führungsstil nur eine Win-Win-Situation für alle und eine nachhaltige Teambildung und Firmen-Zukunft sein. 

Produktportfolio in der Digitalisierung

Produktportfolio

Gerade und vor allem im Zeitalter der Digitalisierung kommt dem Produktportfolio eines Unternehmers eine immer größere Bedeutung zu.

Zu viele unterlassen genau diesen Aspekt der Unternehmens-Weiterentwicklung – mit fatalen Folgen. Hört man den Begriff Produktportfolio zum ersten Mal, verwechselt man diesen häufig mit einem Aktien-Portfolio. Das Produktportfolio hat zwar im weitesten Sinne mit der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu tun – das Produktportfolio hat aber an sich rein nichts mit Aktien zu tun, sondern bedeutet folgendes:

Das Produktportfolio ist eine vollständige Zusammenstellung aller von einem Unternehmen (oder einer strategischen Geschäftseinheit) geplanten, angebotenen sowie abgekündigten Produkten.

Das Produktportfolio umfasst folgendes:

  • Alle Dienstleistungen
  • Die Sachgüter eines Unternehmens
  • Die sogenannten, hybriden Leistungsbündel
  • sowie und vor allem jetzt alle digitalen Produkte und Services.

Im Zuge dessen sollte man also immer bestrebt sein, das beste aus seinen angebotenen (Digitalen) Produkten- sowie Dienstleistungen herauszuholen.

Hierzu bedarf es einem umfangreichen Produkt-Portfolio-Management.

Was kann und was macht dieses Produkt-Portfolio-Management (kurz PPM) eigentlich?

Das Produkt-Portfolio-Management (PPM) verwaltet, steuert und gestaltet das Produktportfolio, insbesondere das in der Entwicklung und Vermarktung befindliche Leistungsangebot des Unternehmens.

Das PPM disponiert also kurzum alles. Es beherbergt die Ressourcen und ist gleichzeitig an der zukünftigen Entwicklung beteidigt und orientiert.

Ein top-aufgestelltes Produktportfolio sowie das PPM als Management drum herum gut aufgestellt zu haben – wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Du brauchst ein Produktportfolio für die Zukunft

Digitale Produkte spielen hierbei und insbesondere in unserem neuen, digitalen Zeitalter eine ganz neue Rolle

Zu den Kernprodukten und Dienstleistungen, die in Zeiten vor der Digitalisierung zusammen mit hybriden Leistungsbündeln ein Produktportfolio charakterisierten, kommen nun digitale Produkte- die sogenannten Smart-Services/Smart-Products ins Spiel.

Diese müssen sowohl getrennt für sich als auch im Bundle mit anderen Leistungen des Unternehmens für Kunden Wert schaffen.

Helfe Deinem Kunden – und Du erschaffst enorme Unternehmenswerte

Innovation ist einer der wesentlichen Treiber für wirtschaftliches Wachstum in entwickelten Ländern. Man muss und sollte ständig sich bestenfalls mehrfach im Jahr damit befassen, den Innovations-Erfolg seines Unternehmens zu verbessern und voranzutreiben.

Die Effektivität, mit der eine Organisation ihr Entwicklungsportfolio steuert, ist häufig eine wesentliche Determinante für deren Wettbewerbsvorteil.

Erschaffe Unternehmenswerte

Das PPM sollte eine zentrale Managementaufgabe sein- eben darum, dass zukünftige Erfolgspotenziale gestaltet werden- und somit die Positionierung im Markt und damit die Wettbewerbsposition regelmäßig verbessert werden kann.

Um genau diesen Wettbewerbsvorteil zu erreichen – und wie man dementsprechend ein starkes Produktportfolio aufbaut, habe ich hier einmal kurz aufgeschlüsselt:

  1. Erstelle eine Übersicht aufgrund einen Produkt-Katalogs (was dort alles reinkommt, was man beachten sollte und Co. weiter unten in der Auflistung)
  2. Lege auf Grundlage dessen eine Produkt-Strategie fest.
  3. Jene dient und führt dann zur Planung und Gestaltung des Produktprogramms

Wichtig: Die Produkt-Managementaufgabe geschieht nur unter Einbindung des Top Managements; genau hier werden nämlich die wichtigsten Stellschrauben für die zukünftige Ausrichtung und dem Zugang/Beibehalten/Streichen von Produkten ausgerichtet.

Nur auf der Basis eines kompletten Produktkataloges kann die Analyse, Visualisierung und Bewertung des Portfolios erfolgen. Dort hinein gehören folgende Punkte:

  • Inventarisieren vorhandener und geplanter Leistungen,
  • Entwickeln, Befüllen, Pflegen und Verteilen (Kommunizieren, Publizieren) aller Produktbeschreibungen für aktive und geplante Leistungen,
  • Neue Anforderungen an das Produktportfolio aufnehmen und klären(Integration mit Produktentwicklungsprozess),
  • Beschreibung von neuen oder geänderten Produkten und Produkt Bundles,-Strukturierung und Zuordnung der Produkte untereinander und Darstellen von Abhängigkeiten,
  • Zuordnung unterstützender Komponenten und Aufzeigen von Schnittstellen,
  • Kommunizieren und Publizieren aller aktiven Produkte.

All diese voran-gegangen Schritte führen dann zur Umsetzung von 2. und 3. Siehe oben.

Ist der Produkt- Katalog erstellt, erfolgt die Analyse, Visualisierung und Bewertung wie folgt:

  • Analyse-und Bewertungsframework gestalten (Auswahl der Analysekriterien und Auswertungsdimensionen inklusive aller relevanten Variablen),
  • Portfolio-Strukturierung und Visualisieren der Positionierung,
  • Beschaffung und Aufbereitung PPM-relevanter Daten,
  • Evaluieren und Vergleichen der Produkte (komparative Analyse),
  • Analyse und Priorisierung der vorhandenen Produkte,
  • Aufzeigen von Schwachstellen und Potenzialen,
  • Periodische Reviews des Gesamtportfolios: Bewertung und Entscheidungsvorbereitung

Ein bekanntes Analyseinstrument für Portfolio-Entscheidungen ist das Produktlebens-zyklusmodell, welche Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhängeim Hinblick auf die Entwicklung des Umsatzes bzw. Gewinns einzelner Produkte im Zeitverlauf darstellt.

Portfolio-UmsetzungPPM umfasst das Festlegen strategischer Ziele, die Definition von Produktstrategien, die Aufbereitung des Produktportfolios mit allen relevanten Informationen, um dann Entscheidungen zu Produkten und deren Kombinationen zu treffen. Häufig mangelt es in Unternehmen jedoch gerade an der Umsetzung einmal getroffener Entscheidungen. Wie werden Entscheidungen im Unternehmen kommuniziert?

Genau dieser Frage sollte man sich im Unternehmen einmal ganz bewußt stellen.Denn genau diese Frage wird die weitere Zukunft, Zusammenarbeit, das Zusammenleben und den Erfolg ebnen.

Merke: Freigabe und Kommunikation ist Alles.

Das Portfolio ist dahingehend zu autorisieren und es ist zu entscheiden, welche Stakeholder (z. B. Kunden, Investoren, Mitarbeitende, Auszubildende und Co.) wann von Portfolio-Entscheidungen in Kenntnis gesetzt werden dürfen und müssen.

Das ganze geschieht also auf höchster Entscheider-Ebene. Genau das hat auch einen Grund, denn:

Mit Portfolio-Entscheidungen einher gehen Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen (Ressourcen-und Kapazitätsmanagement).

Daher sind begrenzte Ressourcen zu analysieren, zu bewerten, für die Zukunft zu planen und entsprechend zu allokieren.

Kapazitäten sind zu disponieren und Budgets für die verschiedenen Produkte entsprechend zu planen und zu verteilen.

Unternehmen mit funktionierenden PPM-Prozessen sind in der Lage flexibler und schneller auf Markt-veränderungen zu reagieren und sind daher auch erfolgreicher.

Die Verantwortung für das Leistungsportfolio ist heute in vielen Unternehmen verteilt auf Produktmanagement, Servicemanagement, Digital Business und andere Einheiten und Rollen.

Eine verteilte Verantwortung und damit verteilte Entscheidungen zur Ausgestaltung des Leistungsportfolios und zur Ressourcenallokation führen jedoch bei nicht abgestimmten Prozessenz u erheblichen Nachteilen für das Unternehmen.

Die Ziele eines professionellen PPM scheinen schwerer erreichbar, Nutzenpotenziale werden nicht realisiert.

Schleppende Digitale Umsetzung

Fazit

Im Zuge des Digitalen Zeitalters: Die Digitalisierung und damit ein professionelles Produktportfolio-Management kommt nur schleppend voran!

Der Stand der Umsetzung von PPM in der Praxis ist besorgniserregend. Zahlreiche Veröffentlichungen zeigen die Kluft zwischen objektiv nachweisbaren Effekten eines professionellen PPM und den rudimentärimplementiertenAnsätzen des PPM in der Fläche der Unternehmenspraxis. Die Digitalisierung und die beschriebenen Herausforde-rungen an schnelle, adaptive Portfolioänderungen und die fortschreitende Verkürzung von Produktlebenszyklen werden die Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen PPM-Anwendern weiter verdeutlichen.

Wie sieht die Welt in unserer (auch wirtschaftlichen) Zukunft aus? Hier eine Aufzeichnung aus einem LIVESTREAM dazu:

Was ich mir für die Zukunft wünschen würde:

Unternehmer/innen sollten und müssen jetzt digital durchstarten. Jetzt – und nicht später.

Jedes Unternehmen muss einen ausgereiften und vor allem auf die Zukunft abgestimmten Produktkatalog aufweisen. Tut es das Unternehmen nicht- fällt es.

Ebenso wäre eine empirische Untersuchung der PPM-Reife von Unternehmen und deren Erfolg unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierungsaspekte wünschenswert. Erst dann kann der Erfolg des Produktportfolios mit digitaler Innovation und Bewegung in eine wirtschaftlich bessere Zukunft manövriert werden. Katapultiere Dein Unternehmen mit diesem Wissen zum Erfolg. Deine Mitarbeiter und die Zukunft werden es Dir mit unternehmerischen Erfolg danken. Ich wünsche allen, dass die Weichen dazu jetzt gestellt – und bestenfalls jetzt skaliert und optimiert werden wird.

Du bist ein starker Unternehmer/eine starke Unternehmerin? Dann stelle ein starkes Produktportfolio auf.

Just in Time im Vertrieb

Just in time

Das aus dem Management und der Betriebswirtschaft bekannte Konzept „Just in Time“ kann auf viele Bereiche auch in vor allem im Vertrieb angewandt werden. Mitunter kann es ein Unternehmen durch kosteneffizientes Management zum Erfolg führen.

Viele denken bei dem Ausdruck Just in Time an die Automobilindustrie – kein Wunder, denn daher stammt auch der Begriff …

Woher kommt der Begriff?

Der Produktionsleiter Taiichi Ohno entwickelte bereits Ende 1940 für den japanischen Autobauer Toyota das Just-in-time-Verfahren sowie das Kanban-System. In der Automobilindustrie wird heute etwa ein Drittel aller Bauteile just in time geliefert.

Kanban kurz erklärt: Kanban hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen. Ursprünglich für der Fertigung entwickelt, fanden später auch Software-Entwickler Gefallen daran. Seit einiger Zeit wird es in verschiedenen Geschäftsbereichen unterschiedlichster Branchen eingesetzt.

Was versteht man unter Just in Time und Kanban genau?

Ein Begriff, der oft verwendet, um die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen zu bezeichnen , wenn nötig. Unternehmen , die mit   Just- in-time- Prinzipien arbeiten sind in der Regel sehr analytisch in ihrer Fähigkeit, Bedürfnisse vorherzusagen , um weder das Lager zu überschwemmen , und eine ausreichende M enge an Produkten und Rohstoffen verfügbar zu haben um die Herstellung oder Lieferung von Kundenanforderungen zu erfüllen .

Aus dem Japanischen wird Kanban wörtlich als Schild oder visuelles Signal übersetzt. Das einfachste Kanban-Board hat drei Spalten – „Angefordert“, „In Bearbeitung“ und „Erledigt“. Korrekt aufgebaut und benutzt dient die Tafel als Informationsknoten, der zeigt, wo die Engpässe sind und was den reibungslosen Ablauf des Workflows behindert.

Jenes sogenannte Kanban-Board findet man auch immer wieder zur Strukturierung von Workflow Prozessen im Vertrieb und/oder zur Erreichung von Vertriebszielen. Immer mehr Digitale Anwendungen bauen auf diesem Grundprinzip auf.

So kann man sehr gut strukturiert die Arbeitsleistung einzelner Mitarbeiter digital aufbereitet ablesen. Arbeitsprozesse werden optimiert. Einfach und übersichtlich.

Das Prinzip “Just in Time“ speziell basiert also darauf, dass bedarfssynchron hergestellt wird. Dies bedeutet, dass ausschließlich genau die passende Stückzahl genau zur richtigen Zeit – eben Just in Time produziert und geliefert oder hergestellt wird. Aus diesem Grund unterscheidet man auch zwischen „Just in Time“-Belieferung und „Just in Time“-Produktion.

Ein Beispiel für eine Dienstleistung im unternehmerischen Vertriebs (Multimedia-Sektor):

Hier kommt es häufig vor, dass das Unternehmen direkt mit den Kunden verbunden ist.

Direkt mit dem Kunden verbunden

Bei der JIT-Distribution beispielsweise werden die Verbraucher mit dem Vertrieb des Unternehmens online verbunden. Die Verbraucher haben somit die Möglichkeit, ihren Bedarf jederzeit bekannt zu geben. Die Versorgung der Verbraucher erfolgt bei diesem Konzept in einer möglichst kurzen Zeit.

Die Kunden aus der Musik-, Film- und Spieleindustrie legen Wert auf eine umfassende Betreuung. Sie benötigen oft sehr viele verschiedene Druckprodukte – Verpackungen, Booklets, Inlaycards bis Sonderlösungen wie Collectors-Editions – am besten aus einer Hand.

Ein idealer Vertrieb kann genau das bewerkstelligen. Books on Demand oder Drucken durch Amazon bei Buch-Bestellung beispielsweise sind hier zu nennen. Aber auch ein Software-System für die Telefon-Aquise via Kanban-Board und Co. kann Entwicklungsschübe eines Unternehmens bedeuten.

Die Alternative – für jedes Element Lieferanten zu suchen und diese selbst zu koordinieren, ist den meisten Unternehmen schon aus Zeitgründen zu heikel und bindet zudem enorm Ressourcen.

Oft muss für das Produkt nach einer passenden Verpackungslösung gesucht werden.

Eine besondere Anforderung ist die rasche Lieferung, von wenigen hundert Exemplaren bis zu Millionenauflagen – und das “just-in-time”.

Was sind die Vorteile von Just in time?

  • Eine kosteneffizientere Lagerhaltung mit Einsparungen in Bezug auf die Organisation und den Platz
  • Eine stark verringerte bzw. nicht existente Kapitalbindung in Bauteilen
  • Eine beschleunigte Herstellung und somit wiederum verringerte Personal- und sonstige Nebebkosten
  • Eine schnellere und intuitivere Montage
  • Möglichkeit zu einer Massenproduktion, wodurch wiederum Kosten und Preise gesenkt werden können

Was sind die Nachteile von Just in time?

  • Eine hohe Abhängigkeit von verschiedenen Lieferanten und Hersteller bzw. dessen Zuverlässigkeit
  • Ebenfalls eine hohe Abhängigkeit gegenüber äußerer Einflüsse wie das Wetter, Streiks oder Staus
  • Ein stets bestehendes Risiko einer stillstehenden Produktion
  • Eine fließende und missverständnislose Unternehmenskommunikation ist das A und O
  • Ökologisch gesehen ist Just in Time sehr umstritten, da durch die Lieferungen von einzelnen Teilen ein hohes Transportaufkommen erzeugt wird

Im Großen und Ganzen lässt sich demnach der Begriff / die Strategie dahinter aus verschiedenster Literatur zusammenfassend …

  • einem Organisations- und Logistikkonzept zur Reduzierung von Kosten und Durchlaufzeiten in der Wertschöpfungskette
  • mit dem Ziel Anlieferung und Fertigung erst bei Bedarf, zuordnen.

Eine andere Bezeichnung ist Just-in-Time-Produktion oder auch bedarfssynchrone Produktion, wobei auch oftmals die Abkürzung JIT-Produktion Verwendung findet. Just-in-Time ist so ein vollständiges Organisationsprinzip, welches sich in der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens niederschlägt.

Das Ziel von Unternehmen, die auf die Just-in-Time-Strategie setzen, ist es, den gesamten Materialfluss so zu gestalten, dass er zeitlich auf den Produktionsprozess abgestimmt ist.

So kann der komplette Wertschöpfungsprozess schlanker gehalten werden. Das bedeutet für alle Beteiligten geringere Kosten. Das Unternehmen beispielsweise kann seine Lagerkosten auf diesem Weg so gering wie möglich halten, da die Materialien erst dann geliefert werden, wenn ein Produkt von einem Kunden in Auftrag gegeben wurde. Darüber hinaus muss das produzierende Unternehmen auch im Vorhinein kein Kapital binden.

Die Entscheidung für die Just-in-Time Strategie bringt auch Vorteile gegenüber der Konkurrenz mit sich.

In Märkten, in denen immer mehr Substitute angeboten werden und sich einzelne Unternehmen immer seltener über Preis oder Qualität ausreichend von der Konkurrenz differenzieren können, ist der interne Wertschöpfungsprozess ausschlaggebend.

Darüber hinaus können die Unternehmen durch die geringen Lagerbestände auch schneller auf sich veränderte Marktbedürfnisse eingehen, als beispielsweise Konkurrenten mit hohen Lagerbeständen.

Allerdings setzt JIT auch eine weitaus engere Zusammenarbeit von Unternehmen und Lieferanten und vor allem eine detaillierte und reibungslose Planung voraus. Das Unternehmen muss das Risiko in Kauf nehmen, in eine größere Abhängigkeit gegenüber den Lieferanten zu treten und bei Engpässen mit Lieferausfällen rechnen.

EIn wenig geschichtliches am Beispiel der Autoindustrie:

Automobilhersteller wie Porsche, BMW oder Daimler haben ihre Lieferketten schon vor Jahren darauf umgestellt, dass Teilebedarfe sehr kurzfristig an die Lieferanten gemeldet werden. Die Zulieferer müssen in der Lage sein, entsprechend kurzfristig zu liefern. Das wiederum erfordert eine Anpassung der Planungs- und Steuerungssysteme in der Produktion und Logistik der Automobilzulieferer, um den neuen Anforderungen von JIT-/JIS-Konzepten adäquat zu begegnen.

Grundsätzlich sehen JIT-/JIS-Konzepte eine Lieferung von Produkten oder Komponenten direkt an Montagebänder vor. In der Regel ist dies nur bei großen Tier-1-Systemlieferanten der Fall. Ein Beispiel ist der Automobilzulieferer Magna, der seine Komponenten und Systeme für Fahrzeuginnenräume entwickelt, fertigt und auch montiert, und zwar in zeitlich exakt festgelegten Sequenzen. Auch thyssenkrupp produziert und liefert Fahrwerksysteme im Kundentakt, d.h. synchron zur Sequenz der Kundenproduktion.

Auch hier hat Corona die Schwächen offengelegt, denn JIT-/JIS-Konzepte sehen geringe Pufferbestände vor, die nur für kleine Zeitfenster in der Produktion ausreichen und somit keine Fehler in den Planungs- und Steuerungsprozessen erlauben, da ansonsten die Montagebänder stillstehen müssten.

Lehren aus der Coronakrise

Die LehreN aus der Corona-Krise sind:

Es sind neue, kombinierte Ansätze aus Digitalisierung und Lokalisierung erforderlich. Eine wichtige Modernisierungskomponente ist die Einführung von Softwarelösungen, die eine Durchgängigkeit der Prozesse vom Lieferanten bis an die Maschine unterstützen. Solche Programme können dabei helfen, sehr flexibel auf Nachfrageschwankungen und Ausfälle auf Seiten der OEMs zu reagieren sowie Prozesse in der Produktion und Logistik auf JIT-/JIS-Konzepte auszurichten.

Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) können den Automobilherstellern und OEMs dabei helfen, strukturierte und unstrukturierte Daten so zu analysieren, dass sie ihre Bedarfe genauer prognostizieren können.

Unstrukturierte Daten können beispielsweise Reaktionen aus dem Netz/in Social Media auf neue Fahrzeuge oder Themen wie E-Mobilität sein.

Denkbar ist eine bessere Vorhersage von möglichen Lieferengpässen durch schlechtes Wetter oder sonstige externe Faktoren wie z.B. das Coronavirus. Strukturierte Daten sind beispielsweise die Bestellhistorie nach Kundengruppen oder der Bestand im Lager/in der Lieferkette sowie Wiederbeschaffungszeiten.

Eine Möglichkeit, die Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, kann die Verlagerung von globalen Lieferketten auf eher regionale/lokale Lieferketten sein.

Corona hat gezeigt, dass Lieferketten umso verwundbarer und intransparenter werden, je globaler sie sind. Neuere Entwicklungen zielen auf lokalere/regionalere und gleichzeitig flexiblere Ansätze ab. Das können zum Beispiel sogenannte „On-Demand-Lagerhaus-Marktplätze“ sein (z.B. LogHub, Stowga, Stockpots).

Diese Marktplätze bieten freie Flächenkapazitäten lokaler und regionaler Lageranbieter, um Herstellern oder Einzelhändlern eine höhere Lagerflexibilität und kürzere Lieferwege zu ermöglichen. Für das Supply Chain Management ergibt sich damit aber eine weitere Verwaltungsebene, deren Daten analysiert werden müssen, um den hohen Anforderungen an Transparenz, Resilienz, JIT-/JIS-Planung sowie an Forecasting und Risikomanagement zu genügen.

Die Welt des Supply Chain Management wird also komplexer. Schon bevor das Coronavirus die globalen Lieferketten heimsuchte, waren Schwächen in den Lieferketten der Fertigungsindustrie erkennbar. Selbst in der Automobilindustrie mit ihren seit Jahren optimierten und feinjustierten Abläufen zeigte sich immer wieder Optimierungsbedarf, und zwar sowohl bei den OEMs als auch bei den Zulieferern.

Die Corona-Krise hat diese Schwächen nun schonungslos offengelegt. Moderne und leistungsfähige Software- und KI-Lösungen können helfen, die Herausforderungen zu meistern.

Moderne Software

Werden diese Voraussetzungen von einem Unternehmen bedingungslos erfüllt, so können sich mit der Anwendung des JIT-Konzeptes folgende Ziele und Vorteile des Abnehmers ergeben:

  • Kostensenkung (Lager-, Personal-, Transport- und Verwaltungskosten; Schätzungen zufolge bis 80% bei den Beständen, bis 65% bei den Flächen und bis 50% beim Handling)
  • Minimierung der Durchlaufzeiten von Beschaffung zur Auslieferung (Verkürzung der Lagerdauer und der Lieferzeit; es wird eine bis ca. 70%ige Verbesserung der Durchlaufzeit erklärt),
  • Flexibilität auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt/schnelle Umsetzung von Produktideen (schnellere Reaktion/Anpassung auf die Marktsituation, durch entfallende Lageraufnahme der Waren),
  • Produkte ohne Zeitverzug fertigen (es ist eine gesamte Steigerung der Produktivität um 25% festgestellt worden)
  • erhöhte Liquidität (weniger Kapital ist in Lagerwaren gebunden und steht somit für Investitionen zur Verfügung),
  • Risikominderung (Risiken der Lagerung, des Transportes und des Lieferverzuges fallen auf den Lieferanten; auch das Verschrottungsrisiko mindert sich)

 

Fazit: Viele Unternehmen müssen beim Thema Just in time nachlegen, wieder andere müssen es ablegen und sich neu-formieren

In vielen Industrieunternehmen verfolgen Logistiker seit Jahren den „Just-in-Time-Gedanken“. Kürzere Umrüst- und Durchlaufzeiten, die Reduzierung der Lagerhaltung, Verringerung von Materialbeständen sowie die Flexibilisierung von Produktionsabläufen versprechen eine deutliche Kosteneinsparung. Dennoch kann die Umstellung auf diese Art Produktion z.B. die Autoindustrie sehr verwundbar machen.

Für welches Unternehmen sich nun die Umstellung auf JIT lohnt, kann im Allgemeinen nicht beantwortet werden. Man wird es aber überwiegend in den Branchen der Automobil-, Lebensmittel- und der schnelllebigen Multimediaindustrie (Onlinemarketing/ Vertrieb und Co.) vorfinden.

Da es nun auch nicht mehr zu den neuesten Logistikkonzepten gehört, sollte jedes Unternehmen für sich individuell herausfinden, ob eine Umstellung Sinn macht.

Die Vertriebsbranche ist auf jeden Fall gut gerüstet, wenn es das Just in time Modell in jedem Fall als Lösungsmöglichkeit in Betracht zieht und sich unter anderem mit Tools wie Kanban und Co. wettbewerbsfähiger, schlanker und schneller aufstellt.

Warum Glaubenssätze deinen Erfolg beeinflussen

Deine gedanken entscheiden

Mit dem, was du glaubst und was du für richtig hältst, gestaltest du deinen Alltag. Dies gilt nicht nur im privaten Bereich, sondern insbesondere für das eigene Business. Anders ist es auch kaum zu erklären, warum gewissen Menschen eine Fähigkeit nachgesagt wird, die alles zu Gold werden lässt, was sie anfassen.

Dabei handelt es sich in der Regel um Menschen, über deren Erfolg wir staunen und deren Bücher wir lesen, um von ihnen zu lernen. Unsere Bewunderung ist ihnen gewiss.

So denken erfolgreiche Menschen

Was unterscheidet aber solche scheinbar übermenschlichen „Erfolgsmenschen“ von allen anderen? Richtig! Es sind ihre Gedanken beziehungsweise die Einstellung, mit der sie an eine Sache, sowohl im Privaten, aber insbesondere im Geschäftlichen, herangehen. Und das spürt man auch! Denn wenn erfolgreiche Menschen einen Raum betreten, so strahlen sie eine gewisse Aura aus, die sie von all den anderen Leuten abhebt.

Es ist ihre starke Identifikation mit dem, was sie tun. Und es sind ihre Glaubenssätze, die sie zu dem gemacht haben, der sie heute sind. Es lohnt sich daher unbedingt, dieses Thema etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn wenn wir es schaffen, das Denken von erfolgreichen Menschen zu verstehen, so sind wir einen wichtigen Schritt weitergekommen.

Was sind aber Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Formulierungen, die dich dabei unterstützen, deine Ziele klarer und deutlicher vor Augen zu haben. Sie helfen dir dabei, deinen persönlichen Blickwinkel auf Erfolg zu programmieren und negative Denkmuster („Das schaffe ich sowieso nicht“ oder „Meine Situation ist da besonders schwierig“) aufzulösen.

Auch wenn deine Gedanken noch negativ belastet sein mögen, so helfen dir neue und positiv behaftete Glaubenssätze dabei, dein Mindset nachhaltig zu verändern. Damit das aber auch tatsächlich geschieht, musst du dir deine Glaubenssätze gut sichtbar in deinem Büro oder an deinem Arbeitsplatz aufhängen. Sie sollen dich täglich daran erinnern, wohin du strebst.

Wenn Menschen daran glauben, dass sie etwas nicht gut können, werden sie immer Argumente und Wege finden, die diese These stützten. Wird dieser Glaubenssatz hingegen dahingehend verändert, dass jede Fähigkeit erlernbar ist, wie z.B. das Verkaufen von hochpreisigen Produkten. 

Mit der Zeit werden sich unsere Gedanken – über kurz oder lang – auch daran orientieren. Noch besser ist es, wenn die Glaubenssätze durch praktische Beispiele von Geschäftskollegen, die du selbst kennst, ergänzt werden.

So sehen typische Glaubenssätze aus

Hier ein Beispiel von Glaubenssätzen, die dir vielleicht bekannt vorkommen,wenn du das Buch „Entscheidung: Erfolg.“ bereits zu Hause hast. Lies dir diese Sätze jetzt aufmerksam durch und dann laut und deutlich selbst vor.

  • Ich bin stark
  • Ich bin besessen
  • Ich bin nicht wie all die anderen
  • Ich mache, was andere verweigern
  • Ich kontrolliere mein Schicksal
  • Ich bin nie zufrieden
  • Ich bleibe niemals stehen
  • Ich arbeite, wenn andere schlafen
  • Ich weigere mich, aufzugeben
  • Ich bin angetrieben, erfolgreich zu sein
  • Ich bin ein Vorbild für andere.

Wie ist es dir gegangen, wenn du diese Sätze gelesen hast? Hast du etwas gespürt?

Vielleicht ist nicht jeder dieser Sätze auf deine individuelle Situation übertragbar, aber sie zeigen dir auf, wie klassische Glaubenssätze aufgebaut sein sollten, damit sie ihren Zweck auch erfüllen.

Wenn du mit diesen Beispielen schon etwas anfangen kannst, ist das natürlich sehr gut. Schreibe dir diese Sätze dann aber auf jeden Fall auf, häng sie gut sichtbar an deinen Arbeitsplatz und lies sie ab sofort jeden Tag mindestens einmal durch, bevor du in deinen Tag startest. Denn nur so kannst du deinem Mindset eine Chance geben, sich nachhaltig zum Positiven zu verändern.

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Glaubenssätze täglich lesen

Viele erfolgreiche Menschen haben ihre Glaubenssätze stets dabei. Ob auf ihrem Handybildschirm, dem Desktop, in Form von Zielcollagen oder ganz simpel auf einem Stück Papier, das sie stets bei sich tragen.

Diese Form der täglichen Konfrontation mit seinen eigenen Glaubenssätzen ist deshalb so wichtig, da jeder von uns auch einmal schlechtere Zeiten durchmachen wird. Das ist auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen völlig normal.

Weil jedoch viel zu viele die Kraft ihrer eigenen Gedanken unterschätzen, vergessen sie gerade in diesen Zeiten allzu oft ihre Ziele und Visionen, die sie überhaupt dazu gebracht haben, ein eigenes Geschäft zu starten. Dies führt oftmals zu Demotivation, Frust, Versagen oder vollständigen Aus. Und so trennt sich auch hier die Spreu vom Weizen – in Unternehmer, die sich ihre Ziele und Visionen täglich neu bewusst machen und in jene, die dieses Thema vollkommen vernachlässigen. Das Tagesgeschäft ist letzterer Gruppe dabei sehr oft der größte Feind.

Stress und Alltag lassen die eigenen Ziele ins Abseits driften und man ist zurück im Hamsterrad. Ein Gefangener seines eigenen Geschäfts, ohne dessen Anwesenheit gar nichts mehr geht.

Doch genau aus diesem Hamsterrad wollen die meisten Menschen ausbrechen, wenn sie sich selbstständig machen. Und durch solche Banalitäten sind sie sehr schnell wieder darin gefangen. Damit du als Unternehmer das vermeidest und möglichst lange an deinen Zielen und Visionen dranbleibst, sind Glaubenssätze daher unausweichlich. Wie du solche Glaubenssätze für deinen maximalen Unternehmenserfolg einsetzen kannst, erfährst du hier in diesem Video:

Der entscheidende Unterschied

Hast du schon einmal mit einem Hartz-4-Empfänger gesprochen? Dann wird dir sehr schnell aufgefallen sein, dass die Gedanken eines solchen Menschen oftmals nicht gerade positiv behaftet sind. Es wird ständig geklagt und es sind Imme die Anderen, die am eigenen Versagen schuld. Aber ist das wirklich so?

Die Wahrheit ist wahrlich meist eine andere. Denn in der Regel sind es die negativen Gedanken dieser Menschen, die sie dort hingebracht haben, wo sie gerade sind. Und es sind ebenso ihre Gedanken, die sie in dieser scheinbar ausweglosen Lage verweilen lassen.

Ohne hier absichtlich Klischees bedienen zu wollen, sieht man daran recht anschaulich, welchen Einfluss unsere Gedanken tatsächlich auf unsere gesamte Lebensweise haben können. Denn sie beeinflussen maßgeblich unsere alltäglichen Aktivitäten, die uns entweder vorankommen lassen oder für Misserfolg sorgen.

Ein Gegenbeispiel gefällig? Sprich doch einmal mit einem Multimillionär und vergleiche seine Gedankenwelt mit jenen des Hartz-4-Empfängers. Dir wird sehr schnell ein großer Unterschied auffallen. Denn er wird vor Energie und Motivation nur so sprühen. Seine positive Art und Weise wirkt ansteckend und man sieht ihm deutlich an, dass er für das brennt, was er macht. Schließlich kennt er sein Warum und arbeitet kontinuierlich und beständig an der Verwirklichung seiner Träume. Auch er hat sicher bereits in Vergangenheit mit Rückschlagen zu kämpfen gehabt – doch aufgrund seiner positiven Gedanken hat er nie aufgehört, weitermachen. Es sind nämlich die schwierigen Zeiten, die uns zu wahren Gewinnern machen.

Doch zurück zum eigentlichen Thema und der Gegenüberstellung des Hartz-4-Empfängers und des Multimillionärs. Zwei Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch haben beide etwas gemeinsam: Es sind ihre Gedanken und Glaubenssätze, die ihren Lebensweg maßgeblich mit beeinflusst haben.

Sei dir deshalb bei all deinen Entscheidungen im Geschäftsleben stets der Kraft deiner eigenen Gedanken bewusst. Denn die Glaubenssätze sind mehr als einfach nur dahingeschriebene Worte oder Aussagen, die dich kurzfristig motivieren sollen. Sie können auch deinen weiteren Werdegang als Unternehmer maßgeblich prägen. Also überlege dir gut, wie du Glaubenssätze auch für dich und dein Geschäft nutzen kannst. 

Gerade in Zeiten einer Krise ist es umso wichtiger, sich dessen bewusst zu werden. Denn 2021 wird es eine Pleitwelle geben – daran besteht für zahlreiche Experten kein Zweifel mehr! Auch wir als einzelne Individuen werden daran nicht viel verändern können. Wo wir aber sehr wohl Einfluss nehmen können ist, selbst ein Teil davon zu sein! 

Denn wie du in diesem Blogartikel hier sehr anschaulich gelernt hast, werden deine eigenen Gedanken dafür verantwortlich sein, ob du gestärkt oder geschwächt aus dieser Krise hervorgehen wirst.

Transformationale Führung: So steigerst Du Deine Unternehmer-Leistung

Transformationale Führung Unternehmerleistung steigern
Transformationale Führung Unternehmerleistung steigern

Gerade in Corona- Zeiten wird immer wieder über den Führungsstil gestritten: Welche Maßnahme zu welcher Zeit? Welche Handlung verspricht Erfolg? Was ist die transformationale Führung in diesem Zusammenhang? Welcher Schritt bringt Unternehmen erfolgreich durch die Krise oder schlimmer: Direkt in die nahende Insolvenz-Welle, die jetzt ansteht. Fakt ist: Keiner wird die Unternehmen retten- außer sie retten sich selbst.

Wichtig ist, dass Du jetzt Deine eigene Unternehmer-Leistung steigerst. “Digitales Leadership” wird erforderlich. Jede/r Unternehmer/in muss sich jetzt neu- justieren, digitalisieren, neue Konzepte erschaffen, neu-denken und vor allem richtig führen.

Die digitale Vertriebsoffensive hat dies kürzlich eindrucksvoll aufgezeigt: Innovation und konsequentes, digitales Umsetzen statt Stillstand und analytische Lähmung. Eine Führungsperson mit einem herausragenden Führungsstil – unternehmerisch wie menschlich- ist in diesen Zeiten gefragt. Mitarbeiterorientierte Führung sowieso. Einen erfolgreichen Führungsstil zu finden ist Dauerthema, wenn man mit Unternehmerpersönlichkeiten spricht.

Unternehmerpersönlichkeit werden

 

Führung beinhaltet hierbei jedoch viele Ebenen: Einerseits die Führung von Mitarbeitern, sowie auch die Führung einzelner oder mehrerer Geschäftsbereiche. Es ist eine komplexe, mehrschichtige Aufgabe.

Erfolgreiche Führung ist ein Prozess

Der Rolle einer Führungskraft wird schier die Kunstfertigkeit eines Alchemisten mit Zauberkraft zugeschrieben, denn auch hier ist es wie bei der Transformation von unedlen Metallen zu Gold ein Prozess, der zugleich die Seele des Alchimisten läutern und zeitgleich eine spirituelle Verbindung mit dem Universum herstellen soll. Wie man sieht: Eine übergroße und schier unlösbare Aufgabe.

Diese veraltete Sicht auf die Dinge vermittelt leider auch den Eindruck, dass Führungskräfte die Verantwortung für beinahe fast alle Belange tragen, und impliziert, dass sie einzig und allein als Person und durch ihr Handeln einen unmittelbaren Einfluss auf den Geschäftserfolg nehmen.

Zeitgleich, dass sie auch noch die Zielerreichung der Geschäftsbereiche, die Leistungs- Erbringung und die Gesundheit der Mitarbeitenden sowie die Unternehmungskultur sicherstellen können.

Die Erfahrung und der gesunde Menschenverstand aber lehren uns, dass dies in dieser Ausprägung nicht möglich ist. Als Unternehmer/in kann man schlichtweg nicht alles allein verantworten, dennoch kann Deine Person einiges bewegen und vor allem bewirken. Dir kommt eine bedeutende Rolle in der Unternehmung zu, da Du die persönliche Anlaufstelle der Mitarbeitenden in der Unternehmung bist und verkörperst – bin sogar hin zum Vorbild-Status.

Stimmt die Unternehmer-Persönlichkeit und die vorgelebte Vorbild-Funktion, kann dies bei den Mitarbeitern (unter anderem im Vertrieb) ein regelrechtes Feuer für einen unglaublichen, betrieblichen Erfolg entfachen.
Das Verhalten einer Führungskraft strahlt immer auf seine/Ihre Mitarbeiter aus. Meister lehren Wiederrum Meister. Der wahre Meister ist nicht der mit den meisten Schülern, sondern jener, der die meisten Meister hervorbringt.

Der eine erfolgreiche Führungsstil

Gibt es “den einen”, erfolgreichen Führungsstil?

Führungsstile sind als zeitlich überdauernde und wiederkehrende Muster von  Führungsverhalten zu begreifen, die situativ in sich konsistent sind. Hier hatten wir schon eine  ultimative Übersicht an Führungsstilen 2020 für Euch im Magazin bereit gestellt.

Beim Führungsstil selbst gibt es also nicht den einen, besten Weg. Vorbildfunktion und  Führungsstile im Unternehmen teilen sich zudem zusätzlich noch auf verschiedene Ebenen  auf; hier eine kurze Auflistung mit Praxis-Beispielen dazu: 

Die Situative Führung 

Beim situativen Führen berücksichtigt man die jeweilige Situation, die Bedürfnisse und  Fähigkeiten eines Mitarbeiters oder des Teams. Was bringt in welcher Situation schnell und unbürokratisch die besten Vorteile? 

Ein Beispiel: Der Ober- Brandmeister kann beim Feuer nicht erst basisdemokratisch  abstimmen lassen, wer welche Aufgabe bei einem Löscheinsatz übernimmt. Er muss deutliche  Anweisungen geben. Vorteile und Vorbildfunktion wären hier, dass im Vorfeld schon genau  solche Einsätze durchgesprochen, eingeteilt und zugeteilt werden. Genau deshalb gibt es  immer wieder Übungen für den Ernstfall. 

Die dienende Führung 

Im Kern geht es hier darum, dass wahre Größe und Führungskompetenz aus der Erkenntnis  erwächst, dass eine große Führungspersönlichkeit zugleich auch immer Diener seiner  Untergebenen sein sollte. Merkmale wie Empathie, Vertrauen, Authentizität und  Bescheidenheit zählen zu den typischen Eigenschaften dienender Führung. 

Ein Beispiel: David Marquet, Angehöriger der US-Navy und U-Boot Kapitän, ist es z.B.  gelungen, einen für die Armee als völlig inkompatibel angenommenen Führungsstil zu  etablieren, welcher eine kompromisslose Abkehr vom blinden Befehlsgehorsam darstellte.  Anstatt hierbei nämlich nur Befehle zu geben, formulierte er Vorschläge und fing an seiner  Crew Fragen zu stellen und sie in Entscheidungen mit- einzubeziehen. Und genau dieses  Anders-Denken war richtig erfolgreich.  

Die kompetente Führung 

Hierbei ist soziale Kompetenz von Nöten, die die Fähigkeit beschreibt durch Interaktion  vermittelnde Ziele festzulegen. Zudem auch das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen  und so zu führen, dass Ziele in Taten und Resultate umgesetzt werden. Zusätzlich besteht die  Führungsfunktion in der Sicherung des Gruppenzusammenhalts und der Fähigkeit andere  Menschen zu motivieren. 

Kompetente Führungskräfte repräsentieren die Unternehmenskultur nach innen indem sie  persönlich, partnerschaftlich und respektvoll mit den Angestellten agieren. Die Worte  Respekt, Wertschätzung und Förderung sind auf dieser Ebene häufig anzutreffen – als  Teamplayer überzeugen sie durch sachliche Argumente und handeln lösungsorientiert.  Gleichzeitig verhalten sie sich verlässlich, fair und nehmen Kritik ernst. Motivation und  Kompetenzen werden hier als Vorteil geführt, wenn alle Vorteile dieser Beziehung greifen. 

Ein Beispiel: Das Erreichen eines Umsatz-Zieles wird an alle Mitarbeiter in Form von einer  hohen Provisions-Ausschüttung oder einer gemeinsamen Reise zur Team-Bildung vergütet. 

Die Führung als Coach und Mentor 

Fest steht, dass viele Führungskräfte heutzutage „Coachingverhalten” und einen Mentor Status zeigen müssen. 

Auf dieser Ebene des Führungsverhaltens werden Mitarbeitern spezifische Fähigkeiten  vermittelt und Verhaltenshinweise aufgezeigt, so dass diese Coaching-Erkenntnisse als neu  gelerntes Verhalten direkt in die betriebliche Praxis umgesetzt werden können. 

Die berufliche Relevanz und die Anliegen des Mitarbeiters in seinem Fachbereich stehen im  Mittelpunkt und werden durch den Coach und Mentor weiterentwickelt.

Ein Beispiel: Umsatz Extrem, Weiterbildung, Training, Supervision, Training on the Job und  Co. 

Als weiteres Beispiel wären hier auch noch exklusive Masterminds zu nennen, bei denen ganz  tief an der Strategie eines Unternehmens gearbeitet wird. Hier ist vor allem die  Persönlichkeitsentwicklung, Umsatz-Vervielfachung, Personal Branding, Markenaufbau und  mehr im Visier – und die unbedingte Ausrichtung auf Entscheidung Erfolg. 

Die Führung als Personalentwickler  

Die Führungsperson kennt die Bedarfe, Vorhaben und Zukunfts-Perspektiven genauso gut wie  die Potenziale und Möglichkeiten zur Entwicklung seiner Mitarbeiter. Arbeitgeber stehen  mittlerweile hart im Wettbewerb um Top-Fachkräfte auf dem Bewerbermarkt. Rekruiter  werben nicht nur um Talente, sie kämpfen um diese. Der Wandel zum Arbeitnehmermarkt hat  das Personal- Rekruiting um neue Methoden wie Employer-Branding, Personalmarketing und  Active-Sourcing erweitert. 

Ein Beispiel: Enge Anbindung an die Personalabteilung; kurze Entscheidungswege. Immer  Up to date sein bei Neu-Einstellungen, dem Schaffen von neuen Arbeitsstellen, State of the  Art sein beim Umgang mit Mitarbeitern, zu Weiterbildungszwecken und Co. 

All das sind zusammenfassend Führungsebenen und Führungs-Rollen, die zunehmend an  Bedeutung gewinnen – und die je nach Unternehmen, Branche, Team und Arbeitsbereich  gefordert sein können. Die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Führungsarbeit werden  Führungskräfte und Unternehmen auch in den nächsten Jahren herausfordern und zur weiteren  Entwicklung zwingen. 

Führungs Situation in Deutschland

Wie sieht die Führungs-Situation in Deutschland Derzeit aus? 

Gerade in Deutschland ist leider die direktive Führung noch weit verbreitet. Dabei stehen  folgende Dinge im Zentrum der Aufmerksamkeit und Schaffenskraft bei noch zu vielen  Unternehmer/innen : 

• Vorgaben 

• Disziplin 

• und Leistungsorientierung 

Achtung: In Umfeldern ohne Dynamik, ohne Veränderung und ohne Innovationszwang ist  dieser Führungsstil auch nicht unangebracht. Aber die Zeit hat sich gewandelt. Viele  Unternehmen, die sich vor allem noch immer nicht digitalisiert haben, bekommen genau das  nun zu spüren. Denn jetzt gelten in beruflichen Umfeldern die folgenden Erfolgsfaktoren: 

• Neues Denken, 

• Eigenverantwortung, 

• Inspiration zur Motivation, 

• dezentralisierte Entscheidungen, 

• und Offenheit für Veränderung und Innovation.

Was ist die Transformationale Führung in diesem  Zusammenhang?

(eine Definition) 

Die Transformationale Führung ist ein Konzept für einen Führungsstil in einer der oben  genannten Ebenen, bei dem durch das Transformieren von Werten und Einstellungen der  Mitarbeiter – hinweg von egoistischen, individuellen Zielen, in Richtung langfristiger,  übergeordneter Ziele – eine Leistungssteigerung stattfinden soll. 

Transformationale Führung Checkliste

Erfolgreich durchgeführt kann hiermit die Unternehmens- Leistung vervielfacht werden. Kurzgesagt sieht das in der Praxis so aus in einzelnen Bausteinen betrachtet: 

• es herrscht ein Idealisierter Einfluss. 

• Inspirierende Motivation wird betrieben. 

• eine Intellektuelle Stimulierung angefacht. 

• Individuelle Berücksichtigung. 

• auf Kompetenzen Wertschätzung eingegangen. 

Führungskräfte müssen in diesem Erfolgsmodell also mit Ihrem idealen Einfluss als Vorbild  fungieren, inspirieren, motivieren, intellektuell anregen und individuell einzelne Mitarbeiter  in Ihren Stärken berücksichtigen. 

Die Transformationale Führung, als zentraler Ansatz in der Führungsforschung ist keine neue  Raketenwissenschaft: 

Im englischen Transformational Leadership genannt, wird genau das nämlich bereits seit fast  drei Jahrzehnten intensiv diskutiert und erforscht. Auch im deutschsprachigen Raum ist das  Forschungsinteresse in den vergangenen Jahren immer wieder mal stark angewachsen. Zeit  umzudenken und genau das nun anzuwenden. 

Transformationale Führung so gehts

So implementiert man die Erfolgsfaktoren

Zentral gesehen stehen hier Engagement, Loyalität und Selbstdisziplin im Fixpunkt der  Aufmerksamkeit. Der Fokus sollte beim Umsetzen auf folgende Ziele gelenkt werden: 

• Auf das Potential der Mannschaft achten. 

• Mitarbeiter sollen selbstständiger gemacht werden. 

• Sie sollen so motiviert werden, dass sie in Eigeninitiative wirklich herausfordernde  Ziele angehen. 

• Das geht nur bei klarer und offener Kommunikation

• Sowie einer soliden Vertrauensbasis. 

• Die Entwicklung individueller Stärken muss gefördert werden. 

• Teamzusammenhalt anvisiert werden (Gemeinsame Unternehmungen, Abende, Boni Leistungen). 

• Die Herstellung eines gefühlten Zusammenhalts. 

• Kreativität anregen bei Problemlösungen. 

• Herstellung eines selbstbewussten Annäherung-Prozesses bei Problemfällen im  Unternehmen. 

• Die allgemeine Inspiration, aus Unternehmersicht zu handeln. 

• Zugang zu Weiterbildung, Digitalisierung und dessen Anforderungen herstellen.

Die transformationale Führung Kritik 

Natürlich gibt es auch bei diesem Führungsweg Kritik – wie es immer bei erfolgreichen  Dingen ist. Diese liegt jedoch in einem anderen Ursprung begründet, wenn man sich das  Unternehmerbild in Deutschland genauer betrachtet: 

Viele Führungskräfte sind so stark im operativen Geschäft eingebunden, dass ihnen die Zeit  für wichtige strategische Aufgaben und insbesondere für die Führungsaufgabe fehlt. 

Gerade heute, wo auf dem Markt in vielen Bereichen schon eine Knappheit von Fach Arbeitskräften herrscht, ist es wichtig, Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden.  Kommunikation, Entwicklung und Motivation sind die Stichworte, die dabei eine wichtige  Rolle spielen. Gerade die Kommunikation mit den Mitarbeitern bleibt aber bei vielen  Führungskräften auf der Strecke. 

Genau das wird oft fatal im Entwicklungs-Prozess eines Unternehmens. Es wird zum Teil  einfach zu wenig oder völlig falsch kommuniziert. Statt zu motivieren werden auf diese Art  und Weise ungewollt Zustände geschaffen, die demotivierend auf das gesamte Unternehmen  und das Umfeld wirken. 

Kritiker sagen demnach aus, dass eine starke Differenzierung von einzelnen  Mitarbeitern/Stärken/ Gehältern und Verantwortungs- Zuteilungen zu Problemen und  reduzierter Leistung in Teams und auch im ganzen Unternehmen führen kann. 

Die Chance, dass dieses Modell transformational Leadership funktioniert, steht und fällt  eindeutig mit der Vorbildfunktion der Führungsperson und dessen Kommunikation und  Entscheidungs- Kompetenz. Genau das kann man aber erlernen.

Führungskraft und Digitaler Leader

Fazit: “Digitales Leadership” und neue Wege werden  erforderlich sein

Die Welt hat sich verändert – und die Unternehmerwelt wird mitziehen. Wir brauchen wieder  mehr Vorbilder und Werte. Und genaue diese Werte müssen vorgelebt werden – hin zum  werte-basierten Führen. 

Je umfangreicher Du als Unternehmer/in und Vorbild in das operative Geschäft eingebunden  bist, desto schwieriger wird eine transformationale Führung – wo wir wieder beim  Alchemisten vom Anfang wären. Genau das gilt es zu entzerren. Aufgaben erfolgreich auf  mehrere Schultern zu verteilen und somit den Weg für den Gesamterfolg des Unternehmens  zu schaffen. 

Die Herausforderung der Führungskraft in den neuen Strukturen besteht wie bisher darin,  Ziele zu erreichen. Das Ganze aber unter maximaler Beteiligung der Mitarbeiter – in neuen  Prozessen und Strukturen wie der genannten, transformationalen Führung. 

Wenn man es erlernt, sich selbst als Chef/Chefin und Führungspersönlichkeit gut zu  verkaufen und diesbezüglich kommunikativ gute Entscheidungen für sich, sein Unternehmen  und sein Team zu fällen, kann dies ein ganz tolles Konzept sein, denn:

Die Anforderungen an Führungskräfte werden ständig ausgeweitet und erhöht. Reichte vor  etwa 15 Jahren noch eine hohe Fachkompetenz und die grundlegende Führungskompetenz im  Bereich “Weisung und Kontrolle” allein aus, erwartet man heute umfassende soziale Affinität,  Lernbereitschaft, Weiterbildung an sich selbst und insbesondere auch mehr  Führungskompetenz. 

Die Führungskraft ist für das bedeutsamste und  sensibelste Kapital eines Unternehmens verantwortlich:  Die Menschen! 

Sie müssen Vertrauen. Diesen Bedingungen muss die Führungskraft gewachsen sein. Sie  muss Kompetenzen sichten, sehen und fördern können. Durch flache Hierarchien hat sich die  Führungsspanne kontinuierlich erhöht. Der Anspruch an die Führungsaufgabe ist deutlich  gestiegen. Die Führungskraft muss ihre Aufgaben neu strukturieren und eben diese neuen  Instrumente einsetzen, um die Aufgaben effektiv bewältigen zu können. Die genannten  transformationale Führung Beispiele verdeutlichen genau das. 

Vereint man das Potential der Mannschaft emotional hinter sich als Vorbild ist viel geschafft.  Die Transformationale Führung ist eine Möglichkeit sich dahin zu entwickeln. Der Rest ist ein Prozess, Digitalisierung, Innovation und die richtigen Köpfe zur richtigen  Zeit. Dann ist der Entscheidung für den Erfolg der Weg geebnet.

Erfolgsfaktoren für den Vertrieb im Jahr 2021

Erfolgsfaktoren im Vertrieb 2021

Erfolgsfaktoren für den Vertriebsalltag wollen gelernt sein. Seit Covid-19 steht die ganze Unternehmerlandschaft vor einem ungeheuren, digitalen Wandlungsprozess. Genau deshalb gilt es jetzt, Neuerungen und Innovationen im Vertrieblichen Prozess unbedingt einzusetzen – und vor allem umzusetzen. So bleibt Dein Unternehmen nicht auf der Strecke und sticht aus der Masse hervor.

Hier eine Vorschau auf die Erfolgsfaktoren für das Jahr 2021, die für Deinen vertrieblichen Erfolg maßgeblich sein werden…

Was sind DIE Erfolgsfaktoren 2021 generell?

Erfolgsfaktoren sind in der Betriebswirtschaftslehre die Ursachen für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens. Dies klingt zunächst einmal sehr theoretisch – deshalb hier eine Übersicht aus der Praxis zusammengetragen.

Folgende Punkte sind bereits abgestimmt auf das neue Jahr – im Verlauf des Textes werden wir noch gezielter auf die Handlungsabläufe/Integrationen zur vertrieblichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren eingehen:

  1. Die richtige Strategie bedeutet: Die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist eine klare Strategie und Positionierung. Hast Du diese Strategie für 2021 nicht komplett und nachhaltig aufgebaut und ausgebaut, wirst Du in Zeiten der Digitalisierung keine Chance haben. Wie Du diese Strategie ausarbeitest und umsetzt, lernst Du in unseren Kursen und Schulungen online wie offline.
  2. Das Management  zu Deutsch Verwaltung, ist ein Anglizismus für jede zielgerichtete und nach ökonomischen Prinzipien ausgerichtete menschliche Handlungsweise der Leitung, Organisation und Planung in allen Lebensbereichen. Gutes Management bedeutet durch die Zeiten des Erfolges wie auch des Misserfolges (beispielsweise eine drohende Insolvenz 2021) führen zu können. Gutes Management bedeutet aber auch sich selbst, seine Gesundheit und sein Privatleben so zu managen, dass man für alle Herausforderungen topfit bleibt.
  3. Die Werthaltung bedeutet die Einstellung zu ideellen Werten im Unternehmen. Beispielsweise wie man Menschen mit unterschiedlichsten kulturellem oder arbeitstechnischem Background/ Fähigkeiten zu einem Team formt, welches letztendlich gemeinsame Werte und damit gemeinsame Ziele vertreten kann und auch gemeinsam final umsetzen wird. 
  4. Die Struktur bedeutet ein Gefüge/ ein Team zu erschaffen, welches aus Teilen besteht, die wechselseitig voneinander abhängen; aber ein in sich strukturiertes Ganzes abbilden. Hierachie-Ebenen also, die durch vorbildliche Zusammenarbeit (beispielsweise durch den transformationalen Führungsstil) exellente Arbeit abliefern, weil die Struktur und damit die Aufgaben gut verteilt sind.
  5. Die unternehmerische Innovation hat gerade 2021 in Zeiten des Umbruchs zur Digitalisierung eine enorm wichtige Eigenschaft inne, die man unbedingt und auch im vertrieblichen Sinne vorweisen muss: Eine geschulte, innovative Denkweise, die in jeder Neuerung ein Potential zur Verbesserung des Geschäftsmodells sieht. Läßt man den Innovationsgedanke in dieser Zeit außer Acht oder nimmt man Innovations-Gedanker seiner eigenen Mitarbeiter nicht ernst, kann man gleich einpacken. Die Welt wandelt sich – und Dein Unternehmen mit Ihr. Als konkretes Beispiel ist unsere Digitale Vertriebsoffensive zu nennen, die sich als Lösung zu den Offline-Veranstaltungen im letzten Jahr innovativ durchgesetzt hat – mit Erfolg!
  6. Die Zusammenarbeit bleibt weiterhin ein ernormen Erfolgsfaktor. Alleine kann man es nicht schaffen, denn keiner ist auf jedem Gebiet eine Koryphäe: Gemeinsames Arbeiten, erfolgreiches Outsourcen, Bündelung von Stärken u.a. im vertrieblichen Know-How und das Wirken an der gleichen Sache, auf dem gleichen Gebiet – ebnen in der Regel immer den Gemeinsamen Erfolg.
  7. Die Arbeitsmittel sind in der Organisationslehre die einem Aufgabenträger zur Erfüllung einer Arbeitsaufgabe im Produktionsprozess zur Verfügung stehenden Arbeitsgeräte. Für das Jahr 2021 heißt das: Ein für die Zielgruppe passendes, am besten auf Digitalisierung eingestelltes- sowie abgestimmtes CRM (Customer-Relationship-Management) zu haben, welches für das Kundenbeziehungs-Management, die Aquise von Neukunden, die Kundenpflege, die Vertriebsstrategie etc. förderlich und vor allem von den Mitarbeitern konstruktiv eingesetzt werden kann. Sind die ausgewählten Arbeitsmittel und CRM´s leicht verständlich und somit auch für neu-eingestellte Mitarbeiter schnell zu handeln, kann auch das ein enormer Erfolgsfaktor für Deinen vertrieblichen Erfolg 2021 abbilden.


7 Erfolgsfaktoren

So geht die Umsetzung der Erfolgsfaktoren im Vertrieb

Fangen wir an. Um die Strategie/ den Motor für das Unternehmen im Jahr 2021 zu finden, kann der Weg in der Praxis wie folgt aussehen:

Zunächst einmal ist die Frage zu stellen, wofür das Herz Deines Unternehmens eigentlich schlägt. Darauf folgt die Beantwortung der Frage, ob man seinen Vertrieb als

A) Einen Lösungsvertrieb ansieht…

hierbei ist das wesentliche Merkmal, dass der Vertriebsteam immer auf Augenhöhe mit dem Käufer agiert und reagiert. Ein ganzheitliches Lösungskonzept für den Kunden steht noch vor den Leads, Abschlußzahlen und Gewinn-Maximierungen. Diese kommen erst später.

Eigene Produkte mit und durch die Kundenerfahrung/Pflege zu erschaffen, dabei enorm viel Zeit zu investieren und überdies vor allem einen nachhaltigen Kundenstamm und somit Beziehungen zu erschaffen, stehen im Fixpunkt dieses vertrieblichen Erfolges.

oder B) Als Produktvertrieb Einstuft

Hierbei wird sich vor allem darauf fokussiert, die Probleme des Kunden weitestgehend mit den Produkten Deines Unternehmens zu lösen.

Entgegen des Lösungs-Vertriebes wird hierbei KEIN Gesamtkonzept für den Kunden erarbeitet, sondern es werden die eigenen Produkte (oftmals nach Standart-Prozessen erschaffen) in den Mittelpunkt gestellt.

Dein Vertriebsteam entwickelt also die Strategie, die Vertriebswege und die Ziele. Dann wird das alles operativ umgesetzt und so angepasst, dass ein anhaltender Erfolg entsteht, der immer wieder durch das Team organisatorisch an veränderte Umwelt- und Umfeld-Bedingungen angepasst wird. 

Es gibt aber auch noch eine dritte Möglichkeit- ein Erfolgsfaktor im Vertrieb, der innovativ, aber noch nicht so oft genutzt wird; der sogenannte

Value-Based Sale

Hierbei geht es ausschließlich um der Erfolg im Vertrieb auf Basis von Werten. Wir hatten das oben unter Punkt 3 Werthaltung.

Auch so kann ein echter und vor allem nicht auf niedrigeren Preise oder Produkt-Eigenschaften bezogener, echter Wettbewerbsvorteil strategisch aufgebaut werden.

Vermittelt man den Kunden nämlich, dass Ihr Angebot Mehrwert oder wertsteigernden Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz beeinhaltet, stellt sich Ihren Kunden die Preisdiskussion nicht mehr. Bestes Beispiel ist das Flagschiff Apple: Auch hier schauen die Kunden nicht mehr auf den Preis – Apple ist für Sie ein für andere Anbieter unerreichbarer Werte-Pionier.

Hierzu bedarf es im übrigen (unter anderem) die besten und qualifiziertesten Verkäufer, um diese Glaubhaftigkeit  und Effekte zu erschaffen.

Kenne Deine Wettbewerber

Kennst Du Deine Wettbewerber?

Ein unbedingtes Muss! Viele sind bereits daran gescheitert, weil Sie Ihre Wettbewerber im Vorfeld nicht umfangreich analysiert haben. Im nationalen sowie auch internationalen, globalisierten Wettbewerb nämlich stehen Unternehmen immer unter einem permanenten Konkurrenzdruck.

Jener Konkurrenzdruck erfolgt über Preise (bestes Beispiel Amazon in der Anfangszeit, die immerzu und jahrelang rote Zahlen schrieben), bis irgendwann die Pole-Position im Markt erreicht war. Aber wer hält das so lange durch?

Mann kann aber auch über neue Angebote, Dienstleistungen oder Produkte, die neue Marktpartner und Verdrängungswettbewerber eingrenzen, analysieren und torpedieren.

Zeitgleich muss man auch und vor allem unbedingt beachten, dass auch Kunden immer anspruchsvoller werden. Sie haben mittlerweile gelernt zu googlen und online Preise zu vergleichen.

Deshalb gehört es für den vertrieblichen Erfolg auch dazu, die Kundenbedürfnisse ständig zu analysieren und Ihre Angebote genau darauf abzustimmen; auch mal Bestandskunden zu befragen.

Daraus folgt eine tolle Erkenntnis: Noch bessere Lösungen und Produkte, langfristige Bindung und damit vor allem eines – der nachhaltige Erfolg Deines Vertriebes trotz aller Wettbewerber, die diese nötigen Schritte eben nicht tun. Genau das ist Dein Wettbewerbs-Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Erstkontakt – so trittst Du richtig auf

Jede/r Vertrieblerin ist oftmals auf der Suche nach dem heiligen Gral – dem Königsweg für die erste Kontaktaufnahme. Auf diesem Weg wird oft viel falsch gemacht- denn:

Oftmals sind genau diese Versuche nicht zielführend. Zeitgleich gehen sie oft in der Masse unter. Ein Modell, welches 2021 noch funktioniert bei einer Kaltaquise ist die sogenannten BASHO- Vertriebsmethode, welche wie folgt funktioniert:

Hierbei wird eine sehr personalisierte Mail verfasst, welche sich direkt an den Entscheidungsträger richtet. Ziel dieser Mail ist es, ein direktes Telefonat mit dem Entscheidungsträger zu bekommen. Ganz schön tricky, aber machbar. Denn genau mit dieser Methode (und reichlich Vorarbeit/Info-Einholung natürlich) vermittelt man dem Entscheidungsträger das gute Gefühl, sich mit genau seiner Position/seiner Rolle/seinem Unternehmen auseinandergesetzt zu haben.

95% der Kundengespräche kannst Du heutzutage übrigens vorqualifiziert über das Internet online erreichen; ganz ohne Kaltaquise.

meine Meinung zur Kaltaquise Als Erfolgsfaktor

Was kann man Vertrieblich 2021 noch tun ?

Weitere Erfolgsfaktoren- Hacks für 2021

Einen Expertenstatus muss man sich über lange Zeit erarbeiten. Das geht nicht von heute auf morgen- sondern ist auch wieder ein oft langwieriger Prozess. Hierzu gehört es auch immer wieder dazu, dass man tatsächlich aktiv auf seine Alt- wie Neu-Kunden zugeht. Welche Nöte haben Sie? Welche Sorgen? Welche (neuen) Lösungen wünschen sie sich womöglich von Deinem Unternehmen? Wie kannst Du persönliche Bindungen aufbauen als Unternehmer/in , um im Gedächtnis zu bleiben?

Erfolgsfaktoren2021

Hierzu gehören im Detail….

  • regelmäßige, systematische Erfassung und Analyse (bestenfalls über ein funktionierendes CRM-System)
  • Bedürfnisse und Erwartungen Ihrer Kunden sowie deren Umsetzung in den eigenen Produkten, Dienstleistungen und interaktiven Prozessen.
  • Informationsaustausch und gegenseitige Wertschätzung
  • wie auch kleine Geschenke, Geburtstagsgrüße, Dankeskarten, Anrufe und Weiter-Empfehlungen, die die Freundschaft und somit ein stabiles Kundenbestehen im Sinn haben.
  • Der Perspektivwechsel. Wie fühlt sich Dein Kunde, wenn Du auf diese oder jene Weise mit ihm umgehst?
  • Persönliche Präsenz- und Präsenz-Veranstaltungen. Persönlicher Kontakt prägt immernoch besser als Digitale Zoom-Calls. Genau das musste man 2020 oftmals aussetzen, ist aber (sobald 2021 wieder möglich) unbedingt von Nöten.
  • Denn nur im persönlichen Dialog mit Deinen Interessenten ohne den virtuellen Raum dazwischen wirkt der Faktor Aufmerksamkeit ganz gleich ob B2B oder B2C einfach nachhaltiger.
  • Charmantes Nachfassen und Verbindlichkeiten durch geschickte Rhetorik schaffen. Kein Überrumpeln, sondern Telefontermine die beiderseits im Vorfeld vereinbart wurden. Auch das schafft eine Wohlfühl-Atmossphäre und mehr Abschluss-Möglichkeiten.
  • Zielsetzungen durch Zielsystem, Tages und Erfolgsplanung mit-einbeziehen. Nur der/diejenigen, die Struktur, Strategie und Plan haben, können 2021 Schritt für Schritt am Ihrer Entscheidung zum Erfolg arbeiten.
  • Prioritätensetzung statt To-Do-Listen . Genau das ist 2021 auch vertrieblich gesehen ein enormer Erfolgsfaktor.
  • Delegieren von Aufgaben an die richtigen Personen zur richtigen Zeit um Deadlines zu halten ist ebenso ein Erfolgsfaktor unternehmerischen Auftretens.

Erfolg haben

Das Erfolgsfaktoren 2021 FazIT:

Wer etwas zu bieten hat, kann Attacke machen. Erfolgsfaktoren kommen nicht über Nacht- sie wachsen. Sie sind ein Prozess. Mit Plan, Struktur und Strategie dahinter.

Dein Unternehmen und Deine Mitarbeiter werden mit den richtigen Stellschrauben zusammen wachsen – die neuen Märkte entstehen gerade jetzt. Die Digitalisierung fordert von uns genau jetzt innovatives Umdenken und die unbedingte Forderung nach Lösungsmöglichkeiten – für uns und unsere Kunden.

Jede Top-Marke hat eine Strategie und Erfolgsfaktoren, die sie verfolgt. Je klarer die Strategie und die Faktoren formuliert und umgesetzt sind, desto leichter reagiert man auf die Marktveränderungen 2021. Die Erfolgfaktoren, die wir Dir hiermit an die Hand gegeben haben, sind vor allem Schlüsselfaktoren für einen kontinuierlichen Erfolg im Vertrieb.

Mit der Scrum Methode dein Unternehmen unterstützen

Scrum Methode

Wer auf der Suche nach einer modernen und erfolgversprechenden Management Methode für sein anstehendes Projekt ist, der sollte auch prüfen, ob nicht auch eine der agilen Management Methoden passen könnte. Eine der erfolgreichsten der agilen Management Methoden ist die Scrum Methode, die wir hier kurz vorstellen wollen.

Die Entstehung der Scrum Methode

Der Begriff Scrum (englisch für Gedränge) stammt aus dem Rugby Sport und bedeutet „angeordnetes Gedränge“. Der Begriff ist gut gewählt, denn die Scrum Methode ist ein Rahmenwerk für die Zusammenarbeit im Scrum-Team, welches selbstorganisiert eine Produktentwicklung umsetzt. Also ein Team von Entwicklern, die in dem „angeordneten Gedränge“ eigenständig und selbstorganisiert die Entwicklungsarbeit umsetzen.

Die Scrum Methode ist eine der agilen Projektmanagement Methoden, die alle ihre Ursprünge in der frühen Softwareentwicklung haben. Die Herausforderung besteht darin, dass es zwar eine Vision davon gibt, was entwickelt werden soll. Jedoch keinerlei Erfahrung darin existierte, wie dies zu entwickeln ist. Diese Aufgabe war mit den bekannten Projektentwicklungs Methoden nicht zu realisieren, es musste ein neuer Ansatz entwickelt werden. 

Bei den agilen Projektmanagement Methoden, so auch bei der Scrum Methode, wird die gesamte Projektentwicklung in viele kleine Etappen aufgeteilt. Man startet in der ersten Etappe, in dem bereits bekannte Entwicklungen in die gewünschte Richtung weiterentwickelt werden. Das Ergebnis dieser ersten Entwicklungsphase wird dann auf seine Tauglichkeit hin getestet. Wenn diese erste „Weiterentwicklung“ gelungen ist, dann beginnt auf deren Grundlage die nächste Weiterentwicklung. So kommt man mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Zwischenschritt dem Entwicklungsziel immer näher. 

Es kann aber auch passieren, dass eine Weiterentwicklung nicht das gewünschte Ergebnis bringt, dann wird diese verworfen und die Weiterentwicklung neu begonnen.

Auf der anderen Seite kommt es bei diesen Produktentwicklungs Methoden häufig vor, dass einige Entwicklungsschritte ganz neue und im Vorfeld noch gar nicht bedachte Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. So kommt es häufig vor, dass das ursprüngliche Entwicklungsziel erweitert oder sogar gänzlich geändert wird. Und am Ende ein anderes Ergebnis herauskommt als zu Anfang geplant. Der Entwicklungsprozess ist eben agil, flexibel und sich selbst verändernd.

Die Besonderheiten der Scrum Methode.

Die meisten der über 40 unterschiedlichen Projektmanagement Methoden sind immer detailliertere Methoden für ganz bestimmte Anwendungsbereiche. Ganz anders die Scrum Methode, diese ist absichtlich sehr offen und variabel gestaltet, damit diese auf möglichst viele Projektentwicklungen angewendet werden kann. Die Scrum Methode kannst du für nahezu jedes Projekt, jede Entwicklung oder Dienstleistung nutzen.

Der Aufbau der Scrum Methode.

Die Scrum Methode soll einen Rahmen für die Entwicklungsarbeit geben, der an jedes Projekt angeglichen wird. Deshalb hat diese Methode möglichst wenige Werkzeuge und Rollen, um eine größere Flexibilität ermöglichen zu können.

Das Scrum-Team besteht aus den drei Rollen: Produkt-Owner, Entwicklungsteam und Scrum-Master. Die Gesamtheit dieser drei Rollen bildet das innere Scrum-Team. Äußere Beteiligte nennt man Stakeholder, dies können die Kunden oder Auftraggeber, die Anwender oder das Management der eigenen Firma sein. Alle Stände der Entwicklung, jeder Fortschritt und sämtliche Zwischenergebnisse sind für alle Stakeholder transparent.

Product Backlog:

Das Ziel der Entwicklung wird über eine Auflistung der Anforderungen und Wünsche an das Produkt definiert, diese Auflistung wird Product Backlog genannt. In das Product Backlog werden alle Sprints und deren Increments eingetragen. Und das Product Backlog immer wieder angepasst und teilweise auch verändert.

Sprints, Sprint Planning und Sprint Backlog:

Die gesamte Entwicklungsarbeit wird in kleine einzelne Abschnitte aufgeteilt. Jeder einzelne dieser kleinen Arbeitsabschnitte wird Sprint genannt. Was und wie im kommenden Sprint entwickelt werden soll, wird im Sprint Planning festgelegt und im Sprint Backlog festgehalten.

Daily Scrum:

Zu Beginn eines jeden Arbeitstages wird eine kurze Gesprächsrunde von ca. 15 Minuten abgehalten, in der jeder einzelne Mitarbeiter aus dem Entwicklerteam seinen aktuellen Entwicklungsstand vorstellt. Es wird berichtet, woran man gerade arbeitet, was man am Vortag erreicht hat, was man für den heutigen Tag plant hat und welche Probleme oder Hindernisse aufgetreten sind. In dieser Runde werden keine Probleme gelöst oder diskutiert, es ist ein reiner Informationsaustausch, damit jedes Team Mitglied immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklung ist.

Increment:

Am Ende eines jeden Sprints soll ein funktionstüchtiges Ergebnis entstehen, dieses nennt man Increment.

Sprint Review:

In der anschließenden Sprint Review wird das Increment bewertet und eine eventuelle Anpassung des Product Backlogs, das sogenannte Product Backlog Refinement besprochen.

Definition of Done (DoD):

In der Definition of Done legt das Team die Bedingungen fest, die erfüllt sein müssen, damit ein Increment als fertig entwickelt gilt und dem Kunden übergeben werden kann. Darin sind auch die Qualitätskriterien, Testbedingungen und Kommentare enthalten.

Definition of Ready (DoR):

Die Definition of Ready ist der nächste Schritt. Sie soll sicherstellen, dass wirklich alle Schritte des Sprints erledigt wurden und ein neuer Eintrag in das Product Backlog erfolgen kann. Darin ist auch festgelegt, wie dieser Eintrag auszusehen hat.

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Die 3 Rollen der Scrum Methode:

Der Product-Owner:

Der Product-Owner ist für die Eigenschaften der Produktentwicklung und für den wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich. Er pflegt das Product Backlog. Er erstellt und priorisiert die zu entwickelnden Eigenschaften und Inhalte der Sprints. Er ist für die Balance aus: den zu entwickelnden Eigenschaften, den Auslieferungszeitpunkten und den Kosten verantwortlich. Und er hält regelmäßig Rücksprache mit den Stakeholdern. Der Product-Owner ist eine einzelne Person, kein Gremium aus mehreren Personen.

Das Entwicklungsteam:

Das Entwicklungsteam übernimmt die eigentliche Entwicklungsarbeit, wie diese im Product Backlog aufgeführt ist. Dabei arbeitet das Entwicklungsteam absolut selbstorganisiert, es lässt sich von niemandem vorschreiben, wie die einzelnen Entwicklungsschritte umgesetzt werden. Auch nicht vom Product-Owner, Scrum-Master oder einem Stakeholder. Ein Entwicklungsteam besteht aus mindestens 3 Mitgliedern, es sollten jedoch maximal nicht mehr als 9 Mitglieder sein. 

Die Teams sind interdisziplinär besetzt, um alle für die Entwicklung notwendigen Fähigkeiten und Expertisen abdecken zu können. Wie zum Beispiel: Architekt, Entwickler, Tester, Dokumentationsexperte, Datenbankexperte und so weiter. Die idealen Teammitglieder sind sowohl Experten als auch Generalisten, um das nötige Fachwissen für die Entwicklung mitzubringen, aber auch anderen Teammitgliedern bei deren Arbeit helfen zu können. Alle Ergebnisse in der Entwicklungsarbeit, egal ob positiv oder negativ, werden keinem einzelnen Mitarbeiter zugeordnet, sondern immer dem gesamten Team.

Der Scrum-Master:

Der Scrum-Master ist der Coach des Entwicklerteams, sozusagen eine dienende Führungskraft. Er arbeitet mit dem Entwicklerteam eng zusammen, gehört aber nicht dazu. Seine Aufgabe besteht hauptsächlich darin, eine Atmosphäre zu schaffen, die optimale Entwicklungsarbeit ermöglicht. Er überprüft die Einhaltung der Scrum Regeln und kümmert sich um die Behebung von Störungen. Dies können auch persönliche Konflikte im Entwicklerteam oder mangelnde Kommunikation sein. Aber auch Störungen durch die Zusammenarbeit mit dem Product-Owner und den Stakeholdern. Und er moderiert die Sprint Retrospektiven, das Sprint Planning und das Backlog Refinement.

Scrum Methode

Die drei Stakeholder:

Als Stakeholder werden im Scrum die Rollen bezeichnet, die nicht zum Scrum-Team gehören, aber dennoch wichtige Funktionen in der Produktentwicklung haben.

Kunden:

Bei den Kunden unterteilt man zwischen internen Kunden und externen Kunden. Zu den internen Kunden zählen zum Beispiel, andere Abteilungen der Firma, für die ein Produkt entwickelt wird. Und externe Kunden sind demnach fremde Firmen oder Personen, die eine Produktentwicklung in Auftrag geben. Die Produktentwicklung findet in einem regelmäßigen Austausch zwischen Scrum-Team und den Kunden statt. Der Product-Owner steht in einem sehr engen Kontakt mit dem Kunden und bespricht alle Sprints und Incements mit denen.

Anwender:

Die Anwender sind die Personen, die mit dem entwickelten Produkt arbeiten. Ein Anwender kann, muss aber nicht der Kunde direkt sein. Für das Scrum-Team sind die Anwender besonders wichtig, deren Erfahrungen und Berichte aus der praktischen Arbeit mit dem Produkt gehen in die Entwicklung ein.

Management:

Das Management trägt die Verantwortung für die Rahmenbedingungen. Dazu gehören die Bereitstellung der nötigen Räumlichkeiten und der Arbeitsmittel sowie die adäquate Zusammensetzung des Scrum-Teams.

Die drei Säulen der Entwicklungsarbeit.

1. Transparenz: 

Alle wesentlichen Bestandteile der Entwicklung, jeder Fortschritt und auch jedes Hindernis und jeder Fehler werden regelmäßig dokumentiert und sind allen Teammitgliedern jederzeit zugänglich.

2. Überprüfung: 

Alle Entwicklungsergebnisse, alle „Sprints“ werden regelmäßig abgeliefert und diskutiert.

3. Anpassung: 

Alle Anforderungen sowie die Pläne und Vorgaben für die „Sprints“ werden regelmäßig geprüft und angepasst. Es erfolgt eine ständige Überprüfung der Ist-Zustände mit der Vision und Idee von Endergebnis. Und somit eine kontinuierliche Anpassung der Entwicklung dem Ziel zugewandt.

Die wichtigsten Vorteile von Scrum:

  • Wenige Regeln, daher leicht verständlich und schnell umsetzbar
  • Kurze Kommunikationswege
  • Hohe Flexibilität und Agilität durch das adaptive Planen
  • Bessere Motivation und höhere Effektivität durch die Selbstorganisation
  • Transparenz durch regelmäßige Besprechungen
  • Zeitnahe Realisation neuer Produkteigenschaften
  • Kontinuierlicher Entwicklungs- und Verbesserungsprozess
  • Kurzfristige Problem-Identifikation und Lösung
  • Geringer Administrationsaufwand

Die größten Nachteile von Scrum:

  • Kein Gesamtüberblick über die komplette Entwicklungsarbeit
  • Hoher Kommunikations- und Abstimmungsaufwand
  • Wenige konkrete Handlungsvorgaben
  • Zeitverluste bei zu „defensiven” Sprint Planungen
  • Hohe „Tunnelblick-Gefahr”
  • Nur bei Großprojekten, erschwerte Koordination mehrerer Entwicklungsteams
  • Potenzielle Verunsicherung aufgrund fehlender Zuständigkeiten und Hierarchien
  • Eventuelle Unvereinbarkeit mit bestehenden Unternehmensstrukturen

Nachteil von Scrum, aus juristischer Sicht:

Da das Wesen der Scrum Methode darin besteht, flexibel und agil eine Produktentwicklung auf der Grundlage der Definition der Wünsche und Vorstellungen an das Ergebnis der Entwicklung umzusetzen. Es also im Vorfeld keine genauen Festlegungen gibt, was genau wann und wie entwickelt wird. Und häufig nicht einmal festgelegt werden kann, was die Entwicklung kosten wird. 

Ist es nahezu unmöglich, eine Produktentwicklung mit der Scrum Methode in einen normalen Werkvertrag einzubinden. Besonders unter den Gesichtspunkten der Produkthaftung. Dies führt dazu, dass bei Streitigkeiten über die Produktentwicklung keine eindeutige Aussage zur Vertragserfüllung getroffen werden kann.

Scrum Methode

Fazit zur Projektmanagement Methode Scrum:

Die Wahl der optimalen Projektmanagement Methode für ein geplantes Projekt ist abhängig von etlichen Faktoren wie zum Beispiel:

  • Was ist es für ein Projekt.
  • Was soll entwickelt werden oder was ist das Ziel des Projektes.
  • Wie aufwendig ist die Entwicklungsarbeit.
  • Gibt es genaue Vorstellungen von der Entwicklung.
  • Sind die einzelnen Entwicklungsschritte und Tätigkeiten bekannt.
  • Besteht die Möglichkeit, die Entwicklungsarbeit ständig zu begleiten.
  • Ist die Bereitschaft vorhanden, einen Abstimmungsaufwand in Kauf zu nehmen.

Wenn es sich um einen hochkomplexen Entwicklungsauftrag handelt. Von dem es zwar eine Vision gibt, was am Ende entstehen soll, was das Produkt können soll und welche Funktionen enthalten sein sollen. Bei dem es sich jedoch nicht abschätzen lässt, wie das Produkt genau entwickelt werden kann, wie aufwendig die Entwicklung sein wird, wie lange die Entwicklung dauern wird und welche Probleme und Hindernisse auftreten könnten. Dann kann dieses Projekt nur mit der Hilfe einer der agilen Projektmanagement Methoden angegangen werden und dann ist die Scrum Methode optimal dafür geeignet.

Aber Vorsicht! Da es noch keine Idee von dem Aufwand und der Arbeit zu dieser Produktentwicklung gibt, kann auch keine nähere Aussage zu den Kosten und dem nötigen Zeitaufwand für die Produktentwicklung gemacht werden.

Es kann sein, dass die Entwicklung viel teurer wird als im Vorfeld gedacht und dass noch vor der Beendigung der Entwicklung das Geld ausgeht. Und es kann sein, dass die Entwicklung zu aufwendig und zu komplex ist und dass das erhoffte Ziel nicht erreicht werden kann. Es gibt keine Garantie für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes.

Das Scrum Projektmanagement kann die Komplexität und Schwierigkeit der Produktentwicklung nicht verringern, jedoch durch die Aufteilung in kleine überschaubare Teilentwicklungen, die Planung und Umsetzung wesentlich erleichtern.

Business Process Reengineering – Für deinen Erfolg!

Business Process Reengineering

Das sogenannte Business Process Reengineering wird immer dann genutzt, wenn Unternehmen grundlegende Veränderungen in der Struktur und im Aufbau des Unternehmens ansteuern. Dazu gehören neben der Optimierung von Abläufen auch eine neue Strukturierung der Aufgaben.

Was Business Process Reengineering vorsieht

Das Business Process Reengineering wurde in den 1990er-Jahren von Michael Hammer und James Champy geprägt. In der Zeit, in der die Wirtschaft einen essenziellen Aufschwung erlebte, wurden Unternehmen durch diese radikale Form der Umwandlung vom Grundgedanken an neu aufgebaut. Grundsätzlich steht nicht die Gewinnerhöhung im Vordergrund, sondern das mit der Zeit gehen und eine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

  • Durch den Wandel der Zeit, in der sich auch das Gedenken und die Technik weiterentwickelt haben, greift das Business Process Reengineering, um Unternehmen auf diese neue Zeitebene zu bringen.
  • Zudem erhalten Unternehmen durch die mehrstufigen Phasen ein Gesamtbild ihres Unternehmens.
  • Das Unternehmen drückt dabei gleichermaßen den „Reset Knopf“, um fundamental neugestaltet zu werden.

Dabei wird diese Methode der Umstrukturierung als sehr radikal bezeichnet, da sehr viele Veränderungen parallel zueinander verlaufen. Daher lohnt sich das Business Process Reengineering generell nur dann, wenn Geschäftsprozesse von Grund auf neugestaltet werden müssen. Das liegt zum Beispiel vor, wenn Unternehmen neu übernommen werden oder bereits seit über 10 Jahren stehen geblieben sind, ohne sich weiterzuentwickeln.

Ein weiterer Vorteil des Prozesses: Unternehmen werden wirtschaftlicher, moderner und flexibler. Auch die Weltentwicklung zum Nutzen von sozialen Kanälen oder online Kontaktaufnahmen zum Unternehmen zählen zu einer Neustrukturierung. Durch den Druck immer neu erscheinender Händler und Mitbewerber wächst auch gleichzeitig der Druck auf das eigene Unternehmen. Bereits seit 10 Jahren reicht eine Anlaufstelle nicht mehr, sondern die Kunden sind anspruchsvoller geworden, wodurch nicht nur das Unternehmen hohe Ansprüche leisten muss, sondern meist auch noch einen Onlinehandel anbieten muss.

Wie sich Business Process Reengineering zusammensetzt

Das Business Process Reengineering setzt sich aus vier Grundpfeilern zusammen. Dabei ist vor allem zu beachten, dass diese Prozesse gleichzeitig verlaufen. Wird eines außer Acht gelassen, scheitert der Erfolg meistens.

Orientierung an entscheidenden Geschäftsprozessen

Dabei werden relevante Prozesse, die im Unternehmen reibungslos funktionieren, als Vorbild genommen. Diese Prozesse werden anschließend in den „weniger wichtigen“ Prozessen übertragen, um diese ideal zu optimieren.

Auf den Kunden ausgerichtet sein

Es bringt nichts, wenn die Prozesse und Kompetenzen auf ein maximal laufen, der Kunde selbst aber keine Rolle spielt. Daher besagt das Business Process Reengineering, dass die Neugestaltung zu den Gunsten des Kunden ausgerichtet werden muss.

Auf die Kernkompetenz konzentrieren

Das Sprichwort „Schuster bleib bei deinen Leisten“ beschreibt diesen Grundpfeiler am besten. Ein Unternehmen sollte sich daher mehr auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, statt viele Projekte gleichzeitig zu betreiben. Als Beispiel sollte eine Bäckerei nicht unbedingt noch zusätzlich ein Hotel oder Gaststätte eröffnen und der Einzelhändler nicht noch zusätzlich Werkzeuge herstellen.

Neue Informationstechnologien nutzen

Selbst die besten Unternehmen unterliegen einer stetigen Entwicklung. Neue Kassensysteme, Anbindung an Server und Internet, Digitalisierung und schnelle Kommunikationswege erleichtern verschiedene Arbeiten und Prozesse. Diese Ausgaben werden durch verschiedene Stellen zusätzlich finanziell gefördert, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schwerpunkt ist eine konkrete Kommunikation zu den Verantwortlichen und Mitarbeitern, da viele Aufgaben durch die Entwickelung dazu kommen und niemand recht weiß, wo der aktuelle Stand liegt.

Business Process Reengineering

Die wichtigen R’s im Business Process Reengineering

Die Umstrukturierung ist ein langer, oft auch schwieriger Prozess, der immer auch die Unterstützung der Mitarbeiter bedarf. Im Falle eines Betriebsrates ist auch hier wichtig, dass diese ebenfalls einen modernen Zeitgeist auffassen und umsetzen können.

Renewing – Erneuerung

Im ersten Schritt des Prozesses werden die Mitarbeiter eingebunden, vorbereitet und zusätzlich neu ausgebildet und geschult. So sollten neue Techniken beherrscht, Fachkompetenzen ausgearbeitet und neue Ziele definiert werden. Dadurch werden Mitarbeiter nicht nur weitgehend gefördert, sondern zusätzlich auch motiviert.

Revitalizing – Revitalisieren

Sobald die Mitarbeiter und das Unternehmen auf einen neuen Stand gesetzt sind, und sich bereits mit dem Gedanken der Umstrukturierung angefreundet haben, können verschiedene Prozesse neu gestalten und optimiert werden. Durch die Zusammenarbeit der Mitarbeiter werden die neuen Prozesse eher angenommen und fachkundig umgesetzt. Wie beispielsweise ein neues Abrechnungs- oder Kassensystem, dass den Prozess verkürzt und Mitarbeiter mehr Zeit finden, sich um Kunden zu kümmern.

Reframing – Einstellungsänderung

Alte Denkmuster werden hierbei abgelegt. Nur weil es immer so gewesen ist, bedeutet es nicht, dass es auch richtig oder produktiv war. Durch das Ablegen der alten Denkmuster wird eine neue Orientierung und neue Ziele erschaffen, sodass sich einzelne Personen neu definieren und neu erfinden können. Das führt auch gleichzeitig dazu, dass das Unternehmen eine neue Entschlusskraft entwickelt. Sofern ein klares Ziel vor Augen ist, die nicht nur dem Unternehmen hilft, sondern auch den einzelnen Personen.

Restructuring – Restrukturierung

In dieser Phase kann das Unternehmen weitere Strukturen verändern, anpassen und verbessern. Von großen Prozessen bis hin zu den platzsparenden oder ordnungshaltenden Maßnahmen, in denen die Mitarbeiter mit eingebunden werden können und sogar sollten. Durch die Rückmeldungen erhalten Unternehmer zusätzlich Anhaltspunkte, wo Probleme herrschen und was die Arbeit für Mitarbeiter erleichtern würde.

Die Vor- und Nachteile des Business Process Reengineerings

Die komplette Neu Strukturierung eines Unternehmens kann viele Vorteile, aber auch entsprechende Nachteile mit sich bringen. Ein Feingefühl für sein Gegenüber und Fingerspitzengefühl sind äußerst wichtig, da das Unternehmen durch seine Mitarbeiter steht oder fällt.

Vorteile

  • Das Unternehmen setzt den Kunden wieder in den Mittelpunkt, wodurch sich die Zahlen positiv verändern.
  • Das Unternehmen ist auf dem neusten Stand der Technik und Kommunikationstechnik, was die Abläufe verbessert und Zeit eingespart wird.
  • Das Unternehmen erhält ein Gesamtbild der Unternehmen Situation sowie der wirtschaftlichen Lage.
  • Die Kosten werden gesenkt und gleichzeitig wird die Qualität des Produktes, der Mitarbeiter und des gesamten Unternehmens gesteigert.
  • Die Mitarbeiter sind motivierter, ambitionierter und können neue Aufgaben übernehmen und zusätzlich Fachwissen weitergeben.
  • Es herrschen weniger Probleme bei Schnittstellen, da die neue Strukturierung Arbeitsplätze schaffen kann. Zusätzlich wird neu definiert, welche Person für welche Aufgabe verantwortlich ist.
  • Es herrscht eine bessere Kommunikation zwischen allen Mitarbeitern sowie zur Geschäftsleitung.

Nachteile

  • Bereits vorhandene, funktionierende Abläufe und Strukturen werden unterbrochen und müssen neu aufgebaut werden.
  • Meist führt eine Neustrukturierung dazu, dass Mitarbeiter entlassen werden, da diese durch neue Prozesse ersetzt werden können.
  • Mitarbeiter können Widerständig werden, sodass Abläufe und Prozesse enorm gestört werden können.
  • Die Umstrukturierung ist sehr Zeitintensiv. Ein möglicher Erfolg ist nach Monaten oder Jahre ersichtlich, da das neue Konzept sich einpendeln muss.
  • Es ist nicht für jedes Unternehmen geeignet.

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Business Process Reengineering – Aus den Fehlern von anderen Unternehmern lernen

Viele Unternehmen sehen dadurch eine starke Kostensenkung, was in vielen Fällen auch gleichzeitig zur Qualitätsminderung führt. Auch wenn es klug erscheint, alles zu digitalisieren, benötigt es dennoch jemanden, der diese Daten aktuell hält und auch einpflegt. In vielen Fällen können Klagen gegen das Unternehmen eingehen, da es nicht im Sinne des Arbeitnehmers oder im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit handelt. Tatsächlich scheitern rund 70 % aller Unternehmen an einer Umstrukturierung, da wichtige Punkte nicht beachtet wurden.

Dazu gehören, wie oben bereits erwähnt, die konsequente Kundenorientierung und die Einbindung der Mitarbeiter. Aufstände im Betrieb können nicht nur eine Umstrukturierung verhindern, sondern diesen auch komplett zum Stillstehen bringen. Besonders dann, wenn Mitarbeiter in Gewerkschaften sind, die sich zusätzlich einschalten können. Sollte dies nicht schon geschehen sein, können Mitarbeiter sehr schnell einen Betriebsrat bilden, der das komplette Vorhaben des Unternehmens verhindert. Auch die falsche Führung und Kommunikation können dazu führen, dass das Projekt scheitert.

Was ist noch zu beachten beim Business Process Reengineering

Bevor ein Unternehmen sich zu einer neuen Struktur entscheidet, sollte geklärt sein, wer das Projekt durchführt. Eine komplette Analyse der „Mängel“ sollte ebenfalls angewandt werden, da in vielen Fällen nur einzelne Prozesse geändert werden müssten, um wieder optimal zu funktionieren.

Sollte sich das Unternehmen für den Business Process Reengineering entscheiden, ist eine ausgeprägte Durchsetzungsfähigkeit wichtig, da eine radikale Änderung bevorsteht und sich die Person auch mit den Sorgen und Problemen der Mitarbeiter sowie rechtlichen Fragen auseinandersetzen muss.

Die Kernfragen befassen sich mit den folgenden Punkten:

  • Ist es überhaupt notwendig?
  • Welches Ziel wird genommen?
  • Kann ich mich selbst durchsetzen oder benötige ich jemand anderen dafür?
  • Inwieweit kann ich Mitarbeiter berücksichtigen?
  • Was passiert, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen?

Meist setzten Topmanager eine neue Strukturierung eines Unternehmens um, da sie nicht emotional eingebunden sind, die rechtliche Lage zudem gut kennen und in einer sogenannten „Kommunikationsschlacht“ souverän und professionell bleiben.

Dessen Aufgabe ist es auch, sich ein gewisses Team aus 5 bis 10 Personen anzulegen, die ihm den Rücken freihalten, mit Informationen versorgen und ihm dabei behilflich sind, die Mitarbeiter von der Umstrukturierung zu überzeugen und dessen Mitarbeit zu sichern.

Der gesamte Prozess bedarf viel Planung, Weitsichtigkeit und das Berücksichtigen von möglichen was- wäre-wenn – Situationen sowie einen Notfallplan.

Generell ist es schwierig, ein Unternehmen, dass bereits in der Umstrukturierung ist, wieder zurückzusetzen und zu alten Mustern zurückzukehren.

Implementiere auch du das Business Process Reengineering!

Generell kann das Business Process Reengineering ein wirksamer Weg sein, um das eigene Unternehmen neu zu definieren oder mit dem wirtschaftlichen Druck und den Mitbewerbern neu umzugehen. Neben den zwischenmenschlichen Hürden liegen auch viele rechtliche Fragen auf der Tagesordnung. Dieser Schritt, der zwar Kosten spart und Prozesse optimiert, fordert aber auch viel Geduld und meist auch viele Arbeitsplätze. Der Unternehmer selbst sollte sich vorab klare Gedanken darüber machen, ob dieser radikale Einschnitt notwendig ist und ob seine Mitarbeiter diesen Prozess ebenfalls überstehen können. Mit einem entsprechend großen Zuspruch, seitens der Mitarbeiter, sollte die Umstrukturierung aber weniger schwierig werden, sofern diese auch gewisse Vorteile dadurch sehen und auch tatsächlich daran beteiligt sind.

BUSINESS PROCESS REENGINEERING

Kündigungsfrist Arbeitgeber – Das musst du wissen!

Kündigungsfrist Arbeitgeber

Manchmal kommt es einfach an die Zeit, dass ein Arbeitgeber sich von einem Arbeitnehmer trennen möchte – die Gründe dafür können zahlreich sein! Trotzdem müssen Arbeitgeber grundlegende Gesetze im Arbeitsrecht beachten, da nicht jeder Arbeitnehmer einfach „gekündigt werden darf.“

Dabei spielt es keine Rolle, ob es persönliche Gründe oder betriebswirtschaftliche Gründe sind, denn grundlegend besteht für den Arbeitnehmer immer eine Schutzposition. In diesem Ratgeber erfährst du was zu beachten ist, wenn du einen Mitarbeiter verabschieden möchtest und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. So steht das Thema “Kündigungsfrist Arbeitgeber” dem Erfolg deines Unternehmens nicht im Wege!

KÜNDIGUNGSFRIST ARBEITGEBER – EIN BLICK IN DAS ARBEITSRECHT

Der Arbeitgeber hat zwar das Recht der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit, also das Recht, dass Unternehmen neu zu strukturieren und neu zu gestalten, dies muss aber auch gleichzeitig Verträge sowie die Interessen der Arbeitnehmer wahren und schützen – hier kommt das Arbeitsrecht ins Spiel! Demnach besagt das Arbeitsrecht zum Beispiel, dass eine Umstrukturierung kein ausreichender Grund für eine Kündigung ist.

Generell gehen Arbeitgeber oft nach demselben Prinzip vor: Wer kam zuletzt, welche Verträge laufen als Nächstes aus und wo sind Defizite in der Arbeit?

Meist reicht ein Blick in den Arbeitsvertrag, um vertraglich festgelegte Gründe zu ermitteln. Dabei sollten es sich aber um ordentliche Kündigungen handeln, da du sonst mit rechtlichen Konsequenzen rechnen musst.

Keine Sorge, ich stelle dir hier die verschiedenen Arten der ordentlichen Kündigung und den passenden Kündigungsfristen vor!

Kündigungsfrist Arbeitgeber – Nutze die ordentliche Kündigung!

Einen Angestellten zu kündigen bringt viele Hürden mit sich, da es sich dabei um eine ordentliche Kündigung handeln muss. Dies gilt, nur wenn ein Arbeitsvertrag nicht in naher Zukunft ausläuft, ansonsten ist es einfacher den Vertrag nicht zu verlängern. Arbeitnehmer sind durch das Bundesgesetzbuch § 622 BGB geschützt, in dem verankert ist, dass eine gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen besteht. Je nachdem, wie lange der Angestellte im Betrieb tätig war, kann diese Kündigungsfrist auch 3 Monate betragen, in denen der weiterhin im Arbeitsverhältnis ist und demnach monatlichen Lohn erhält.

Beispiel für eine rechtswidrige Kündigung:

So ist es nicht erlaubt, einen Arbeitnehmer zu kündigen, wenn seine Arbeit beispielsweise durch eine kostengünstigere Maschine ersetzt wurde. In diesem Fall geht der Arbeitgeber das Risiko einer Klage ein.

Das Arbeitsrecht erlaubt 3 Arten der ordentlichen Kündigung:

  • Die verhaltensbedingte Kündigung
  • Die personenbedingte Kündigung
  • Die betriebsbedingte Kündigung

In allen drei Fällen muss der Arbeitgeber diese Kündigungen rechtfertigen. Da Arbeitnehmer einen Kündigungsschutz genießen, sollten Kündigungen entsprechend begründet sein. Arbeitnehmer können, bei nicht ausreichend begründeten Kündigungen, auf Wiedereinstellung oder auf Abfindung klagen. Dies wirkt sich wiederum auf das Unternehmen aus, da hier mit erheblichen Kosten gerechnet werden muss.

Kündigungsfrist Arbeitgeber

Verhaltensbedingte Kündigung

Wird der Arbeitnehmer beleidigend, ausfallend oder schadet dem Geschäft, darf der Arbeitgeber diese Person vorab abmahnen. Dies ist zwar nicht verpflichtend, doch kann es bei einem Rechtsstreit zu den Gunsten des Arbeitgebers ausgelegt werden. Das liegt daran, da der Arbeitnehmer bereits auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht wurde. Wenn der Arbeitnehmer fahrlässig und willentlich gegen den Arbeitsvertrag verstößt, kann diese Kündigung ausgesprochen werden.

Beispiel:

Ein Unternehmen besitzt einen Tresor, der vertraglich grundsätzlich geschlossen bleiben muss, wenn er nicht aktiv genutzt wird, um das Geld der Firma zu schützen.

Der Mitarbeiter, der dies seit seiner Einstellung weiß, lässt den Tresor, für einen Moment offen, weil er sich kurz Zeit für einen Kunden nimmt. Der Arbeitnehmer hat sich aber vertraglich verpflichtet, genau dies nicht zu tun. In diesem Beispiel hat der Arbeitnehmer grob fahrlässig und bewusst falsch gehandelt.

Weitere Gründe für eine verhaltensbedingte Kündigung:

  • Arbeitszeitbetrug
  • Arbeitsverweigerung
  • Krankfeiern
  • Verstöße gegen die Betriebsordnung
  • Beleidigung/Mobbing
  • Sexuelle Belästigung
  • Untreue gegenüber dem Arbeitgeber
  • Diebstahl

Bis auf Diebstahl, Arbeitszeitbetrug sowie sexuelle Belästigung sollten Arbeitgeber immer vorher eine Abmahnung aussprechen. Die Ausnahmen zählen zu den Straftaten und können zudem direkt zu einer fristlosen, sofortigen Kündigung führen.

Ebenso kann ein Arbeitnehmer durch nicht tragbares Verhalten, sogar fristlos, gekündigt werden. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer, zum Beispiel, gegenüber Kollegen oder Vorgesetzten, beleidigend wird oder das Verhältnis und Grundvertrauen zum Arbeitnehmer leidet.

Personenbedingte Kündigung

Die personenbedingte Kündigung ist zugleich auch die Schwierigste: denn hierbei werden Arbeitnehmer/innen aufgrund seiner/ihrer Fähigkeiten oder persönlichen Eigenschaften gekündigt. Oder wenn er/sie nicht mehr in der Lage ist, den Vertrag zu erfüllen.

Hier dürfen aber, rechtlich, keine Bezüge zu Religion, Politik, Hautfarbe oder der persönlichen Meinung genutzt werden, da der Arbeitnehmer dagegen, erfolgreich, klagen kann.

Beispiel:

Eine krankheitsbedingte Kündigung, wenn der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit nicht angemessen fortsetzten kann. Nehmen wir an: Ein Arbeitnehmer arbeitet seit 20 Jahren auf einer Baustelle und erleidet einen Bandscheibenvorfall. Durch diese Langzeiterkrankung wird er, mit hoher Wahrscheinlichkeit, nicht mehr in der Lage sein, seine Arbeit fachgerecht nachzukommen.

Weitere Gründe für eine personenbezogene Kündigung:

  • Arbeitsverhinderung durch Haft 
  • Fehlende Arbeitserlaubnis

Hinweis: Eine schlechte Arbeitsleistung ist kein Kündigungsgrund und darf somit nicht gekündigt werden. Es sei denn, der Arbeitgeber kann nachweisen, dass der Angestellte in Zukunft keine Besserung zeigen wird.

Kündigungsfrist Arbeitgeber

BETRIEBSBEDINGTE KÜNDIGUNG

Zu den betriebsbedingten Kündigungen gehören viele Möglichkeiten, doch beispielsweise keine Umstrukturierung des Unternehmens. Der Arbeitgeber muss diesbezüglich immer vorher prüfen, ob eine alternative Unterbringung für den Arbeitnehmer möglich ist, sodass diese Personalposition nur verschoben und nicht abgebaut wird.

Auch die Kündigung aus betriebswirtschaftlichen Gründen muss vom Arbeitgeber nicht nur geprüft, sondern muss diese auch gegebenenfalls nachweisen werden. Der Arbeitgeber muss dabei immer eine ordentliche Wahl treffen und die soziale Schutzbedürftigkeit unter den Arbeitnehmern beachten.

Beispiel:

Stellt ein Arbeitgeber fest, dass bestimmte Angestellte auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt weniger gute Chancen besitzen und Existenzen grundlegend bedroht sind, dürfen diese Arbeitnehmer nicht direkt eine Kündigung erhalten. Dies trifft speziell Arbeitnehmer, die bereits seit 40 Jahren in einem Betrieb arbeiten und möglicherweise keinen Arbeitsplatz mehr finden.

Daher wird auch oft das Muster genutzt, dass die Personen, die zuletzt eingestellt wurde, zugleich auch die Ersten sind, die wieder gehen müssen. Gleiches gilt für diejenigen, die in der Wirtschaft weiterhin gut Fuß fassen können.

DIE AUSWAHL BEI DER SOZIALAUSWAHL UNTERLIEGT 4 KRITERIEN:

  • Dauer der Zugehörigkeit im Betrieb
  • Alter
  • Finanzielle Pflichten wie z. B. Unterhaltspflichten
  • Schwerbehinderung

DABEI KANN DER ARBEITGEBER NOCH ZUSÄTZLICHE KRITERIEN AUFNEHMEN, UM EINE BETRIEBLICHE KÜNDIGUNG ABZUWÄGEN:

  • Pflegebedürftigkeit in der Familie
  • Besondere Lasten aus Unterhaltsverpflichtungen
  • Besondere Behinderung welche einer Arbeitsvermittlung entgegensteht
  • Gesundheitszustand
  • Andere Härtefälle im Einzelnen
  • Alleinverdiener oder Mehrverdiener

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Kündigungsfrist Arbeitgeber – Rechtliche Absicherung und Zusatzkosten

Generell sollte immer das Gespräch mit dem zu kündigenden Arbeitnehmer gesucht werden, um eine einvernehmliche Kündigung zu erzielen. Dabei müssen sich Arbeitgeber nicht in die Karten schauen lassen, sondern sollten die möglichen Gegenangebote der Arbeitnehmer berücksichtigen.

Jede Kündigung, die außerhalb einer rechtlich sicheren Begründung liegt, kann immer zu einem Rechtsstreit führen, die dem Arbeitgeber wirtschaftlich schaden können. Im Falle einer Klage auf Wiedereinstellung ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, seinen Mitarbeiter einen neuen Vertrag anzubieten.

Was passiert, wenn das Kündigungsschutzgesetz in Kraft tritt?

Besitzt ein Unternehmen mehr als 10 Mitarbeiter oder ist der Arbeitnehmer länger als 6 Monate im Betrieb, so greift das Kündigungsschutzgesetz. Dadurch genießen Arbeitnehmer einen besonderen Schutz gegen Kündigungen und es werden bestimmte Fristen auferlegt.

Aus der Not heraus bieten Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag an. Dieser muss beidseitig unterschrieben und von beiden Parteien akzeptiert werden. Im Falle von unüberbrückbaren Differenzen wäre dies ein möglicher Lösungsweg. Dadurch wird das Arbeitsverhältnis, in der Regel, fristlos beendet, ohne rechtliche Konsequenzen zu befürchten.

Aber auch hier kann der Arbeitnehmer Verhandlungen ansetzen, eine höhere Abfindung aushandeln oder Boni einfordern. Der Vorteil des Arbeitgebers besteht in erster Linie darin, dass er Kündigungsfristen von teilweise 7 Monaten (bei 20 Jahren Betriebszugehörigkeit) nicht einhalten muss und nicht über diesen Zeitraum in der Zahlungspflicht steht. 

Durch diese Art der „Kündigung“ mit einem gewissen finanziellen Anreiz, der für Arbeitgeber oft geringer ausfällt als weitere monatliche Zahlungen, wird der Arbeitnehmer in eine freiwillige Kündigung gesetzt.

Kündigungsfrist Arbeitgeber – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Du planst in deinem Unternehmen eine Umstrukturierung oder bist mit der Leistung von so manchen Arbeitnehmern nicht zufrieden und möchtest diese nun gehen lassen? Dann achte nicht nur auf das Thema “Kündigungsfrist Arbeitgeber”, sondern vor allem auf den Ablauf einer ordentlichen Kündigung.

Grundsätzlich steht nichts dagegen, Mitarbeiter aufgrund von Umstrukturierungen zu kündigen, sofern es für den Arbeitgeber keine Möglichkeiten gibt, den Mitarbeiter weiterhin, in eine andere Position oder auf einer anderen Ebene zu beschäftigen. Allerdings müssen Arbeitgeber sich auch über mögliche, rechtliche Konsequenzen bewusst sein. 

Besonders wenn viele hundert Mitarbeiter betroffen sind, sollten Arbeitgeber abwiegen, welchen, vorsichtigen Weg, sie eingehen sollten, da dies oft mit Medienrummel verbunden sein kann, welches der Firma schaden könnte.

Beispiele aus der Praxis zeigen, was passieren kann, wenn die ordentliche Kündigung nicht eingehalten wird. Wie im Falle der Opelwerke, die Schließung der Siemenswerke, sowie AirBerlin: sie führten zu massiven Protesten sowie Zusammenschlüsse von Anwälten, Gewerkschaften und Unternehmen. Dadurch verloren die Unternehmen einen hochgeachteten Ruf.

In der Zeit der Digitalisierung sollten Arbeitgeber daher vorsichtig und mit rechtlicher Beratung, spezialisiert auf das Arbeitsrecht, über Kündigungen sprechen, da die eigentlich geplanten Maßnahmen, im schlimmsten Fall, Millionen oder Milliarden Euro kosten könnten und sich wirtschaftlich nicht rentieren.

Kündigungsfrist Arbeitgeber