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Alle Kunden gleich behandeln? Gilt das Grundgesetz auch für Kunden? Kümmern oder verkümmern lassen?

Soll man alle Kunden gleich behandeln?

In Österreich gibt es einen Psychologen, Paul Watzlawick, der hat eine spannende Geschichte geprägt.

Und zwar ist da ein Mann, der nachts vor einer Kneipe auf den Knien rumrutscht. Und der sucht irgendetwas. Und dann kommt ein Polizist vorbei und fragt, was er denn macht? „Ja“, sagt er, er sucht seinen Autoschlüssel.

Der Polizist hat ein gutes Herz und hilft ihm suchen. Und so nach zehn Minuten, beide rutschen auf den Knien rum, sagt er: „Ja, Mensch, also, sind Sie sicher, dass Sie den hier verloren haben?“ „Nein“, sagt der Mann, „verloren habe ich den da hinten.“ „Und wieso suchen wir hier?“ „Ja, weil, hier ist Licht. Da hinten nicht.“

Diesen Effekt hast du in der Krise unheimlich oft. Wir machen Dinge, die leicht gehen, die bequem sind, wo Licht ist. Die aber im Endeffekt nachher nichts bringen. Was bringt es dir, wenn du nur mit Kleinstkunden zu tun hast, die weder Potenzial haben noch wirklich Umsatz generieren können, bloß, weil die einfach zu akquirieren sind?

Also, überlege vorher, mit welchen Kunden willst du Geschäfte machen und mit welchen besser nicht? Setze Prioritäten.

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht in Artikel 3, Absatz 1: Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Das ist gut so, dass das da drinsteht, das ist eine wichtige Säule unserer Demokratie.

Das gilt aber nicht für Kunden. Wenn du nur 10, 15, 30 Kunden haben, dann kannst du alle gleich behandeln. Sobald du mehr hast, ist das dein kritischer Erfolgsfaktor.

Du kannst nicht alle Kunden gleich behandeln. Setze Prioritäten, denn machst du das nicht, wirst du definitiv irgendwann absaufen.

In diesem Sinne, viel Erfolg und fette Beute.

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