Break-Even

Break-Even in der Vertriebspraxis

Mit einer Break-Even Analyse können Sie Ihren Break-Even Point ermitteln. Damit sind Ihre Berechnungen jedoch noch nicht abgeschlossen. Wenn Sie erst einmal die Zahlen ermittelt haben, werden Sie möglicherweise feststellen, dass Sie viel mehr Produkte verkaufen müssen, als Sie erwartet haben, um die Gewinnschwelle zu erreichen. An diesem Punkt müssen Sie sich fragen, ob Ihr aktueller Plan realistisch ist oder ob Sie die Preise erhöhen, einen Weg finden müssen, um die Kosten zu senken, oder beides. Sie sollten auch überlegen, ob Ihre Produkte auf dem Markt erfolgreich sein werden. Nur weil die Break-Even-Analyse die Anzahl der Produkte bestimmt, die Sie verkaufen müssen, gibt es keine Garantie dafür, dass sie verkauft werden. Idealerweise sollten Sie diese Analyse durchführen, bevor Sie ein Unternehmen gründen, damit Sie eine gute Vorstellung von dem damit verbundenen Risiko haben. Mit anderen Worten, Sie sollten herausfinden, ob sich das Geschäft lohnt. Bestehende Unternehmen sollten diese Analyse vor der Einführung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung durchführen, um festzustellen, ob der potenzielle Gewinn die Startkosten wert ist. Im Folgenden sind einige Möglichkeiten aufgeführt, die Unternehmen für ihre täglichen Abläufe und Planungen nutzen können.

  • Preise: Wenn Ihre Analyse zeigt, dass Ihr aktueller Preis zu niedrig ist, um die Gewinnschwelle Ihres gewünschten Zeitrahmens zu überschreiten, möchten Sie möglicherweise die Kosten des Artikels erhöhen.
  • Materialien: Sind die Material- und Arbeitskosten nicht tragbar? Informieren Sie sich darüber, wie Sie Ihr gewünschtes Qualitätsniveau beibehalten und gleichzeitig Ihre Kosten senken können.
  • Planung: Wenn Sie genau wissen, wie viel Sie verdienen müssen, ist es einfacher, langfristige Ziele festzulegen. Wenn Sie beispielsweise Ihr Geschäft erweitern und einen größeren Raum mit höherer Miete beziehen möchten, können Sie bestimmen, wie viel mehr Sie verkaufen müssen, um die neuen Fixkosten zu decken.
  • Ziele: Wenn Sie wissen, wie viele Einheiten Sie verkaufen müssen oder wie viel Geld Sie verdienen müssen, um die Gewinnschwelle zu erreichen, kann dies ein starkes Motivationsinstrument für Sie und Ihr Team sein.
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Praxisbeispiel

So berechnen Sie eine Gewinnschwelle basierend auf Einheiten: Teilen Sie die Fixkosten durch die Einnahmen pro Einheit abzüglich der variablen Kosten pro Einheit. Die Fixkosten sind diejenigen, die sich unabhängig von der Anzahl der verkauften Einheiten nicht ändern. Der Umsatz ist der Preis, zu dem Sie das Produkt verkaufen, abzüglich der variablen Kosten (z. B. Arbeitskräfte und Materialien).

Break-Even Point (Einheiten) = Fixkosten ÷ (Umsatz pro Einheit – Variable Kosten pro Einheit)

Bei der Ermittlung einer Gewinnschwelle auf Basis des Umsatzes: Teilen Sie die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag. Der Deckungsbeitrag wird ermittelt, indem die variablen Kosten vom Preis eines Produkts abgezogen werden. Dieser Betrag wird dann zur Deckung der Fixkosten verwendet.

Break-Even Point (Umsatz Euro) = Fixkosten Cost Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag = Produktpreis – Variable Kosten

  • Fixkosten: Wie bereits erwähnt, werden Fixkosten nicht durch die Anzahl der verkauften Artikel beeinflusst.
  • Deckungsbeitrag: Der Deckungsbeitrag wird berechnet, indem die variablen Kosten eines Artikels vom Verkaufspreis abgezogen werden. Wenn Sie also ein Produkt für 100 Euro verkaufen und der Material- und Arbeitskostenaufwand 40 Euro beträgt, beträgt der Deckungsbeitrag 60 Euro. Diese 60 Euro werden dann zur Deckung der Fixkosten verwendet. Wenn danach noch Geld übrig ist, ist dies Ihr Nettogewinn.
Einzelnachweise
  1. Gründerszene
  2. Gabler Wirtschaftslexikon
  3. Businesswissen
  4. Onpulson Lexikon
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