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Primacy-Effekt: Vorsicht vor dem Gedächtnisfehler

Was ist der Primacy-Effekt?
Was ist der Primacy-Effekt?

Primacy-Effekt: Vorsicht vor dem Gedächtnisfehler

Der Primacy-Effekt ist ein sogenanntes psychologisches Gedächtnisphänomen. Vereinfacht gesagt ist dieser Effekt der psychologische Nachweis dafür, warum der erste Eindruck so wichtig ist und kaum rückgängig gemacht werden kann. Wie der Primäreffekt wirkt, was du tun kannst, um dich davor zu schützen und wie du den Effekt für deine tägliche Arbeit nutzen kannst, kannst du hier erfahren…

Primacy-Effekt: Was versteht man darunter?

Der Primacy-Effekt, der auch unter den Namen Primäreffekt, Primat-Effekt oder einfach Erster-Effekt bekannt ist, beschreibt ein psychologisches Phänomen. Ähnlich wie der Halo-Effekt gehört auch er in das Reich der Bias, also der Wahrnehmnungsverzerrungen. 

Bekannt wurde er durch Untersuchungen des us-amerikanischen Psychologen Abraham S. Luchins. Schon in den 1950er Jahren konnte Solomon Asch den Effekt zum ersten Mal nachweisen.

Vereinfacht gesagt ist der Primacy-Effekt die psychologisch-fachsprachliche Bezeichnung dafür, dass wir für den ersten Eindruck keine zweite Chance bekommen. Denn dieses Phänomen erklärt, wie sehr wir uns von der ersten Information, die wir hören oder lesen, beeinflussen lassen. 

Der Primäreffekt wird dabei auch als Gedächtnisphänomen bezeichnet. Der Grund: In verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass er Effekt nur deshalb so mächtig ist, weil er einen Einfluss auf die Verarbeitung in unserem Langzeitgedächtnis hat. Die ersten Informationen, die wir erhalten, haben deshalb einen so nachhaltigen Eindruck, weil wir uns diese am besten merken können.

Übrigens wird der Primacy-Effekt häufig von seinem kleinen Bruder, dem Recency-Effekt, oder Rezenzeffekt, begleitet. Diese besagt im Gegensatz dazu, dass auch die letzte Information, die wir über einen Sachverhalt bekommen, ebenfalls länger im Gedächtnis bleibt. Sich diese Dinge nur besser merken zu können, ist das eine. Tatsächlich haben sie aber auch einen Einfluss darauf, wie wir bestimmte Dinge wahrnehmen und können uns so zu Entscheidungen verleiten, die wir später vielleicht bereuen.

Was ist der Primacy-Effekt

Beispiel für den Primäreffekt

Da das oben Gesagte vielleicht ein wenig zu theoretisch war, kommt nun ein kurzes Beispiel, das ziemlich gut verdeutlichen kann, was mit dem Primäreffekt gemeint ist:

Stell dir vor, du bist auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter. Da das Stellenangebot auch im Intranet zu sehen ist, spricht dich ein Mitarbeiter an: Er kennt eine Person, die 

  • Zuverlässig
  • Motiviert
  • Hilfsbereit
  • Etwas unflexibel
  • Chaotisch 
  • Sympathisch
  • Intelligent 

ist. Das klingt gar nicht mal schlecht. Ein anderer Mitarbeiter bekommt das Gespräch mit und wendet sich an dich. Er kennt auch besagte Person und beschreibt sie mit den Worten:

  • Chaotisch
  • Etwas unflexibel 
  • Intelligent 
  • Sympathisch
  • Hilfsbereit
  • Zuverlässig
  • Motiviert 

Fällt dir etwas auf? Genau, beide Male wurden genau die gleichen Adjektive benutzt, um die Person zu beschreiben. Und trotzdem gibt es einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Charakterisierungen. Vermutlich würdest du die erste Beschreibung bevorzugen. Denn hierbei erscheint die beschriebene Person in einem deutlich besseren Licht.

Bei der zweiten Beschreibung wärst du dagegen aller Wahrscheinlichkeit nach eher vorsichtig und würdest zwei Mal überlegen, ob du die Person zu einem Interview einlädst. Und das obwohl beide Aufzählungen identisch sind und sich nur in der Reihenfolge unterscheiden.

Genau das sagt der Primäreffekt voraus. Wir lassen uns von der ersten Information über eine Person, Sache, Chance… derart beeinflussen, dass wir alle nachfolgenden Informationen unter diese erste Eigenschaft unterordnen. 

Die lange Geschichte des Primäreffekts

Wissenschaftler haben eine Erklärung, warum der Primacy-Effekt so mächtig ist: Wenn du noch nichts über eine beispielsweise neue Person weißt, ist die erste Information besonders wichtig. Wir dürfen dabei nämlich niemals vergessen, dass diese Wahrnehmungsverzerrungen und Beurteilungsfehler eine lange Geschichte haben.

Als wir Menschen noch als Jäger und Sammler gelebt haben, hatten wir nicht lange Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Wer zu dieser Zeit eine neue Person auf der Jagd traf und sich zu spät entschied, ob sie Freund oder Feind ist, konnte im schlimmsten Fall an Ort und Stelle sterben.

Daumenregeln und Faustformeln waren also immens wichtig, um das eigene Überleben und damit auch das Überleben der Sippe zu sichern. Erkauft wurde diese „Schnellhandlungsanweisung“ damit, dass sie eben nicht immer zuverlässig ist: Nicht jeder, der auf den ersten Blick feindlich aussieht, muss es auch tatsächlich sein. Umgekehrt ist aber auch nicht jeder, der sich zunächst als Freund ausgibt auch tatsächlich einer.

So funktioniert der Primacy-Effekt heute

Obwohl oder gerade weil er ein Erbe unserer Stammesgeschichte ist, können wir uns nicht so einfach von dem Primacy-Effekt trennen. Heute kennen wir allerdings die psychologischen Gründe dafür, warum uns der Effekt so nachhaltig beeinflusst:

1. Der erste Eindruck zählt

Dieses Phänomen haben wir gerade oben beschrieben. Wenn du noch keine Informationen hast, ist die erste Information die wichtigste überhaupt. Sie liefert dir den Dreh- und Angelpunkt für dein weiteres Verhalten der Person gegenüber. Denn du musst schnell entscheiden, wie du dich verhalten solltest. Psychologen nennen dieses Phänomen übrigens Assimilierung. Gemeint ist damit, dass alle weiteren Informationen der ersten Information untergeordnet werden. Alle weiteren Informationen werden auf der Grundlage der ersten Information verarbeitet. 

2. Weitere Informationen weniger wichtig

Das ist aber noch nicht alles. Der Primacy-Effekt ist so mächtig, weil er alle weiteren Informationen in den Schatten stellt. Nehmen wir unser Beispiel von oben. Wenn du zunächst eine positive Information über eine Person, die du nicht kennst, bekommst, wirst du auch alle weiteren Informationen in einem eher positiven Licht interpretieren. 

Umgekehrt gilt das natürlich auch. Eine negative erste Information oder ein schlechter erster Eindruck sind nur ganz schwierig wieder rückgängig zu machen. Das kommt daher, dass der erste Eindruck so übermächtig ist. Alle weiteren Informationen sind nicht mehr so wichtig und werden daher nicht so fest im Gedächtnis verankert.

Das führt sogar so weit, dass spätere Informationen meist nur noch sehr kurzfristig gespeichert werden. Für das Gesamtbild der Person machen sie aber kaum noch einen Unterschied. Das ist natürlich besonders bitter. Denn unter Umständen „entgeht“ dir so ein Mitarbeiter, der eigentlich einen tollen Job gemacht hätte.

Weil der Primacy-Effekt auch einen Einfluss darauf hat, wie und vor allem welche Informationen wir speichern, wird er auch als Gedächtnisphänomen bezeichnet. 

So funktioniert der Primacy-Effekt

So kann der Primacy-Effekt genutzt werden

Leider verhält es sich mit dem Primacy-Effekt so wie mit vielen anderen psychologischen Phänomen. Auch wenn wir wissen, dass sie einen Einfluss auf uns haben, können wir uns nur schwer davor schützen. Trotzdem solltest du natürlich genau das versuchen.

Wenn du einen Bewerber beurteilen musst, solltest du dir immer vor Augen führen, dass vielleicht der Primäreffekt gerade bei dir wirkt. Versuch dir dazu zu merken, welche Informationen du als erste über die Person erhalten hast. Deinen Eindruck kannst du später damit abgleichen. Das wird natürlich nicht von heute auf morgen funktionieren, sondern etwas Übung benötigen. Sollte es dir aber gelingen, wirst du einen vorurteilsfreien Umgang mit einigen Informationen erlernen.

Der Primäreffekt im Vertrieb

Abgesehen von der Rekrutierung neuer Mitarbeiter kannst du den Primäreffekt auch für deine täglichen Aufgaben im Vertrieb nutzen. Wir wissen jetzt ja, dass die erste Information über ein Produkt oder eine Dienstleistung ist wichtigste ist. Deine Aufgabe lautet nun also, genau die Information zu finden, die dein Angebot im besten Licht präsentiert.

Das ist natürlich gar nicht so einfach. Denn unterschiedliche Zielgruppen können Informationen ganz verschieden bewerten. Was für die einen extrem wichtig ist und ein echter Deal-Breaker sein kann, ist für andere Personen dagegen vollkommen unerheblich. 

Eine gute und ausführliche Zielgruppenanalyse ist daher wichtig, wenn du dein Angebot erfolgreich verkaufen möchtest. Wenn du weißt, was für deine Zielgruppe wichtig ist, kannst du den Primacy-Effekt zu deinem Vorteil einsetzen.

Das gilt natürlich auch für Online-Auftritte und Angebote. Mittlerweile gibt es verschiedene Tools, die du dazu einsetzten kannst. Damit kannst du testen, welche Informationen deine Nutzer sich besonders lange anschauen und welche sie vermutlich besonders wichtig finden.

Im nächsten Schritt nutzt du dieses Wissen, um dein Angebot entsprechend zu strukturieren. Dabei startest du  – das dürfte nun keine Überraschung mehr sein – mit derjenigen Information, die besonders relevant ist und besonders gut bewertet wird. 

Der Primacy-Effekt im Vortrag

Für Vorträge kannst du sowohl den Primär- als auch den Rezenzeffekt nutzen. Denn wie wir wissen, haben beide Effekte einen Eindruck auf die Hörer bzw. Leser. Beide kannst du nutzen, um deinen Vortrag zu strukturieren:

  • Für den Einstieg in deine Präsentation nutzt du das stärkste Argument 
  • Der Mittelteil darf zwar nicht vernachlässigt werden, eignet sich aber eher für Daten und Fakten, die nicht unbedingt spannend sind. Auch Nachteile des Produkts, die du anführen musst, kannst du an dieser Stelle platzieren. Sie werden nämlich nicht so wichtig wahrgenommen werden, wie das erste Argument.
  • Der Einstieg ist zwar am wichtigsten, trotzdem darfst du den Schluss nicht vernachlässigen. Für den Ausstieg aus deinem Vortrag hebst du dir daher noch mindestens ein schlagkräftiges Argument auf, was deutlich für dein Produkt spricht. Auch ein Call-to-Action ist genau hier an der richtigen Stelle. Deine Zuhörer werden sich – wenn du es überzeugend machst – nicht nur den ersten positiven Eindruck merken, sondern auch, was sie nun tun sollen. Im Idealfall ist das natürlich: Dein Produkt oder deine Dienstleistung kaufen. 

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Wieso du jetzt auf die Kosten Nutzen Analyse setzen solltest!

Kosten Nutzen Analyse
Entscheidungen zu treffen gehört für einen Unternehmer und generell einem Selbstständigen zum täglich-Brot. Soll Budget in ein neues Toll investiert werden? Lohnt sich die Arbeit an diesem Projekt langfristig? Zahlt sich die Investition in mehr Mitarbeiter langfristig aus? Mit diesen und weiteren Fragen muss man sich als Unternehmer beschäftigen – doch was, wenn es eine Analyse-Methode gibt, die dir in solchen Situationen unter die Arme greifen kann? – das ist die Kosten Nutzen Analyse! Wie diese Analyse genau aussieht und wie du sie in deinem Unternehmen umsetzen kannst – erfährst du hier!

Was ist die Kosten Nutzen Analyse und wie findet sie statt?

Die Kosten Nutzen Analyse, kurz KNA, ist vor allem für Unternehmer interessant. In der Selbstständigkeit ist diese Analyse Art ein wichtiges Thema und sollte demnach jedem Unternehmer – klein oder groß – bekannt sein. Sie hilft Firmenchefs, Unternehmern und Selbstständigen, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Dies hat zum Vorteil, dass der Unternehmer konkret berechnen kann, wie positiv oder negativ sich beispielsweise ein Projekt wirtschaftlich auf das Unternehmen auswirkt. Diese einfache Analyse Methode wird auch dich und dein Unternehmen unterstützen, sodass du langfristig effektivere Entscheidungen treffen kannst. Weitere Analyse Methoden sind übrigens die Pestel-Analyse und die ABC-Analyse.

Definiere dein Projekt

Zunächst einmal geht es darum, ein Projekt festzulegen, welches in Sachen Rentabilität beurteilt werden soll. Der Unternehmer führt sich anhand einer genauen Aufstellung vor Augen, welche Kosten mit einer Maßnahme verbunden sind. Dazu zählen Investitionen für Material, gegebenenfalls die entstehenden Reisekosten, Personalkosten und vieles mehr. Bei der Kostenaufstellung sollte außerdem tendenziell zu großzügig gerechnet werden, als alle Summen zu gering anzusetzen. Das ist wichtig, damit es zu keinen „bösen finanziellen Überraschungen“ kommt, wenn das Projekt beendet ist. Alle Kosten werden zum Beispiel anhand einer Tabelle zusammengefasst und im Anschluss kontrolliert, um sie im letzten Schritt zu addieren. Danach geht es darum, den Nutzen für den Unternehmer darzustellen.

Definiere die Kosten und Erträge deines Projekts

In dieser Sektion werden die monetären Faktoren zusammengestellt. Zum Beispiel können hier Erträge für den Verkauf einer bestimmten Ware stehen, die aufgrund der geplanten Maßnahme stattfinden. Der Ertrag ist der Nutzen für den Unternehmer. Im Gegensatz zu den Kosten sollten die kalkulierten Erträge tendenziell etwas geringer angesetzt werden als mit zu hohen Beträgen zu rechnen. Auch dies ist, ähnlich wie bei den Kosten, eine Vorsichtsmaßnahme für den Unternehmer. Demnach:
  • Kosten des Unternehmens – Höher ansetzen
  • Ertrag des Unternehmens –  Niedriger ansetzen
Somit wird es auch für dich, wenn du als junger Firmenchef ein Projekt planst, während und nach der Durchführung nicht zu unkalkulierbaren Belastungen kommen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.  Kosten Nutzen Analyse

Wie kann die KNA in einem Beispiel erfasst werden?

Um alle monetären Fakten genau zu kennen, solltest du dir einen detaillierten Überblick darüber machen zu welchen Ausgaben und Einnahmen es in deinem Unternehmen kommt – hier empfehlen wir dir das 4-Augen-Prinzip. Frei nach dem Motto “Vier Augen sehen mehr als zwei” gibt dir dieses Prinzip mehr Sicherheit, um eine Übersicht über deine Ausgaben und Einnahmen zu bekommen. Im Falle eines Unternehmensgründers kann beispielsweise ein Mentor unter die Arme greifen und sich die Kosten und Erträge des Unternehmens anschauen – dies verhindert Fehlkalkulationen. Wichtig ist keine Kosten zu vergessen! Denke also als Firmenchef zum Beispiel daran, alle indirekten und direkten Kosten zu berücksichtigen. Das sind zum Beispiel die Materialkosten für eine bestimmte Ware, die du im Anschluss weiterverkaufen möchtest.  Hinzukommen die indirekten und immaterielle Kosten, sowie Opportunitätskosten. Diese müssen ebenfalls in die KNA einfließen. Das wäre beim Kauf von Waren aus dem Ausland zum Beispiel eine Versicherung, die alle entstehenden Kosten deckt, sollte es zum Nicht-erfüllen der Dienstleistung kommen. Dazu gehören auch Personalkosten, die dem Arbeitgeber zum Beispiel bei Krankheit entstehen. Beim Nutzen sind die vorsichtig errechneten Erträge anzugeben, die schließlich für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle spielen. Bleiben wir beim Beispiel: Wird eine bestimmte Ware im Internet verkauft, muss der Preis sich in einem realen Rahmen bewegen. Schließlich möchte das Unternehmen die Ware verkaufen. Da der Preiskampf im Netz oft sehr hart ist, solltest du dich dabei mit Betrachtung der Konkurrenz auf einem niedrigen Preissegment, passend zu deiner Nische bewegen. Hier kann dir das 4-Augen-Prinzip wieder weiterhelfen, um die konkreten Kosten, wie beispielsweise die Versandkosten und die Produktionskosten zu kalkulieren und so einen idealen Preis für das Produkt zu definieren. Das 4-Augen-Prinzip ist aus diesem Grund bei der KNA ein Sicherheitsnetz, welches dich vor bösen Überraschungen schützt. [elementor-template id=”2608″]

Vergleich macht reich – auch bei der Kosten Nutzen Analyse

Wer Produkte untereinander genau vergleicht und sich für diesen Zweck genügend Zeit nimmt, kann auf Dauer Geld sparen. Vor allem, wenn man die monetären Faktoren genau unter die Lupe nimmt, ist es möglich, Waren zum Schnäppchenpreis zu kaufen und mit Profit zu verkaufen. Allerdings ist nicht alles, was preiswert ist,  auch wirklich gut. Um am Markt wirklich dauerhaft Produkte zu einem für dich guten Preis verkaufen zu können, solltest du dir ebenso ansehen, wie die Konkurrenz vorgeht. Beantworte dir dabei zum Beispiel folgende Fragen, damit die KNA von der Pike auf fundiert und gründlich berechnet wird:
  • Zu welchem realistischen Preis kann ich meine Ware verkaufen?
  • Welche Risiken entstehen bei der Durchführung des gesamten Projekts?
  • Was ist, wenn meine Schätzung nicht aufgeht und welche Marketing-Maßnahmen könnten dazu führen, dass ich genügend Erträge generiere?
  • Was ist mit den nicht monetären Faktoren? (Zum Beispiel kann bei der KNA von Schulungsmaßnahmen nicht detailliert der Nutzen kalkuliert werden.)
  • Was macht mein Endprodukt so besonders und warum werden es meine Kunden kaufen?
  • Wie könnte ich ansonsten noch die Kundenzufriedenheit als junger Unternehmer steigern, damit ich mich von der Konkurrenz abhebe?
Diese paar Fragen zeigen dir Wege, wie du clever planen kannst. Wer intelligent die Kosten Nutzen Analyse durchführt und Preise vergleicht, kann Fehlkalkulationen von Anfang an vermeiden. Natürlich gibt es niemals einen Garantieschein. Ein Restrisiko trägt jeder Unternehmer, da nicht alle Aspekte der Selbstständigkeit kalkulierbar sind. Der Schlüssel ist dennoch regelmäßig deine Erträge mit deinen Kosten zu vergleichen, um zu definieren wie wirtschaftlich und nachhaltig dein Unternehmen, dein Produkt oder auch dein Projekt ist.

Die Probleme der Kosten Nutzen Analyse

Vergleichen kannst du meist nur Preise für Waren, die Kosten für Personal, etc., doch auch nicht monetären Faktoren, wie zum Beispiel die Kundenzufriedenheit, spielen in der Kosten Nutzen Analyse eine wichtige Rolle. Hierzu bedienen sich viele Firmen der Kundenbefragung und den Rezensionen, die im Internet heute üblich sind. 

Nicht alle Aspekte eines Projekts können erfasst werden

So kommen wir schon zu den Problemen, die bei der Kosten Nutzen Analyse entstehen können: All die Werte, die du zusammenstellst, beruhen ausschließlich auf Schätzungen. Damit das Risiko für Fehlplanungen nach besten Möglichkeiten reduziert wird, sollte jeder Unternehmer von Anfang an vorsichtig rechnen. Fakt ist: Die KNA dient lediglich einem Richtwert. Auch die Inflation des Geldes (die Geldentwertung ist vor allem bei Langzeit Projekten nicht zu unterschätzen) wird bei der KNA nicht mit eingerechnet. Zudem ist es möglich, den Verkauf der Waren falsch zu berechnen. Bei verderblichen Produkten zum Beispiel oder Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum kann es zu nicht kalkulierbaren Verlusten kommen, die du als Unternehmer nicht im Nachgang erwirtschaften kannst.

Die Vorteile der KNA und der Grund, warum sie fast jeder Unternehmer durchführt

Neben diesem negativen Aspekt gibt es dennoch viele positiven Seiten. Aus diesem Grund hat sich die Kosten Nutzen Analyse über viele Jahre hinweg betrachtet auf dem Markt durchgesetzt. Doch wieso benutzen viele Selbstständige und Unternehmer die KNA? Der Grund liegt auf der Hand – Sie ist leicht durchführbar und dennoch sehr effektiv. Sie kann dabei helfen die Wirtschaftlichkeit eines Projekts oder Unternehmens in wenigen Schritten grob zu definieren.  Die Chancen, dass die KNA wahrheitsgetreue Ergebnisse abliefert, steigen mit der Erfahrung des Unternehmers. Je öfter die Kosten und Nutzen Analyse durchgeführt wird, desto fundierter das Ergebnis. Außerdem ist die KNA das Instrument, um sich für ein neues Projekt erfolgreich zu engagieren und sich von unrentablen Geschäften zu trennen. So, wie sich die Situation auf einem bestimmten Markt verändert, so ändern sich auch Angebot und Nachfrage. Schnell müssen Unternehmer umdenken, um rentabel zu arbeiten. Die Kosten Nutzen Analyse erleichtert hierbei viele Entscheidungen für Selbstständige.

Ein Beispiel zur Kosten Nutzen Analyse

Sonja ist eine junge Unternehmerin, die Kosmetikartikel im Internet verkauft. Aktuell läuft der Verkauf, der über ihre Webseite stattfindet, eher schleppend. Die Konkurrenten auf dem Markt, die ihre Produkte zu Dumpingpreisen anbieten, ist groß. Sonja überlegt sich, mehr Geld in sinnvolle Marketing-Kampagnen zu investieren als die letzten Jahre. Vor allem zu besonderen Zeiten wie Weihnachten, den Valentinstag oder Muttertag soll der Umsatz angekurbelt werden.  Dazu führt sie eine Kosten Nutzen Analyse durch. Sie lässt sich Angebote unterbreiten, die sich auch für den Verkauf ihrer Produkte lohnen könnten. Außerdem vergleicht sie bestimmte Geschenksets im Einkaufspreis und möchte Mengen-Rabatte für neutrale Geschenk-Verpackungen nutzen.  Sie beachtet ihre Ausgaben für ihre Angestellten, Versand, Lagerung, Produktion, etc. und kommt zu folgendem Ergebnis: Bestimmte Marketing-Aktionen in den sozialen Netzwerken kosten zwar Geld, doch erreichen ihre gewünschte Zielgruppe. Sie macht genug Ertrag, um für Ihre laufenden Kosten zu zahlen und dennoch Budget aufzubringen, um Werbung online zu schalten. Statt passiv zu warten, ob sich zukünftig ihre Verkäufe wieder erhöhen, hat sie nun einen handfesten Plan, der sich dank der KNA auszahlt. Wichtig ist dennoch diese KNA stetig durchzuführen, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts, in diesem Fall das Schalten von Werbung auf den sozialen Netzwerken regelmäßig zu kontrollieren. Der Vorteil ist, dass der Unternehmer so schnell erkennt, dass sich der Markt verändert und so die Chance hat zu agieren. Jetzt blicken wir zurück zu Sonja: In ihrem Falle lohnt sich die Investition. Nach der Marketing-Aktion läuft der Verkauf besser denn je. Sie hebt sich mit ansprechenden Geschenk-Verpackungen deutlich ab von den Angeboten der Konkurrenz. Einen neuen Vertriebsweg mit stimmiger Werbung und der Schaltung von Ads auf Instagram & Co. zu gehen war also der richtige Schritt.

Fazit: Die Kosten Nutzen Analyse – Kurz und Knapp

Die Kosten Nutzen Analyse ist ein wichtiges Instrument für alle Unternehmer und die, die eine Selbstständigkeit planen. Wer sie mit Bedacht, kann wirtschaftliche Erfolge mit Köpfchen planen. Vorbei sind die Zeiten sich den Kopf vor einer Entscheidung zerbrechen zu müssen, vielmehr geht es nun darum folgendes durchzuführen:
  • Das Projekt definieren
  • Die Kosten bestimmen (hierbei auch zu erwartende Kosten berücksichtigen)
  • Die Erträge bestimmen (ebenfalls zu erwartende Beträge, nicht nur mit Fokus auf Geld)
  • Mit 4-Augen-Prinzip Fehlkalkulation vermeiden
  • Kosten und Erträge gegenüberstellen
  • Projekt wirtschaftlich?
Wie bereits erwähnt ist es wichtig diese KNA Analyse regelmäßig durchzuführen, um mögliche Fehlinvestitionen oder Veränderungen im Markt rechtzeitig zu erkennen. So oder so, diese Analyse-Methode ist ein einfacher und schneller Weg unternehmerische Entscheidungen zu treffen

Das Eisberg-Modell effektiv nutzen

Das Eisberg Modell

Wenn jemand heutzutage als Unternehmer/Selbstständige/r der Ausdruck Eisberg-Modell hört, hat er/sie oft das Bild vom unternehmerischen Erfolg im Kopf – der eben kleinen, sichtbaren Fläche über dem Wasserspiegel. Auch und gerade erfolgreiche Verkäufer(innen) haben deshalb immer wieder mit dem Vorurteil der Oberflächlichen Betrachtungsweise zu kämpfen, dass Ihnen Reichtum einfach so zufliegt. Dabei ist genau das ein hart- umkämpfter Kraftakt. Und das ganze zieht die andere Seite der Medaille nicht in Betracht, denn:

Viel viel mehr liegt unter der Wasser- Oberfläche verborgen:

  • Verzicht

  • schlaflose Nächte

  • Risikobereitschaft

  • Disziplin

  • Glaube

  • Fehler

  • Kritik

  • Verzicht

  • Ablehnung

  • Ausdauer

  • Harte Arbeit

…eben all diese Dinge und Fakten, die man aus dem Unternehmertum kennt, wenn man es richtig betreibt…

Im Kern aber geht das Eisberg-Modell selbst auf den Vater der Psychoanalyse – den bekannten Sigmund Freud zurück. Dieser hat jedoch fälschlicherweise niemals in seinem Werk die Metapher des Eisbergs verwendet. Erst später wurde genau das nämlich vom Schriftsteller Ernest Hemingway eingeführt.

Was das Eisbergmodell besagt und was es für eine erfolgreiche Kommunikation bedeutet, und wie Du damit vor allem praktische Anwendung findest -erfährst Du in diesem Blogartikel.

Im Grunde genommen geht das Eisberg-Modell also auf etwas ganz anderes zurück:

Es verweist nämlich lediglich ohne die oben genannte Betrachtungsweise auf die 2 Ebenen der Kommunikation, von denen jeweils eine sichtbar – und die andere unsichtbar ist. Nimmt man sich rechnerisch hierbei einmal den Querschnitt eines Eisberges als Vorbild, dann gibt es demnach einen sichtbaren Teil von 10 bis 20 Prozent und einen unsichtbaren Teil von 80 bis 90 Prozent.

Dem Eisberg-Modell liegt also einfach und letztendlich das Prinzip zugrunde, dass auch bei einem Eisberg nur ein kleiner Teil (20%) sichtbar ist, während der wesentlich größere Teil (80%) unter der Wasseroberfläche verborgen ist.

Jenes findet auch oft Ansatz im sogenannten Pareto-Prinzip , welches folgendes besagt:

Die 80/20-Regel bedeutet dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden können. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit. Kurzum: Prioritätenliste statt lange To-Do-Listen. Cashflow generieren statt sich auf unwichtige Klein-Klein-Aufgaben zu stürzen und unliebsame Aufgaben einfach outsourcen. Aber das wird an anderer Stelle ausformuliert.

Zurück zum Eisberg-Modell:

Es gibt also immer 2 Seiten. Jenes schafft kurz heruntergebrochen also Konflikte innerhalb einer Kommunikation von Menschen.

Mit Konflikten ist es wie mit Eisbergen: Nur ein kleiner Teil der Ursache ist sichtbar.

In jeder Kommunikation gibt es demnach eine:

Inhaltsebene (rational, Informationen, sachliche Mitteilungen)

und eine Beziehungsebene (emotional, Wahrnehmung von Gefühlen, Werte, Einstellungen).

Eine Lösung des Konfliktes ist mit dem Eisberg-Modell möglich, indem geguckt wird, was dem Konflikt eigentlich zugrunde liegt. Es hilft einem dabei, sich bewusst zu machen, wodurch das Verhalten beeinflusst wird.

Ein Beispiel zum Eisbergmodell

Schauen wir uns eine Aussage an, die ein Projektmanager gegenüber einer Mitarbeiterin im Vertriebsteam macht:

“Frau Lara, ich hätte gern, dass Sie dieses Mal die Präsentation zu unserem Quartals-Vertriebs-Ergebnis halten.” 

Die Sachebene sagt aus: Der Projektmanager möchte gern, dass die Präsentation vom Teammitglied gehalten wird.

Die Beziehungsebene ist hingegen deutlich vielschichtiger. Die Aussage kann hierbei nämlich ziemlich unterschiedlich gedeutet werden:

  • Interpretation 1: Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit von Frau Lara und möchte Ihr die Chance geben, sich auch selbst einfach zu präsentieren. 
  • Interpretation 2: Ich habe selbst keinen Elan/keine Lust, die Präsentation vorzubereiten und wälze das lieber auf die Mitarbeiterin ab.
  • Interpretation 3: Das Wörtchen “dieses Mal” könnte heißen, dass die Quartals-Ergebnisse so schlecht sind, dass der Projektmanager sich selbst nicht traut, diese der versammelten Mannschaft/dem Gremium zu präsentieren. Er versteckt sich hinter der Mitarbeiterin um selbst nicht direkt im schlechten Licht stehen zu müssen.

Je nachdem, welches Verhältnis also zwischen den beiden Personen oder auch innerhalb eines Teams herrscht, kann die Aussage komplett unterschiedlich aufgenommen werden.

Nur mal angenommen, der/die Mitarbeiterin ist derzeit im Burnout und mit der Präsentation komplett überlastet.

Nur mal angenommen, der Projektleiter ist bei seiner Aussage gerade sehr in Eile und findet nicht den richtigen Tonfall (wirkt gereizt).

Fazit: Die Sachebene bleibt die gleiche. Die Beziehungsebene kann aber eine komplett unterschiedliche Interpretation von Glück und Unglück hervorrufen.

Manchmal ist etwas durchaus komplett positiv gemeint – kommt aber negativ an.

Wie kann man dieses Eisberg-Modell für Projekte & Workshops anwenden?

Zunächst einmal ist es in der praktischen Anwendung immens wichtig, dass sich alle Mitarbeiter dieses Modells der Kommunikation bewusst sind. Das tolle an diesem Modell:

Weiss man selbst um den hohen Anteil der Beziehungsebene innerhalb der Kommunikation, kann man geeignete, praxisreiche Methoden anwenden, welche die Wahrscheinlichkeit von Konflikten & von Missverständnissen absolut verringen.

Zu diesen zählen:

  • Das aktive Zuhören
  • das Nutzen verständlicher(er) Formulierungen
  • die innere Bereitschaft, einfach mal nachzufragen, wenn etwas unklar erscheint
  • die Einholung von Feedback, wie etwas ankommt
  • die Beachtung persönlicher Hintergründe (Zwischenmenschlichkeit und die eigene Schulung von Sensibilität gegenüber seinen Mitmenschen)
  • und natürlich auch das Aufstellen von Kommunikations- und Verhaltensregeln innhalb eines Teams, dass man eine Art Leitfaden für solche Situationen hat.

Psychologen haben mit dem Eisberg-Modell also bildhaft versucht, bestimmte Aspekte der Kommunikation zwischen zwei Menschen zu erklären.

Kurzum: Man muss aufgrund unterschiedlicher Wahrnehmungen nicht wie die Titanic untergehen!

Wir sollten also erlernen-  zum Beispiel auch bei unseren (Privat-) Gesprächen, dass es immer einen sichtbaren Bereich und einen unsichtbaren Bereich gibt.

Sachebene – der sichtbare Teil des Eisbergs

Auf der Sachebene, das heisst- im sichtbaren Bereich des Eisbergs- nehmen wir also die sachlichen Inhalte, also das gesprochene Wort und die Information, die uns der Gesprächspartner vermitteln will, wahr. Auf der Sachebene findet sich all das, was für uns direkt beobachtbar und hörbar ist. Mehr ist es nicht.

Beziehungsebene-der-unsichtbare-Teil-des-Eisbergs

Beziehungsebene – der unsichtbare Teil des Eisbergs

Der unsichtbare Teil ist (wie im Leben selbst) also weitaus spannenden und tiefgründiger.

Man kann es im Grunde genommen so betrachten, dass man hinter die Fassade blickt und einen Menschen einfach mal tiefgründig kennenzulernen versucht.

Auf der so genannten Beziehungsebene befindet sich demnach die zweite, unsichtbare Ebene der Kommunikation. Wenn wir kommunizieren geben wir nämlich nicht nur Informationen und Inhalte weiter – sondern wir transportieren oft weitaus mehr (und das unterbewusst). Das kann sein:

  • Gefühle
  • Stimmungen
  • Erwartungen
  • Erfahrungen
  • Ängste und Unsicherheiten
  • Werte
  • Wünsche

Der Ausdruck von Sympathie ist hierbei unterschwellig (oftmals in den ersten 5 Sekunden eines Kennenlernens) und nur unmittelbar beobachtbar, aber dennoch massiv vorhanden.

Diese Arten der Kommunikation bleiben zumeist unausgesprochen und wirken im Verborgenen. Durch Gestik, Mimik oder Tonfall erhält man manchmal Kenntnis von dieser unbewussten Ebene. Über Gestik, Mimik oder Tonfall versuchen wir dem Gegenüber zu vermitteln, wie ein gesagter Inhalt (die vorherig genannte Sachebene) zu verstehen ist.

Die Sachebene bezeichnet also das “Was” der Kommunikation, der Beziehungsebene das “Wie”.

So geht das Eisberg-Modell

Streit und Kommunikation über viele Ebenen hinweg ist also erlernbar – auch und gerade dann wenn es mal zu Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten kommt, ist dieses Wissen darum also wie eine nützliche Waffe zu betrachten, wenn: 

A) Man sich bewußt wird, dass zu oft die Beziehungsebene (Wut, Angst etc.) Stein des Anstoßes ist. Entzerrt man diese, blickt dahinter und erfragt alles, kann dies zur Klärung im laufenden Betrieb beitragen.

B) Es problematisch wird. Das heisst, wenn die Wahrnehmung des eigenen oder des fremden Kommunikationsverhalten sich nur auf die Sachebene konzentriert.

Hierzu kann man in jedem Fall zur Entschlüsselung auftretener Probleme unter Mitarbeitern etc. eine Technik anwenden, die zur finalen Klärung beiträgt:

Das Vier Ohren Modell

Der erwiesene und allseits-bekannte Kommunikationsmodell des Kommunikationspsychologen © Friedemann Schulz von Thun :

Jener entwickelte ein Modell mit 4 Ebenen. Eine Aussage oder Äußerung lässt sich demnach immer auf 4 Ebenen entschlüsseln, die ich hierzu als Lösungsansatz benennen möchte:

  1. Die Sachinformation = worüber ich informiere (der Inhalt der Nachricht);
  2. Die Selbstkundgabe = was ich damit über mich aussage (Absichten, Gefühle usw.);
  3. Der Beziehungshinweis = was ich von der anderen Person halte und wie wir zueinander stehen;
  4. Der Appell = wozu ich den Gegenüber auffordern oder veranlassen möchte.

Eine Äußerung eines Sprechers (Sender) beinhaltet diese vier Ebenen, die der Empfänger mit “vier Ohren” entschlüsseln muss.

  1. Sachinformation = worüber ich informiere (der Inhalt der Nachricht).
    Hier geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Der Sender sollte den Sachverhalt klar und verständlich formulieren. Der Empfänger, der das Sachinhaltsohr aufgesperrt hat, hört auf: die Daten, Fakten und Sachverhalte und prüft diese in Hinblick auf Richtigkeit, Wichtigkeit und Vollständigkeit für das Gesprächsthema.
  2. Selbstkundgabe = was ich damit über mich aussage (Absichten, Gefühle usw.)
    In jeder Äußerung ist ganz unwillkürlich eine Selbstaussage enthalten. Der Sprecher zeigt auf, was in ihm vorgeht, wofür er steht und wie er sich selbst sieht. Diese Selbstaussage kann sehr offensichtlich aber auch verborgen und indirekt erfolgen. Jede Nachricht wird so zu “einer kleinen Kostprobe der Persönlichkeit”. Mit dem Selbstkundgabe-Schnabel gibt der Sender also bewusst oder auch unbewusst, Informationen über sich weiter. Diese Hinweise muss der Empfänger mit dem Selbstkundgabe-Ohr entschlüsseln: Was sagt mir die Äußerung über den Anderen? Was für ein Typ ist das? Wie ist der Sender gestimmt? etc.
  3. Beziehungshinweis = was ich von der anderen Person halte und wie wir zueinander stehen.
    Aus jeder Äußerung geht auch hervor, wie der Sender zum Empfänger steht, was er von ihm hält. Der Sprecher sagt also auch immer etwas über seine Beziehung zum anderen aus. Oft offenbart sich dieser Beziehungshinweis in der gewählten Formulierung und im Tonfall und anderen nichtsprachlichen Begleitsignalen wie Mimik oder Gestik. Für die Hinweise über die Beziehung hat der Empfänger oft ein besonders sensibles (über)empfindliches Beziehungs-Ohr. Er hört aus der Nachricht heraus: “Wie fühle ich mich behandelt durch die Art, in der der Andere/die Ander mit mir spricht? Wie redet er/sie eigentlich mit mir? Wie steht der Andere/die Andere zu mir? Was hält er/sie von mir?”
  4. Appellseite = wozu ich den Gegenüber auffordern oder veranlassen möchte
    Wenn jemand das Wort ergreift und es an jemanden richtet, macht er dies in der Regel nicht “einfach nur so”. Der Sprecher will fast immer auch etwas bewirken, Einfluss auf den anderen nehmen und etwas beim Anderen erreichen. Teils offen und teils verdeckt werden auf der Appellseite Wünsche, Appelle (Aufforderungen), Ratschläge, Handlungsanweisungen geäußert. Das Appell-Ohr des Empfängers ist besonders empfangsbereit für die Entschlüsselung der Äußerung in Hinblick auf die Fragen: Was soll ich jetzt machen, denken oder fühlen?

WIR müssen immer reden und Kommunizieren

Nur dann herrscht in einer Firma/einem Betrieb der Idealfall. Sender wie Empfänger sollten bestenfalls also alle vier Seiten beherrschen oder es zumindest im Laufe der Zeit erlernen. Manchmal braucht es auch einfach Zeit, bis ein Team zusammen wächst.

Respektvoller Umgang miteinander, aufrichtiges Zuhören und die Bereitschaft zu Lernen sollte dafür maßgeblich und richtungsweisend sein.

Fazit: Kommuniziere in Perfektion, wenn Du kein Eisberg bist! 

Alles im Leben ist Verkauf. Du kannst niemals nicht kommunizieren. Bist Du für Deinen Betrieb von Wert, wird man sich alle Mühe geben, Dich auch zwischenmenschlich zu unterstützen. Verabschiede Dich vom Gedanken, dass dies jeder Arbeitgeber, geschweige denn jeder Mensch tun wird im Arbeitsleben. Vieles wird an der Oberfläche bleiben. Wichtig ist aber, dass Du Dich selbst in diesem Bereich ungemein schulen musst. Gebe Dein Bestes um Dich weiterzubilden, um Kommunikations-Signale und Modelle wie dieses hier im Laufe der Zeit zu verinnerlichen.   Erst dann kannst Du Deine Dienstleistung, Deinen Mehrwert und vor allem Deine Persönlichkeit mit den richtigen Kommunikationsmethoden und der richtigen Psychologie dahinter erfolgreich nach Außen tragen. Für Dich selbst und Deine Mitarbeiter. Der erlernte und richtige Kommunikationsweg ist mitunter auch Dein Weg für Deinen unaufhaltenbaren Erfolg- beruflich wie privat.

Inneren Schweinehund überwinden: 10 Tipps

inneren schweinehund

Ein Hund mit einer Schweineschnauze oder doch eher ein Schwein mit Hundefell? Wie auch immer du dir den inneren Schweinehund vor Augen hältst – eines ist sicher, er steht dir und deinem Erfolg im Wege. Es scheint, als habe der innere Schweinehund nur ein Ziel – und das ist unserer Produktivität im Wege zu stehen. 

Hier bekommst du daher 10 Möglichkeiten, die dir helfen können, deinen inneren Schweinehund hinter dir zu lassen. Diese Tipps werden ebenfalls deinen Mitarbeitern helfen, die Produktivität, sowie den Erfolg deines Unternehmens stetig zu steigern.

Was ist der innere Schweinehund?

Der innere Schweinehund ist kein reales Wesen, sondern vielmehr eine Phrase, welche die Blockade beschreibt, die wir manchmal verspüren, wenn wir eine Aufgabe ausführen müssen/wollen. Vor allem im Verhältnis zum Sport treiben, ist dies eine gängige Bezeichnung für den Widerstand, den wir aufbauen und die negativen Gefühle, die wir empfinden, bevor wir mit dem Training beginnen. 
Plötzlich fällt uns alles schwerer, die Sportkleidung anziehen wird zu einer Qual und der Weg ins Fitnessstudio ist scheinbar unsagbar lang.

Nicht nur im Sport gibt es den inneren Schweinehund, sondern auch in der Unternehmensführung. Nicht jede Aufgabe, die man als Selbstständiger oder Unternehmer ausübt, bringt uns die gewünschte Erfüllung. Beispielsweise sind die Themen Buchhaltung und/oder E-Mails beantworten für viele Menschen eine große Qual – sodass sich der innere Schweinehund meldet, der uns die Motivation raubt.

Wie der innere Schweinehund der Produktivität im Weg steht

Doch was hat der innere Schweinehund denn nun mit deinem Unternehmen zu tun? Fakt ist, dass sich dieser nicht nur bei uns, sondern auch den Mitarbeitern meldet. Plötzlich benötigen wir viel mehr Zeit diverse Aufgaben auszurichten, bauen uns selber Blockaden auf und vor allem verschwenden wir viel Zeit. 

Zeit, in der wir hätten produktiv sein können! Der innere Schweinehund kann daher ein wahrer Produktivitäts-Killer sein.

Mehr Erfolg und Produktivität – Lass den inneren Schweinehund hinter dir

Verabschiede dich nun von deinem inneren Schweinehund, denn mit diesen Tipps kannst du ihn aktiv mit einem Tritt in den Hintern aus deinem Leben und deinem Unternehmen verabschieden!

Langes Sitzen vermeiden

Vor allem, wenn wir an unserem Unternehmen tüfteln, vergehen schnell Stunden um Stunden, in denen wir am Laptop oder PC sitzen. Dies ist ein typischer Alltag im Leben eines Unternehmers und denen, die es werden möchten. Doch dieses lange Sitzen schadet deiner Produktivität. Wie aktuelle Studien zeigen, kommt das lange Sitzen mit vielen Nachteilen:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Probleme mit der Konzentration
  • Erhöht die Wahrscheinlichkeit an diversen Krankheiten, wie Diabetes zu erkranken
  • uvm.

 

Ich empfehle dir daher entweder zu einem Stehtisch zu wechseln oder regelmäßige Spaziergänge in deinen Arbeitsalltag zu implementieren. Nicht nur dir, auch deinen Mitarbeitern kann dieser Tipp helfen leistungsfähiger zu sein.

Organisation ist das A und O

Mit einem Plan fällt es leichter den inneren Schweinehund zu ignorieren. Wir wissen konkret was wir zu tun haben und können unseren Tag Schritt für Schritt angehen. Hierbei ist es sinnvoll auf eine tägliche To-do-Liste und eine wöchentliche To-do-Liste zu setzen. Diese zeigen auf, welche Ziele erreicht werden müssen und helfen dabei leichten Druck aufzubauen. Mit diesem Druck bestimmte Ziele zu erreichen, beziehungsweise Aufgaben zu erledigen, fällt es leichter den inneren Schweinehund gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Extra Tipp: Visualisiere deine Aufgaben/Ziele (beispielsweise durch gewünschte Zahlen, die in der Woche erreicht werden sollen) in deinem Büro. So wirst du immer wieder daran erinnert, was du in dieser Woche erreichen möchtest und zugleich werden deine Mitarbeiter ebenfalls motiviert.

inneren schweinehund

Mit Tools Ablenkungen bekämpfen

Wenn du umgeben bist von Ablenkungen, dann ist es einfacher diesen zu verfallen. Stelle dir vor, du sitzt in deinem Büro und musst eine Aufgabe erledigen, die in dir den inneren Schweinehund weckt. Schnell ist alles andere interessanter, plötzlich ertappst du dich dabei am Handy durch die sozialen Netzwerke zu scrollen. Um mit diesem Problem umzugehen, gibt es diverse kostenlose Tools für dein Handy und Laptop/PC, die solche Ablenkungen blockieren.

Beispielsweise gibt es die kostenlose App für Android und iOs „Forest“. Diese blockiert dein Handy für einen von dir bestimmten Zeitraum. In dieser Zeit wächst ein Baum oder Busch visuell auf deinem Handy und du kannst es anderweitig nicht verwenden.

Weitere Tools wie diese sind:

  • AdBlock
  • Cold Turkey
  • Focus
  • AntiSocial
  • IA Writer
  • uvm.

Den „Flow“ erreichen

Der Autor Mihaly Csikszentmihalyi thematisierte den Flow Zustand bereits in seinem Buch “Flow. Das Geheimnis des Glücks”. Hierbei konzentrierte er sich zwar grundlegend auf das glücklich sein, doch kann uns der Flow Zustand auch dabei helfen unseren inneren Schweinehund zu bekämpfen. In diesem Zustand sind wir am produktivsten – ohne Ablenkung und totalem Fokus. 

Der Flow Zustand ist der Zustand, in dem sich der innere Schweinehund nicht einschleichen kann, da wir so fokussiert sind auf unsere Arbeit. Laut Csikszentmihalyi erreichen wir diesen Zustand, wenn unsere Aufgaben nicht zu leicht und nicht zu schwer, sondern nur eine kleine Herausforderung darstellen. Kein Wunder also, dass bei den täglichen E-Mails es plötzlich sehr schwer wird sich zu konzentrieren. In diesem Fall kannst du versuchen die Aufgabe zu erschweren, beispielsweise indem du dir ein zeitliches Limit setzt.

OPTIMALE ARBEITS-AMBIENTE SCHAFFEN

Ähnlich wie die Ablenkungen durch die sozialen Netzwerke kann auch unser Arbeitsumfeld sehr ablenkend sein. Sei es durch eine erhöhte Lautstärke, viele Menschen oder keiner ausreichenden Ausstattung. 

Um sich mental auf die Arbeit vorzubereiten, ist es wichtig auch ein ideales Arbeitsumfeld zu schaffen. Dies ist oftmals eine große Schwierigkeit für Menschen die im Homeoffice arbeiten und das womöglich gemeinsam mit der Familie. Hier ist es wichtig ein Arbeitsumfeld zu bauen, dass jedes Mal, wenn du es betrittst ausschließlich für die Arbeit genutzt wird – hier hat der innere Schweinehund keinen Raum!

5 Tipps gegen den inneren Schweinehund

Routine optimieren

Wenn du dir deinen Arbeitsalltag anschaust, dann wirst du sicherlich viel Routine sehen. Diese Routine kannst du nutzen, um dich ideal auf deinen Arbeitstag vorzubereiten. Die Schriftstellerin Rupi Kaur zum Beispiel zündet jedes Mal bevor sie das Schreiben beginnt eine Kerze an. Dies stimmt sie darauf ein, dass nun die Zeit ist produktiv zu sein. Finde eine Routine, die auch dich auf die Arbeit einstimmt und schon wird sich der innere Schweinehund gar nicht melden.

Regelmäßige Belohnungen

Ob kleine Belohnungen für uns oder unser Team – positive Rückmeldungen in Form von Belohnungen kommen immer gut an und helfen uns den letzten Meter zu unserem Ziel zu gehen. Belohnungen haben viele Vorteile, beispielsweise fördern sie die Beziehung zwischen Chef und Mitarbeitern, sie motivieren, lockern den Arbeitsalltag auf und helfen den inneren Schweinehund zu umgehen. Nach einer erfolgreichen Arbeitswoche könntest du zum Beispiel deine Mitarbeiter mit einer Pizza überraschen.

Kreiere Teams

Menschen sind in Teams produktiver, da hierbei bewusst oder unterbewusst Druck aufgebaut wird seine Arbeit möglichst gut zu erledigen. Jeder hat seine Aufgabe, die er in der Gruppe zu erledigen hat und wenn dieser die Leistung nicht erbringt, fällt dies auf das ganze Team zurück. Für viele Menschen ist dies Ansporn genug, um den inneren Schweinehund hinter sich lassen und eine produktive Arbeit zu leisten.

Abwechslung in den Aufgaben

Obwohl wir im Arbeitsalltag viel mit Routine zu kämpfen haben, solltest du dennoch versuchen Abwechslung in den Aufgaben einzubringen. Sei es bei deinen eigenen Aufgaben oder bei den Aufgaben deiner Angestellten. Zudem ist es ideal, wenn diese Aufgaben eine leicht erhöhte Schwierigkeitsstufe haben, sodass deine Mitarbeiter mehr gefördert werden – und vielleicht sogar den Flow Zustand erreichen (Siehe Punkt 4).

Regelmäßige Pausen

Mit regelmäßigen Pausen ermöglichen wir unserem Geist eine kleine Pause. Nicht nur im Sport sind Ruhephasen genauso wichtig wie aktive Trainingsphasen – sondern auch in der Arbeitswelt. Irgendwann ist die Batterie leer und wir haben keine Kraft mehr, um uns dem inneren Schweinehund entgegenzustellen. Plane daher nicht nur deinen Tag mit all den zu erledigenden Aufgaben, sondern sorge auch für tägliche Pausen.

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Extra Tipp: Problematische Aufgabe durch die „Outsourcing-Methode“ lösen

Wir alle haben bestimmte Aufgaben, die wir ungern übernehmen, beispielsweise da sie nicht in unserem Interessengebiet liegen oder sie zu einfach/schwer sind. Hier kann die sogenannte „Outsourcing-Methode“ Abhilfe schaffen. Diese Methode basiert auf dem einfachen Prinzip bestimmte Aufgaben abzugeben. 

Wenn du beispielsweise pro Woche rund 3 Stunden an deiner Buchhaltung sitzt und du in dieser Zeit aktiv an deinem Unternehmen arbeiten könntest, stellt sich die Frage: „Wäre es nicht sinnvoller und langfristig besser einen Buchhalter zu engagieren?“ Die Zeit, die du nun sparst, kannst du viel produktiver nutzen. Nicht nur das, denn du gehst deinem inneren Schweinehund aus dem Weg!

Ja, man könnte nun argumentieren, dass Geld in das Engagement eines Buchhalters investiert werden muss, doch wenn du die Stunden hochrechnest, die du durch das Outsourcing sparst und die du aktiv in dein Unternehmen stecken kannst – ist dies das nicht eine wirtschaftlich bessere Investition?

Fazit: Der innere Schweinehund ist nicht unüberwindbar

Fakt ist, dass es den inneren Schweinehund nicht gibt. Es ist kein reales Wesen, welches uns aktiv davon abhält unsere Arbeit zu leisten und Fortschritte zu machen, vielmehr ist es eine mentale Blockade. Wenn du allerdings, unter anderem mit den oben genannten Tipps und Tricks, lernst mit dem inneren Schweinehund umzugehen, dann wirst du auch erkennen, dass es stetig einfacher wird diesen hinter dir zu lassen.

So wie sich der innere Schweinehund in unser Leben (und unseren Gedanken) einschleicht, so können wir ihn auch wieder gehen lassen. Dies wird dir und deinen Mitarbeitern helfen auf Dauer produktivere Arbeit zu leisten und dein Unternehmen stetig wachsen zu lassen!

OPTIMALE ARBEITS-AMBIENTE SCHAFFEN Ähnlich wie die Ablenkungen durch die sozialen Netzwerke kann auch unser Arbeitsumfeld sehr ablenkend sein. Sei es durch eine erhöhte Lautstärke, viele Menschen oder keiner ausreichenden Ausstattung. Um sich mental auf die Arbeit vorzubereiten, ist es wichtig auch ein ideales Arbeitsumfeld zu schaffen. Dies ist oftmals eine große Schwierigkeit für Menschen die im Homeoffice arbeiten und das womöglich gemeinsam mit der Familie. Hier ist es wichtig ein Arbeitsumfeld zu bauen, dass jedes Mal, wenn du es betrittst ausschließlich für die Arbeit genutzt wird – hier hat der innere Schweinehund keinen Raum!

Bestimme dein Gehalt als Geschäftsführer

Persönichkeitsstile mithilfe des DISG-Modells bestimmen
Geschäftsführer Gehalt

Als Geschäftsführer deines eigenen Unternehmens tauscht du nicht zwingend deine Zeit gegen Geld. Du wirst nach der Leistung bezahlt, die du oder auch deine Mitarbeiter erbringen. Von diesem Faktor hängt dein Umsatz maßgeblich ab. Doch wie viel der Unternehmensgewinne solltest du dir selbst als monatliches Gehalt ausschütten?

5 Strategien für dein Gehalt als Geschäftsführer einer GmbH

Wie du vielleicht weißt gibt es verschiedene Strategien, an denen sich die Gehaltszahlungen eines Geschäftsführers orientieren können. Daher möchte ich dir alle fünf möglichen Szenarien vorstellen, von denen du eines für dich und dein Unternehmen nutzen kannst, sofern du Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bist. Hierbei solltest du besonders auf deine individuelle Situation eingehen und deine persönlichen Prioritäten festlegen. Möchtest du mit einem möglichst hohem Geschäftsführergehalt Freunde und Bekannte imponieren oder möchtest du eine Strategie wählen, nach der du möglichst steueroptimiert handelst?

Geschäftsführer Gehalt bestimmen

Maximales Gehalt als Geschäftsführer einer GmbH

Selbstverständlich kannst du dir als Geschäftsführer das maximal mögliche Gehalt zahlen. Dies ist allerdings in Bezug auf eine Steuerreduzierung eher unvorteilhaft. Des Weiteren liegt bei der Zahlung eines maximalen Gehaltes eine Vergleichsgrenze vor. Auf diese schaut das Finanzamt besonders. Denn du kannst dir nur ein solches Gehalt auszahlen, so lange es fremdvergleichsüblich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, läufst du Gefahr, dass das Finanzamt dir eine verdeckte Gewinnausschüttung vorwerfen könnte.

Wenn du dir zum Beispiel ein jährliches Gehalt in Höhe von 200.000€ zahlen möchtest, in der Branche jedoch ein Gehalt als Geschäftsführer in Höhe von 120.000€ angemessen ist, könnte dir für die übrigen 80.000€ eine verdeckte Gewinnausschüttung unterstellt werden. Wenn du also dir ein maximales Gehalt zahlen möchtest, musst du dich an den branchenüblichen Gehältern von Geschäftsführern orientieren. Durch diesen Fremdvergleich wirst du nicht in der Lage sein, dir eine außerordentlich hohe Vergütung zahlen zu können. Weiter wird dir vermutlich jeder Steuerberater von einer solchen Verfahrensweise abraten, da diese nicht steueroptimiert ist.

Ein Gehalt mit dem du 0€ Einkommensteuer zahlst

In der zweiten Strategie legst du kannst dein Geschäftsführergehalt so fest, dass keine Einkommenssteuer fällig wird. Demnach zahlst du dir ein Gehalt, mit dem du den aktuell geltenden Grundfreibetrag nicht übersteigst. Das heißt, dass du in diesem Jahr (2020) dir maximal ein Jahresgehalt in Höhe von 9.408€ zahlen dürftest. Jeder Euro, der diesen Betrag übersteigt, wäre demnach einkommenssteuerpflichtig. 

Weiter solltest du bei diesen Überlegungen auch noch die Werbungkosten und den Werbungskostenpauschbetrag berücksichtigen. Diese können dein steuerpflichtiges Einkommen reduzieren, wenn du etwaige Aufwendungen geltend machst. So kannst du zum Beispiel ein Arbeitszimmer, Arbeitskleidung, Reisekosten, Fahrtkosten oder auch Arbeitsmittel als Werbungskosten geltend machen. Sollten deine tatsächlichen Aufwendungen, die du als Werbungskosten anzeigen kannst, eher geringer ausfallen, dann kannst du auch den Werbungskostenpauschbetrag nutzen. Denn unabhängig von der tatsächlichen Höhe deiner Werbungskosten kannst du pauschal einen Betrag in Höhe von 1000€ pro Jahr geltend machen. Wenn du allerdings über weitere Einnahmequellen als Privatperson verfügst, werden diese ebenfalls auf dein zu versteuerndes Einkommen angerechnet. Dies solltest du unbedingt bei der Bestimmung deines Gehaltes als Geschäftsführer berücksichtigen, wenn du unter dem entsprechenden Grundfreibetrag liegen möchtest.

Geschäftsführergehalt bemessen nach deinem Lebensstandard

Bei diesem Szenario solltest dir die Frage stellen, wie dein Leben zukünftig und der damit verbundene Lebensstandard aussehen soll. Zusätzlich kannst du in Betracht ziehen, welche Ausgaben du bislang als Privatperson getätigt hast und wie sich diese Ausgaben auch in Zukunft entwickeln werden. Weiter kannst du dir die Frage stellen, wie viel des gezahlten Gehaltes nicht notwendig gewesen ist, da du es nicht ausgegeben hast. Aus diesen Gründen solltest du dir vorab Gedanken über deinen privaten finanziellen Bedarf machen, um entsprechende Überschüsse nicht versteuern zu müssen.

Selbstständig Vorsorge betreiben

Zum anderen musst du als Geschäftsführer deines Unternehmens, sofern du nicht sozialversicherungspflichtig bist, eigenständig Altersvorsorge betreiben, da du weder Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung noch aus anderen staatlichen Institutionen beanspruchen kannst. Für deine persönliche Altersvorsorge kannst du zum Beispiel eine Rentenversicherung abschließen oder auch auf Kapitalanlagen zurückgreifen, wie zum Beispiel Immobilien und Aktien. Für diese Investitionen kannst du die Überschüsse deines Gehaltes verwenden, die vorher bereits besteuert wurden. Besser wäre es jedoch, wenn du den Investitionsort wechselst, sodass du das Geld entsprechend investierst ohne es vorher durch die möglicherweise anfallende Einkommenssteuer besteuern zu müssen.

Decke stille Betriebsausgaben auf

Ein weiterer Aspekt sind mögliche stille Betriebsausgaben, die auf den ersten Blick nicht zwingend ersichtlich sind. So kann es sein, dass du zum Teil aus deinem bereits versteuerten Einkommen Kosten deines Unternehmens begleichst. Das kann unter anderem dein Mobiltelefon sein, dass du ebenfalls für geschäftliche Aktivitäten nutzt. Zudem wirst du als Unternehmer vermutlich, aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage, teilweise auch von Zuhause aus arbeiten. Das heißt, du nutzt deinen privaten Internetanschluss, um deine unternehmerischen Tätigkeiten durchführen zu können. Somit gehen dir die Umsatzsteuer als auch die möglichen Betriebsausgaben verloren, wenn du diesen Internetanschluss nicht für deine betrieblichen Zwecke geltend machst. All diese Faktoren können dein zu versteuerndes Einkommen reduzieren, sodass dir am Ende des Tages mehr Netto von deinem Bruttolohn bleibt.

Gestalte dein Gehalt als Geschäftsführer ausgewogen

Die vierte Strategie, nach der du dein Gehalt als Geschäftsführer bestimmen kannst, ist ein sogenanntes ausgewogenes Szenario. In einer gewöhnlichen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beträgt der Steuersatz etwa 30%, bestehend aus 15% Körperschaftssteuer sowie 15% Gewerbesteuer. Da in den verschiedenen Bundesländern die Steuersätze voneinander abweichen, kann ich dir keine detaillierten Steuersätze aufführen. Alles in allem werden die Umsätze deiner GmbH unter den genannten Bedingungen mit etwa 30% besteuert. 

In dem Fall des ausgewogenen Szenarios bedeutet solltest du dir daher ein Gehalt auszahlen, dass mit dem gleichen durchschnittlichen Steuersatz wie dein Unternehmen besteuert wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, die konkreten Steuersätze deines Unternehmens zu kennen, um so dein Gehalt und den damit verbundenen Steuersatz bestimmen zu können. Selbstverständlich kannst du auch in diesem Fall durch die Geltendmachung von Werbungskosten deine persönliche Steuerlast zusätzlich reduzieren. Demnach hat diese Strategie das Ziel, dass deine Einkommenssteuerbelastung identisch mit der Steuerbelastung deines Unternehmens ist.

Möglichst niedrige Steuern auf dein Gehalt zahlen

Wenn du die Intention hast, deine persönliche Steuerlast auf ein Minimum zu reduzieren, solltest du einen Blick auf den Grenzsteuersatz werfen. Dieser Steuersatz stellt dar, mit welcher Steuerlast der letzte Euro deiner Steuerbemessungsgrundlage belastet wird. Da der übliche Steuersatz eines Unternehmens bei etwa 30% liegt, sollte sich dein Grenzsteuersatz ebenfalls an diesem Satz orientieren. Demnach zahlst du dir ein Gehalt aus, das maximal mit einem Grenzsteuersatz in Höhe von 30% belastet wird.

Geschäftsführer Gehalt

Dein Gehalt als Geschäftsführer eines Einzelunternehmens

Lässt du dir, als Einzelunternehmer, die erwirtschafteten Gewinne unmittelbar auf dein Privatkonto in Form von Gehaltszahlungen überweisen oder nutzt du ein Kontenmodell, nach dem du dich richtest? Als Unternehmer wirst du nach dem Wert bezahlt, den du der Gesellschaft vermittelst. Zum einen kannst du durch bestimmte Maßnahmen, wie zum Beispiel einer Aktion am „Black Friday“, die Kauflust deiner Kunden positiv beeinflussen. Dies kann dafür sorgen, dass dein Gewinn in diesem Monat deutlich höher ausfällt. Allerdings solltest du dir diese Mehreinnahmen nicht als Gehaltszahlungen vergüten lassen. Denn es kann genauso Monate geben, in denen dein Gewinn etwas geringer ausfällt. Wenn du dein Gehalt als Geschäftsführer stets nach den erzielten Gewinnen bemisst, wirst du eines feststellen können: Du musst deinen Lebensstandard Monat für Monat anpassen.

Nutze ein Kontenmodell

Als Geschäftsführer deines Unternehmens musst du deine Zahlen kennen. Nur mit einem gewissen finanziellen Fundament, wird dein Unternehmen langfristig erfolgreich sein und dir genügend Erträge liefern. Daher solltest du niemals dein Firmenkonto gleichzeitig als privates Konto nutzen. Es ist essenziell wichtig sich zwei separate Konten zu erstellen. Wenn du zudem noch unterschiedlich verdienst, musst du wie ein Geschäftsführer und gleichzeitig wie ein Angestellter denken. Sorge dafür, dass du dir selbst ein fixes Gehalt zahlst, um dir so einen Lebensstandard zu sichern, den du dir, aus unternehmerischer Sicht, leisten kannst.

Bilde Rücklagen für Steuerzahlungen

Als Unternehmer musst du, im Vergleich zu einem Angestellten, deine Steuern erst im Nachhinein zahlen. Aus diesem Grund solltest du gleich einen bestimmten prozentualen Anteil deines Umsatzes für Steuerzahlungen zurücklegen. Als Einzelunternehmer wird dann nach Ablauf des Geschäftsjahres eine entsprechende Einkommenssteuer erhoben.

Der Notgroschen für dein Unternehmen

Wie man an der aktuellen Pandemie-Lage unschwer erkennen kann, sind Rücklagen in Zeiten von Umsatzeinbrüchen von enormer Bedeutung. Sofern deine geschäftliche Tätigkeit sich nicht ausschließlich auf das Online-Geschäft bezieht, wirst du vermutlich auch von der aktuellen Situation betroffen sein. Ein gewisses finanzielles Polster ist für ein Unternehmen überlebenswichtig. Da du als Geschäftsführer die Verantwortung für dein Unternehmen und möglicherweise auch für einige Mitarbeiter hast, musst du alle Kosten begleichen, auch wenn du keine Einnahmen erzielst. Wenn du keine Rücklagen schaffst, ist dein Unternehmen in jeder Krise akut existenzgefährdet. Auch wenn es bei dir unternehmerisch nur steil nach oben gehen sollte, ist es solides Fundament in Form von Rücklagen die Basis für deinen finanziellen Erfolg.

Zahle dir als Geschäftsführer jeden Monat das gleiche Gehalt

Wie du bereits weißt, sollte sich dein privates Einkommen nicht unmittelbar an den Gewinnen deiner Unternehmung orientieren. So machst du dich nämlich zu stark davon abhängig und musst bei entsprechenden Schwankungen deinen Lebensstandard anpassen. Als Geschäftsführer eines Einzelunternehmens könntest du dir zum Beispiel etwa 45-50% deiner Gewinne aus dem Vorjahr als Gehalt auszahlen lassen. Wenn du beispielsweise Einnahmen in Höhe von 500.000€ erzielt hast, von denen du etwa die Hälfte für Rücklagen, wie zum Beispiel Steuern, sparst, kannst du dir die verbleibenden 250.000€ ratierlich als monatliche Gehaltszahlung vergüten lassen.

Schlusswort

Ich hoffe, dass du einige Erkenntnisse hast gewinnen können in Bezug auf deine zukünftigen Gehaltszahlungen als Geschäftsführer. Alle diese fünf Strategien zur Zahlung eines Geschäftsführergehaltes haben Ihre Daseinsberechtigung und werden von sämtlichen Unternehmern angewandt. Wichtig dabei ist, dass du schaust, welche dieser Strategien für dich und deine Prioritäten am besten funktionieren. Solltest du dich auf Anhieb nicht für eine bestimmte Strategie festlegen können, kannst du diese natürlich auch erproben.

Wenn du hingegen ein Einzelunternehmer bist, ist es wichtig, dass dir du ein fixes Gehalt zahlst und deinen Lebensstandard nicht unmittelbar von deinen Gewinnen abhängig machst. Aufgrund der nachgelagerten Besteuerung solltest du zudem immer einen gewissen Anteil deines Umsatzes für Steuerrücklagen und Verdienstausfälle nutzen.

Die Hauptsache ist, dass du ins Handeln kommst und beginnst die Dinge umzusetzen, denn dies ist der Schlüssel zum Erfolg!

Ich wünsche dir weiterhin fette Beute,

dein Dirk

Feedback geben: So nutzt du die Rückmeldung richtig

Feedback geben
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Feedback geben: So nutzt du die Rückmeldung richtig

Feedback zu geben, häufig auch als Rückmeldung bezeichnet, gehört zu den Kernaufgaben von Führungskräften. Denn Feedback ist wichtig für Mitarbeiter, damit sie ihre Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung abgleichen können. Das ist aber noch nicht alles. Wer die Feedback-Regeln beherrscht, kann auch die Motivation und Produktivität im Team steigern…

Feedback Definition: Was versteht man überhaupt darunter?

Feedback – auch losgelöst von dem beruflichen Kontext – bedeutet einfach, dass du deinem Gegenüber Rückmeldung zu einem bestimmen Verhalten oder der Art und Weise der Kommunikation gibst. Rückmeldung besteht daher immer aus zwei Teilen: Einer Person, die Feedback gibt und auf der anderen Seite einer Person, an die das Feedback gerichtet ist. Und die es im günstigsten Fall auch annimmt. 

Feedback geben darf keinesfalls mit unterschwelliger Kritik verwechselt werden, die einfach nur nett verpackt wird. Das würde dem gesamten Prinzip grundlegend widersprechen. Denn mit der Rückmeldung verfolgt man einen ganz anderen Ansatz: Die zwischenmenschliche Beziehung soll verbessert und Vertrauen aufgebaut werden. 

In diesem Sinne ist Feedback zu geben besonders für Führungskräfte wichtig, denn du kannst dieses Instrument dazu nutzen, deine Mitarbeiter zu führen und weiterzuentwickeln. Das ist aber noch nicht alles: Feedback, das so gegeben wird, dass es die Mitarbeiter auch annehmen können, steigert die Motivation und Produktivität im Team. Darauf deuten auch einige Studien hin. Wie groß die Motivationssteigerung im konkreten Fall aussieht, hängt von deinen Feedbackkünsten ab. In einer Studie der Yale University ist von beachtlichen 17 Prozent Steigerung die Rede. 

Rückmeldung geben: Das kannst du erwarten

Klingt gar nicht mal schlecht, ist aber tatsächlich noch nicht alles, was du dir erwarten kannst, wenn du deinen Mitarbeitern konstruktives Feedback gibst. Auch diese Vorteile hat Feedback für dich: 

  • Das Betriebsklima wird verbessert: Feedback sorgt dafür, dass die Kommunikation im Unternehmen transparent abläuft. Und genau das wissen die Mitarbeiter zu schätzen und belohnen konstruktive Rückmeldung mit einer besseren Einstellung zum Unternehmen und zur Arbeit.
  • Missverständnisse werden schnell geklärt: Wenn es zum regelmäßigen Ablauf im Unternehmen gehört, dass du deinen Mitarbeitern Feedback gibst, lassen sich auch kleinere und größere Missverständnisse schneller klären. Das trägt nicht nur dazu bei, dass die Stimmung schnell wieder besser wird, sondern hat noch einen weiteren Vorteil: Es kommt nicht so schnell zu handfesten Konflikten im Team, für die du echte Konfliktmanagement-Skills benötigt. 
  • Mitarbeiter schieben weniger Frust: Auch das ein echter Pluspunkt, den es mit sich bringt, wenn du dich dazu entschließt, regelmäßig Feedback zu geben. Bei konstruktiver Kritik kommt es zu einem Austausch auf Augenhöhe zwischen dir und deinen Mitarbeitern. Das wiederum trägt dazu bei, dass deine Mitarbeiter das Gefühl haben, in dieser Situation das loswerden zu können, was sie bedrückt. So vermeidest du nicht nur, dass deine Mitarbeiter immer frustrierter werden, du kannst auch wertvolle Tipps und Verbesserungsvorschläge für interne Abläufe bekommen – und das alles kostenlos. 

Feedback Regeln

Feedback Regeln: Darauf solltest du achten

Wenn du fortan Feedback-Runden in deinem Unternehmen oder Team implementieren möchtest, helfen dir vielleicht folgende Regeln dabei weiter. Denn tatsächlich ist es gar nicht so einfach, konstruktive Rückmeldungen zu geben, das von dem Gegenüber auch als solches erkannt wird. Formulierst du dein Feedback nämlich zu schroff, kann es sogar sein, dass du damit genau das Gegenteil auslöst.

Achte daher auf folgende Dinge:

1. Klares Ziel kommunizieren

Das hört sich wahrscheinlich einfacher an, als es ist. Tatsächlich musst du dir beim Feedback geben aber immer folgendes merken: Was du sagst und in einer bestimmen Art und Weise meinst, muss nicht zwingend bei deinem Gesprächspartner auch so ankommen. 

Das hängt eben damit zusammen, dass Menschen ganz unterschiedlich sind und häufig auch eine ganz verschiedene Wahrnehmung bestimmter Dinge haben. Was du zum Beispiel als Hilfsangebot gemeint hast, kommt bei deinem Mitarbeiter als versteckte Kritik an. Er denkt vielleicht, dass du ihm nicht zutraust, die Arbeitsaufgabe allein zu bewältigen und du deshalb deine Hilfe anbietest. Du hast das aber gar nicht so gemeint.

Damit das Feedback also so ankommt, wie du es auch tatsächlich geben möchtest, solltest du ein klares Ziel formulieren, das du damit erreichen möchtest. Im oben genannten Fall könnte das zum Beispiel sein, dass du deinem Mitarbeiter ein neues Tool erklären möchtest, mit dem die Arbeit noch einfacher und effizienter klappt. 

2. Richtigen Zeitpunkt finden

Wann es in deinem Unternehmen Zeit ist, Feedback zu geben, hängt von den individuellen Vorlieben ab. In einigen Unternehmen gibt es mittlerweile Feedback-Apps, mit denen Mitarbeiter andere Kollegen und Vorgesetzte relativ zeitnah bewerten können.

Ob sich eine App oder ein vergleichbares Tool für jedes Unternehmen gleichermaßen eignet, lässt sich nicht pauschal sagen. Andere Firmen und Teams kommen eben besser damit zurecht, wenn es einen zeitlichen Abstand zum Ereignis gibt. Vor allem dann, wenn du zu einem Vorfall Feedback geben möchtest, der nicht gerade gut gelaufen ist. Ist der Fehler gerade passiert, könnte es dem Mitarbeiter nämlich viel zu unangenehm sein, um zuzuhören und das Feedback anzunehmen.

Kurzum, du musst ausprobieren, wie viel zeitlichen Abstand dein Team braucht, um Feedback annehmen zu können. Denn nur so stellst du auch sicher, dass dein Feedback die gewünschte Wirkung entfalten kann. 

Konkret werden

Pauschale Aussagen oder zu unbestimmte Kritik muss ihr Ziel verfehlen. Denn wer kann mit Äußerungen wie: „Sie sollten sich Kunden gegenüber freundlicher verhalten“ schon etwas anfangen? Eben. Feedback-Geber sollten daher darauf achten, ihr Feedback anhand konkreter Beispiele zu benennen. 

Das hat noch einen weiteren Vorteil: Der Mitarbeiter weiß nicht nur, was an seinem Verhalten verbesserungswürdig ist, du kannst auch gleich einen Vorschlag mitliefern. Der allerdings sollte als Ich-Botschaft formuliert sein. 

3. Feedback richtig verpacken

Untersuchungen zeigen, dass Feedback dann am besten angenommen wird, wenn es als Ich-Botschaft formuliert wurde. Das gibt dem Gegenüber etwas mehr Spielraum, das Feedback nicht sofort und ausschließlich als Kritik aufzufassen. Um das zu erreichen, kannst du folgende Schritte unternehmen:

  • Beschreibe, was du siehst: Dieser Tipp ist äußerst wertvoll und in der Praxis tatsächlich gar nicht so leicht umsetzen. Gelingt es dir aber, dein Feedback nur beschreibend zu formulieren, hast du eine bessere Chance, dass es angenommen werden kann. Denn dabei formulierst du nur, was du wahrgenommen hast und was dir in der jeweiligen Situation aufgenommen hast. Das alles ganz ohne Bewertung. Probier es mal aus! Du wirst vermutlich schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, Vorgänge und Situationen komplett objektiv zu beschreiben. Das ist also ein erster Schritt, den du üben kannst. Das gelingt zum Beispiel so: „Mir ist aufgefallen, dass Sie einige Nachfragen in der Präsentation nicht beantworten konnten…“ oder „Ich habe beobachtet, dass Sie in letzter Zeit häufiger kurz angebunden waren…“
  • Schildere, was das Verhalten auslöst: Damit der Angesprochene etwas mit dem Feedback anfangen kann, kannst du ihm noch weiter helfen. Erläutere ihm dazu, was das Verhalten bei dir oder bei anderen auslöst. Beispiel: „Wenn Sie konkreten Nachfragen in der Präsentation nicht beantworten können, wirkt das auf mich wenig wertschätzend. Ich bekomme dann den Eindruck, dass Ihnen die Präsentation nicht so wichtig ist.“
  • Bleib sachlich: Feedback sollte immer so formuliert sein, dass es problemlos nachvollzogen werden kann. Das gilt nicht nur für die Person, der du Feedback geben möchtest. Sachliches Feedback ist solches, dass auch von einem Außenstehenden ohne großes Nachdenken oder Nachfragen nachvollzogen werden kann. 
  • Verbesserungsvorschlag machen: Zum Abschluss kannst du noch einmal sagen, was du dir stattdessen wünschen würdest. Beispielsweise so: Ich würde es begrüßen, wenn Sie sich zukünftig ausreichend auf die Präsentation vorbereiten würden. Auch Ihre Kollegen wissen das mit Sicherheit zu schätzen.“

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Feedback empfangen: Auch das gehört dazu

Es ist übrigens nicht damit getan, Feedback nach allen Regeln der Kunst zu geben. Auch Feedback zu empfangen ist eine wichtige Qualität, die Führungskräfte haben sollten. Der Grund: Nur wer auf Feedback angemessen reagiert, kann sich verbessern. Und das gilt eben nicht nur für deine Mitarbeiter, sondern auch für dich. Folgende Dinge kannst du daher trainieren, damit du nicht nur gut Feedback geben, sondern umgekehrt auch Feedback annehmen kannst. Du wirst vermutlich ebenso schnell merken, dass auch das gar nicht so einfach ist. Umso wichtiger, dass du genau das trainierst. Denn deine Mitarbeiter werden es als Zeichen von Wertschätzung empfinden, wenn du nicht nur austeilst, sondern umgekehrt auch bereit bist, Feedback anzunehmen.

Noch dazu gibt es zahlreiche Studien, die zeigen, dass wertvolle Anregungen zur Verbesserung bestimmter Prozesse aus der Belegschaft kommen. Diese Vorschläge wirst du aber nur dann erhalten, wenn du offen für Feedback und konstruktive Kommunikation bist. 

Davon abgesehen verschafft dir eine offene Unternehmenskultur auch einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Denn auf der Suche nach neuen Mitarbeitern reicht es heute nicht mehr, mit Gehalt zu locken. Auch das Drumherum im Unternehmen muss stimmen. Eine etablierte Feedback-Kultur kann genau dazu beitragen.

Mehr als genug Gründe, ausführlich zu üben, wie du nicht nur Feedback geben, sondern Feedback auch annehmen kannst. Das machst du so:

1. Feedback akzeptieren

Wenn du zum ersten Mal in der Situation bist, dass du eine Rückmeldung auf Abläufe im Unternehmen bekommst, wirst du vielleicht merken, dass das nicht immer angenehm sein muss. Das kannst du aber auch positiv sehen: Denn jetzt kannst du dich besser in deine Mitarbeiter hineinversetzen, denen du Feedback gibst. 

Denk immer daran: Feedback ist kein Angriff auf deine Person. Es geht lediglich darum, dass dein Gegenüber dir seine Wahrnehmung schildert.

2. Rückfragen stellen

Solltest du dir unsicher sein, ob du das Feedback richtig verstanden hast, musst du nachfragen. Denn unklares Feedback und Verbesserungsvorschläge müssen ihr Ziel verfehlen. 

3. Gehörtes zusammenfassen

Zum Abschluss der Rückmeldung bietet sich eine Zusammenfassung an. So kannst du die Bestätigung darüber erhalten, ob du die Dinge so verstanden hast, wie sie gemeint waren. Wenn nicht, hat der Feedback-Geber sofort die Chance, das Missverständnis aus der Welt zu schaffen. 

Mit Feedback richtig umgehen

SWOT-Analyse: Stärken und Schwächen analysieren

SWOT-Analyse
SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ist ein Tool aus dem strategischen Management. Denn sie soll dich dabei unterstützen, bestimmte Maßnahmen zu entwickeln, wie du die Stärken deines Unternehmens am besten nutzen kannst. Das ist aber noch nicht alles. Richtig angewendet, gibt dir die Analyse auch Hinweise darauf, wie du mit Schwächen und Risiken bestmöglich umgehen kannst. 

SWOT-Analyse: Was versteht man darunter?

Die SWOT-Analyse ist ein Akronym. Darunter versteht man ein Wort, das aus den Anfangsbuchstaben einzelner Wörter zusammengesetzt ist. Was das konkret bedeutet, lässt sich schnell zeigen:

Die Wortanfänge von 

  • Strenghts (auf Deutsch: Stärken)
  • Weaknesses (auf Deutsch: Schwächen)
  • Opportunities (auf Deutsch: Chancen, Möglichkeiten)
  • Threats (auf Deutsch: Risiken, Gefahren, Bedrohungen)

setzten sich zu dem Kunstwort SWOT zusammen. Der Vorteil von Akronymen: Sie dienen gleichzeitig als Gedächtnisstütze. Denn da der Begriff selbst schon die Anfangsbuchstaben der wichtigsten Bestandteile enthält, kann man diese eben nicht so schnell vergessen. 

Woher stammt die Analyse?

Erdacht wurde die SWOT-Analyse an der Harvard Business School. Ebenso wie die BCG-Matrix, hat sie auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Was – auch das analog zur BCG-Matrix – nicht gleichzeitig bedeutet, dass sie nicht mehr up-to-date wäre.

Im Gegenteil. Die SWOT-Analyse wird auch heute noch ziemlich gern für unterschiedlichste Zusammenhänge verwendet. In erster Linie ist die Analyse zwar dazu da, einen Überblick über die Unternehmensentwicklung zu liefern.

Auf der anderen Seite lässt sie sich aber auch auf andere Zusammenhänge im beruflichen Kontext übertragen. Denn nahezu überall wie es Stärken und Schwächen aufzudecken gilt, kommt auch die SWOT-Analyse zum Einsatz. 

Übrigens ist man sich gar nicht abschließend sicher, ob die SWOT-Analyse eine originäre Erfindung der Harvard Business School ist. Schon in dem Buch „Die Kunst des Krieges“des chinesischen Generals Sun Tzu wurde bereits eine Variante der SWOT-Analyse beschrieben. Beeindruckendes Erbe also, mit dem wir uns hier beschäftigen. 

Wie funktioniert die SWOT-Analyse

Wie funktioniert die Methode?

Die SWOT-Analyse verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie beispielsweise die GAP-Analyse auch. Denn letzten Endes geht es darum, durch die Analyse die Stärken und Schwächen des Unternehmens oder der eigenen Idee aufzudecken. Bei der GAP-Analyse lautet das Zeil, die Lücke zwischen Soll- und Ist-Zustand zu finden und auf diese Weise das Unternehmen weiter voranzubringen.

Bei der SWOT-Analyse werden die – wie bereits oben beschrieben – Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der jeweiligen Idee oder des Unternehmens genauer untersucht. Dadurch kannst du für die Zukunft planen. Auf der anderen Seite aber auch sehen, woran es in der Vergangenheit lag.

Es spricht auch gar nichts dagegen, die verschiedenen Methoden und Analysen nebeneinander oder sogar gleichzeitig zu nutzen. Denn unter Umständen lohnt sich für deine konkrete Fragestellung eine Methode eben mehr als eine andere.

Auf der anderen Seite kannst du durch die Kombination auch neue Einsichten gewinnen. Gut möglich, dass du dank der SWOT-Analyse auf Lösungswege kommst, die du mit einer anderen Methode nicht gefunden hättest – umgekehrt gilt das natürlich ebenso. 

Wie läuft die SWOT-Analyse ab?

Um die SWOT-Analyse gewinnbringend einzusetzen, brauchst du zunächst einmal eine ganze Reihe verschiedener Daten. Denn die Analyse-Methode kannst du für ganz verschiedene Zusammenhänge nutzen. Du hast dabei die Wahl zwischen:

  • Analyse des Wettbewerbs
  • Analyse des eigenen Angebots
  • Analyse des Zielmarktes
  • Analyse der Konkurrenz und des Umfelds
  • Analyse der Kundenstruktur

Aus diesem Grund nutzen auch viele Businessgründer als einen der ersten Schritte die SWOT-Analyse. Denn wenn du die Analyse machst, benötigst du ohnehin eine ganze Menge Daten und diese Daten kannst du im nächsten Schritt direkt in den Businessplan übertragen. 

Was natürlich nicht bedeutet, dass du die Analyse nicht auch in anderen Zusammenhängen nutzen könntest. Es bietet sich vielmehr nur an, sie gerade dann zu durchlaufen, wenn du ohnehin einen (neuen) Businessplan erstellen möchtest. 

Aber es bleibt bei der SWOT- Analyse nicht bei der Betrachtung des status quo. Natürlich soll dadurch die weitere Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst werden. 

Daraus ergeben sich folgende 4 Schritte der SWOT-Analyse:

  1. Stärken identifizieren
  2. Schwächen erkennen
  3. Chancen und Risiken analysieren
  4. Maßnahmen planen

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Analyse nach dem SWOT-Modell erstellen: Ein Beispiel

Nun aber genug der theoretischen Vorrede. Wenn du wissen möchtest, wie du die Analyse für dein Business oder deine Idee nutzen kannst, solltest du jetzt weiterlesen. Denn an einem Probedurchlauf möchte ich zeigen, was es dabei zu beachten gibt:

Analyse der Stärken

Die Stärken des Unternehmens oder der eigenen Idee aufzulisten, ist ein guter Ausgangspunkt. Denn wenn dir auf Anhieb viele positive Dinge einfallen, beflügelt das ungemein für die weitere Analyse.

Die Analyse der Stärken kannst du dabei in gleich mehreren unterschiedlichen Bereichen ablaufen lassen:

  1. Stärken in Bezug auf die Konkurrenz: Hier geht es zunächst darum festzustellen, was dich positiv von deiner Konkurrenz unterscheidet. An welcher Stelle setzt du dich von der Konkurrenz ab und was kannst du in dieser Hinsicht noch weiter ausbauen. Mit anderen Worten: Wer sein Alleinstellungsmerkmal kennt, kann daraus wichtige Schlüsse ziehen. Einen Hinweis darauf liefern beispielsweise diejenigen Dinge, die die Konkurrenz zu kopieren versucht. Stärken in diesem Sinne können zum Beispiel sein:
      • Gut erreichbarer Standort
      • Aussagekräftige Internetpräsenz
      • Gutes Marketing
  1. Stärken in Bezug auf Kunden: Auch bestimmte Angebote oder Services – beispielsweise in Bezug auf den Kundendienst – können ein Wettbewerbsvorteil für dich sein. Wenn du deinen Kunden etwas bietest, womit du sie langfristig an dein Unternehmen binden kannst, wird auch das dir mehr Erfolg bringen. Stärken in diesem Sinne können sein:
      • Mitarbeiter, die echte Experten auf ihrem Gebiet sind und die Kunden dementsprechend beraten. 
      • Einsatz von Technologien, die einen schnelleren Ablauf für Kunden ermöglichen.
  1. Stärken in Bezug auf das Umfeld: Auch die aktuellen Entwicklungen am Markt müssen in deine SWOT-Analyse mit einfließen. So musst du bei der Analyse des Umfeld beispielsweise auch darauf achten, welche neuen Gesetze in nächster Zeit in Kraft treten werden. Wenn du schon frühzeitig darauf reagieren kannst, kann das ein Vorteil für dich sein. Denn genau das kann dir wiederum dabei helfen, dich von der Konkurrenz abzuheben und ein klares Argument für Neukunden daraus abzuleiten. 

Analyse der Schwächen

Die Analyse der Schwächen geht nach dem gleichen Schema vor. Auch diese Analyse kannst du auf unterschiedlichen Ebenen ablaufen lassen und daraus unterschiedliche Schlüsse ziehen. Auch hier ergeben sich damit:

  1. Schwächen in Bezug auf die Konkurrenz
  2. Schwächen in Bezug auf Kunden
  3. Schwächen in Bezug auf das Umfeld

Die Antworten auf diese Fragen zeigen dir schon sehr gut, wo noch konkreter Nachholbedarf für dich und dein Unternehmen besteht. 

Analyse der Chancen

Chancen für dein Unternehmen ergeben sich dann, wenn du auf externe Entwicklungen gut und schnell reagieren kannst. Aktuelles Beispiel: Wenn du schon vor der Corona-Krise dein Unternehmen auf digitale Abläufe umgestellt hattest, war das vor einigen Monaten ein unschlagbarer Vorteil für dich.

Denn während andere Unternehmen sich noch im Digitalen ausprobieren, musst du nicht warten, sondern kannst voll durchstarten. Die Digitalisierung und vor allem deine Reaktion auf die Herausforderung war also eine echte Chance für dein Unternehmen.

Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Trends oder Entwicklungen. Auch sie können dein Geschäftsmodell nachhaltig beflügeln und dir einen großen Vorsprung vor der Konkurrenz verschaffen. Die SWOT-Analyse hilft dir auch dabei herauszufinden, wo die jeweiligen Chancen in deiner Branche liegen. Fragen in diesem Sinne können sein:

  • Gibt es klare Trends, die man vorhersehen kann
  • Wie reagiert die Konkurrenz darauf?
  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es?
  • Wie kann ich meine Stärken nutzen, um den Vorsprung vor der Konkurrenz weiter auszubauen?

Analyse der Risiken 

Die Risiken in der SWOT-Analyse beziehen sich im Gegensatz dazu darauf, an welcher Stelle deine Konkurrenz besser und schneller reagiert. Vielleicht zeichnet sich schon ab, dass du den Vorsprung in gewissen Bereichen gar nicht mehr so leicht aufholen kannst. 

Die SWOT-Analyse hilft dir dann dabei, den Vorsprung der Konkurrenz nicht noch größer werden zu lassen. Oder aber andere Maßnahmen zu entwickeln, die dein Unternehmen vor dem wirtschaftlichen Aus bewahren können. 

Fragen im Hinblick auf die Risiken können sein:

  • Was macht die Konkurrenz besser?
  • Wo können andere schneller reagieren?
  • An welcher Stelle ist das Unternehmen noch nicht optimal aufgestellt, falls es zu einem Wechseln in der aktuellen Politik kommt?

Maßnahmen planen

Der letzte Schritt der SWOT-Analyse soll dir schließlich dabei helfen, konkrete Maßnahmen zu planen, damit dein Unternehmen weiter wachsen kann. Um diese konkreten Maßnahmen zu finden, musst du deine Ergebnisse der vorangegangen Analyse miteinander vergleichen. Das kannst du tun, indem du die Ergebnisse in die SWOT-Matrix überträgst:

Stärken Schwächen
Chancen Risiken
  • ….

Je nach dem, welche Felder bei der SWOT-Analyse überwiegen, ergeben sich folgende Strategien für dein Unternehmen: 

Merksatz SWOT-Analyse

  1. Stärken-Chancen-Strategie: Diese Strategie soll dir dabei helfen, dass bestehende Potenzial voll auszuschöpfen. Denn dabei konzentrierst du dich auf die Dinge, in in deinem Unternehmen ohnehin schon gut laufen und optimierst sie noch ein wenig weiter. Die Stärken-Chancen-Strategie kann dir zeigen, wo sich weitere Investitionen lohnen und welche neuen Märkte du erschließen könntest. 
  2. Schwächen-Chancen-Strategie: Hier sieht es nicht mehr ganz durchweg positiv aus. Was aber ebenfalls nicht schlimm sein muss. Denn auch Schwächen bieten ein enormes Potenzial, um das beste für das Unternehmen daraus zu machen. Wenn es dir gelingt, gezielt an den Schwächen zu arbeiten und sie sogar zu überwinden, muss dir die Konkurrenz nicht davonlaufen.
  3. Stärken-Risiken-Strategie: Mit dieser Strategie entwickelst du Maßnahmen, in den du deine Stärken nutzt, um auf Risiken zu reagieren. Durch interne Stärken kannst du sich anbahnende Gefahren für das Unternehmen sogar abwenden – wenn du es richtig machst. 
  4. Schwächen-Risiken-Strategie: Bei dieser Strategie geht es im Prinzip um Schadenbegrenzung. Dabei suchst du Maßnahmen, die die größten Risiken für das Unternehmen minimieren können. Gleichzeitig musst du an den Schwächen arbeiten, damit dieser Bereich grundsätzlich so klein wie möglich bleibt. 

Optimiere dein Unternehmen – mit der Kaizen Methode

Kaizen Methode

Als Unternehmer oder Selbstständiger bist du stetig auf der Suche nach neuen Wegen dein Unternehmen mit neuen Methoden, Theorien und Technologien auf die nächste Ebene zu bringen. Stetiger Fortschritt ist das A und O eines erfolgreichen Unternehmens – Aus diesem Grund möchte ich dir heute die Kaizen Methode vorstellen. Nutze diese, um auch dein Unternehmen noch erfolgreicher zu machen!

Was ist die Kaizen Methode?

Die Kaizen Methode basiert auf einem Führungssystem, welches nach dem Zweiten Weltkrieg von der Firma Toyota entwickelt wurde. Der Name Kaizen setzt sich aus den japanischen Worten Kai = Veränderung oder Wandel und Zen = zum Guten oder zum Besseren zusammen. Damit ist die wichtigste Vorgehensweise dieser Methode bereits im Kern beschrieben. In der Kaizen Methode geht es im Groben darum, dass durch ständiges Hinterfragen der aktuellen Vorgehensweise man Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt, die dann in die Arbeitsweise eingebaut werden können. 

Also ein ständiger Kreislauf aus: 

  • Analyse der aktuellen Arbeitsweise
  • Der Suche nach möglichen Verbesserungen
  • Der Integration dieser Verbesserungen und Innovationen
  • Und der Kontrolle, ob diese wirklich eine Verbesserung der Arbeitsweise bewirkt

Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, es wird immer weiter überlegt, ob man es nicht noch besser machen kann. Dabei wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gehalten.

Ziel der Kaizen Methode

Durch die Philosophie der „ewigen Verbesserung“ ist es das Ziel, das bestmögliche Produkt mithilfe der optimalen Produktionsweise herzustellen. Wodurch man am Ende das Produkt zum optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis herstellen und letztlich auch vertreiben kann.

Die Kaizen Methode genauer betrachtet

Schaue dir nun die Kaizen Methode etwas genauer an! Welches sind die Prinzipien und Grundlagen dieser Methode? Und wie wird die Kaizen Methode in der Praxis umgesetzt? Nutze diese Fragen, um die Kaizen Methode besser kennenzulernen.

Die fünf zentralen Grundlagen der Kaizen Methode

1. Prozessorientierung:

Im Gegensatz zu anderen Managementmethoden konzentrierst du dich bei Kaizen nicht nur auf das Ergebnis, sondern dokumentierst den gesamten Prozessablauf. Ziel ist es den Prozess-Standard immer weiter zu verbessern. Das bedeutet, sich nicht nur auf das Endziel zu konzentrieren, sondern zugleich auf Fokus auf die Produktion zu legen. Am Ende soll durch die Prozessoptimierung der Gewinn gesteigert werden. Dies jedoch immer unter Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit, um Stammkunden zu erhalten, da diese wertvoll für ein Unternehmen. Stammkunden sind im Vergleich zur Kundengewinnung bei Weitem weniger Zeit- und kostenintensiv.

2. Kundenorientierung:

Oberste Priorisierung bei Kaizen hat die Kundenbindung und die Kundenzufriedenheit. Um diese zu steigern, werden regelmäßig Kundenbefragungen durchgeführt und die Kritik in die Prozesse mit eingebaut. Kaizen geht hier von zwei Gruppen der Kunden aus, den externen Kunden und den internen Kunden. Interne Kunden sind zum Beispiel eine andere Abteilung, in der das von uns produzierte Produkt weiterverarbeitet wird. Externe Kunden sind alle anderen Kunden, die nicht zur Firma selbst gehören. Die Wichtigkeit der Kundenzufriedenheit ist in beiden Fällen gleich groß.

  • Interne Kunden sind Kunden im eignen Unternehmen.
  • Externe Kunden sind Kunden die nicht zum eigenen Unternehmen gehören.

3. Qualitätsorientierung:

Ganz wichtig ist auch die Qualitätskontrolle des Produktes. Nur wenn das bestmögliche Produkt in bester Qualität unter den optimalen Produktionsweisen hergestellt wird, ist die höchstmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen. Daher wird auf eine ständige Qualitätskontrolle sehr großen Wert gelegt.

4. Kritikorientierung:

Die Kritik wird bei der Kaizen Methode nicht negativ, sondern positiv wahrgenommen. Kritik ermöglicht die Chance zu einer permanenten Verbesserung. Daher werden nach der Kaizen Methode alle Mitarbeiter und auch alle Kunden ständig animiert Kritik zu äußern und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Alle Verbesserungsvorschläge werden geprüft, kontrolliert und mit Hinsicht einer positiven Veränderung im Unternehmen umgesetzt.

5. Standardisierung:

Sobald eine der Verbesserungen umgesetzt wurde und diese sich als nützlich erwiesen hat, wird sie als Standard festgelegt und dauerhaft in den Prozessablauf integriert. Danach beginnt man mit der nächsten Verbesserung.

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Die Lehren und Inhalte der Kaizen Methode

Die Durchführung der Kaizen Methode wird durch die Beachtung und Anwendung einiger kurzer und prägnanter Lehrsätze erleichtert, dessen Begriffe teilweise aus dem Japanischen stammen. Diese kannst du verinnerlichen und in deinem Unternehmen einbinden.

Die 5-S-Bewegungen:

Die 5-S beziehen sich auf den Arbeitsplatz (ursprünglich auf den Fertigungs-Arbeitsplatz in der Toyota Fabrik). Diese sind auch auf alle anderen Arbeitsplätze anwendbar.

  • Seiri = Ordnung schaffen. Man soll alles aus dem Arbeitsbereich entfernen, was nicht für die Arbeit notwendig ist.
  • Seiton = Ordnungsliebe. Man soll alle Dinge ordnen und immer am richtigen Platz aufbewahren.
  • Seiso = Sauberkeit. Man soll seinen Arbeitsplatz immer sauber halten.
  • Seiketsu = Persönlicher Ordnungssinn. Man soll die 5-S durch die Integration von Standards zur persönlichen Gewohnheit machen.
  • Shitsuke = Disziplin. Man soll die Einhaltung von Ordnung und Sauberkeit zum persönlichen Anliegen machen.

Die 7-M-Checkliste aus dem Ishikawa-Diagramm

Bei der 7-M-Checkliste handelt es sich um die Auflistung der sieben wichtigsten Faktoren, die ständig überprüft werden müssen.

  1. Mensch.
  2. Maschine.
  3. Material.
  4. Methode.
  5. Milieu oder die Umwelt.
  6. Management.
  7. Messbarkeit.

Die 7-W-Frageliste

Dies ist eine Liste mit 7 W-Fragen, mit deren Hilfe du den Ursprung eines Fehlers oder einer Fehlentwicklung finden kannst.

  1. Was = Was ist zu tun?
  2. Wer = Wer macht es?
  3. Warum = Warum macht man es?
  4. Wie = Wie wird es gemacht?
  5. Wann = Wann wird es gemacht?
  6. Wo = Wo soll es getan werden?
  7. Wieso = Wieso wird es nicht anders gemacht?

Wenn du im täglichen Arbeitsablauf ständig an alle Fragestellungen denkst und dir diese immer wieder selbst beantwortest, dann wird dir die Kaizen Methode ins Blut übergehen. Du wirst überrascht sein, wie du mit der Zeit diese Methode schon automatisch verwendest.

Kaizen Methode

Wie kannst du dir die Kaizen Methode in der Praxis vorstellen?

Die Kaizen Methode setzt voraus, dass alle Mitarbeiter sich immer an die Prinzipien und Vorgehensweisen dieser Methode halten und diese ständig in der täglichen Arbeit anwenden und umsetzten. Dies bezieht auf alle Mitarbeiter der Firma – von den Produktionsmitarbeitern, über die Verwaltung, Forschung und Entwicklung bis hinauf zur Firmenleitung. 

Jeder betriebliche Prozess soll einem ständigen Verbesserungsprozess durchlaufen, scheint er im Einzelnen auch noch so klein und unbedeutend. Das Ziel dieser permanenten Verbesserung aller Tätigkeiten und Abläufe im Unternehmen ist es, von Beginn an eine optimale Produkt-, Prozess- und Servicequalität zu erreichen. Und somit den Kunden immer bestens zufriedenzustellen.

Jeder Mitarbeiter soll ständig seine eigene und auch die gesamte Arbeit kritisch hinterfragen und prüfen. Und dies in allen Bereichen, auch in Bezug auf die Arbeitszeit, das verwendete Material und sonstige Ressourcen. Das Produkt soll in bestmöglicher Qualität hergestellt werden und dies am schnellsten und effektivsten unter optimaler Material- und Ressourcenverwendung. So soll das Produkt zum optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis hergestellt werden und den maximalen Gewinn generieren.

Jeder Mitarbeiter soll Schwachstellen erkennen und diese als Verbesserungsvorschlag sofort an die entsprechenden Stellen weiterleiten, damit alle Schwachstellen schnellstens beseitigt werden. Dadurch werden Zeit-, Material- oder Ressourcenverschwendung und damit verbunden auch die Geldverschwendung vermieden. Jeder Mitarbeiter soll die Prinzipien der Kaizen Methode leben und damit sich persönlich für den Erfolg der Firma einsetzen.

Und gleich hoher Wert wird auf die Meinung und etwaige Kritik der Kunden gelegt. Dabei wird die Kritik nicht negativ gesehen, sondern vielmehr als Hinweis auf eine mögliche Verbesserung gern entgegengenommen.

Kaizen in der Praxis, am Beispiel erfolgreicher Firmen

Die Firma Toyota, welche die Grundlagen der Management Methode nach dem Kaizen Prinzip entwickelt hat, verdankt seinen weltweiten Erfolg auch der konsequenten Anwendung dieser Methode.

Die Mitarbeiter von Toyota haben unzählige Wege und Maßnahmen gefunden, mit denen sich die Produktion verbessern lässt. Ideen zum schnelleren Produzieren und optimieren der gesamten Arbeitsabläufe. Ideen zum effektiveren Einsatz von Material und anderen Ressourcen, sowie ständige Verbesserungen an den Produkten. In keiner anderen Firma der Welt reichen die Mitarbeiter prozentual so viele Verbesserungsvorschläge ein, wie bei Toyota. Und keine andere Firma der Welt setzt die nachhaltigen Verbesserungsvorschläge seiner Mitarbeiter so konsequent in die Praxis um wie eben Toyota.

Auch diesem Umstand ist der sagenhafte Erfolg von Toyota zu verdanken, der den Automobilhersteller zum Weltmarktführer machte. Und der Erfolg hält bis heute an.

Die Lagerkapazitäten konnten verkleinert werden, was zu Kosteneinsparungen führte. Ebenso verbesserten sie die Fließbandfertigung, somit wurde Toyota deutlich profitabler als alle anderen Automobilhersteller der Welt. Dies ermöglicht auch immer sehr hohe Investition in neue Entwicklungen und Verbesserungen der Autos. Dies wiederum steigert die Kundenzufriedenheit und den Vorsprung von Toyota gegenüber den Konkurrenten. Und da Toyota auch weiterhin an dieser Managementmethode festhält, wird der Erfolg wahrscheinlich auch in Zukunft weiter anhalten.

Bekanntes Negativbeispiel

Auch der Trabant von dem Automobilhersteller Sachsenring aus der DDR war zu Zeiten seiner Markteinführung 1958 ein modernes Auto. Die von der Planwirtschaft bestimmte Firmenführung sah keine Notwendigkeit, an dem Auto wesentliche Änderungen vorzunehmen. Was einmal ein gutes Auto war, wird dies auch immer bleiben. So hat sich der Trabant von 1958 bis zum Zusammenbruch der DDR im Jahr 1989 nicht wesentlich verändert. Und über Nacht wurde aus dem einstigen Erfolgsmodell dann ein unverkäuflicher Ladenhüter. Daran konnte auch die Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern und die damit verbundene Ausstattung mit einem modernen 4-Takt-Motor nichts ändern können.

Die Kaizen Methode – Mehr als ein Streben nach Perfektion

Um dauerhaft erfolgreich zu sein, ist es sehr wichtig, sich immer weiterzuentwickeln und zu verbessern. Wer auf sich auf seinem derzeitigen Erfolg ausruht und sich nicht weiterentwickelt, der hat in der Zukunft keine Chance. Und je konsequenter man jede Kleinigkeit und jede Tätigkeit in seiner Firma ständig hinterfragt und nach Verbesserung sucht, umso erfolgreicher wird die Firma.

  • Wer sich konsequent weiterentwickelt und verbessert, macht zwangsläufig optimierte Schritte im eigenen Unternehmen.

Mit der Kaizen Methode hat man ein optimales Werkzeug um die eigene Firma erfolgreich im Markt aufstellen zu können. Die Kaizen Methode ist in der Praxis erprobt und mit dieser Methode konnten Firmen wie Toyota zum Weltmarktführer aufsteigen.

Kaizen Methode

Autoritärer Führungsstil: Ob das gut gehen kann?

Die Mitarbeiter haben gefälligst nach meiner Pfeife zu tanzen, denn wie auch sonst lassen sich die Unternehmensziele erreichen? Klar muss man dafür auch einmal etwas lauter werden. Aber ansonsten läuft der Laden einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann ist ein autoritärer Führungsstil bei Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach gängige Praxis. Diese Form der Mitarbeiterführung mag in einigen Fällen zwar durchaus sinnvoll erscheinen – er birgt jedoch auch Gefahren, die für das eigene Weiterkommen brandgefährlich sein können.

Grundsätzlich

Führungskräfte, die in Ihrem Geschäft einen autoritären Führungsstil einsetzen, haben ein großes Problem. Sie werden vom ständigen Verlangen geleitet, ihre Mitarbeiter auf Punkt und Komma zu kontrollieren. Die Angst, ohne das eigene Zutun die Unternehmensziele erreichen zu können, übernimmt Überhand. Schließlich sollen die Mitarbeiter gefälligst auch wissen, dass von ihrer Arbeit viel abhängt.

Doch der autoritäre Führungsstil hat nicht nur seine negativen Seiten. In gar einigen Fällen mag diese Art der Mitarbeiterführung sogar die Richtige sein. Es ist jedoch auch hier wie mit dem allseits bekannten Salz in der Suppe: Zuviel davon verdirbt den Geschmack! Wird dieser Stil hingegen in einer gesunden Dosis eingesetzt, so kann er für das eigene Unternehmen wunderbare Früchte Vorteile bringen.

Doch sehen wir uns die wichtigsten Vor- und Nachteile einmal etwas genauer an.

VOR- UND NACHTEILE DES AUTORITÄREN FÜHRUNGSSTILS

  • Es gibt klare Regeln und Arbeitsabläufe
  • Starke Leistungsorientierung
  • Arbeitsweise wird beschleunigt
  • Führungsweise kann Mitarbeiter demotivieren
  • Hohes Risiko für Fehlentscheidungen
  • Kreativität von Mitarbeitern leidet

VORTEILE des autoritären führungsstils

1. Es gibt klare Regeln und Arbeitsabläufe

Weil eine autoritäre Führungsweise auf dem sogenannten Top-Down-Prinzip aufgebaut ist, gibt es kaum Unklarheiten in der internen Kommunikation. Alle Fäden laufen auf einen Punkt zusammen, weil eine Person führt und delegiert. Sie stellt eine Autorität für alle Untergebenen dar und verschafft sich dadurch auch den notwendigen Respekt.

2. Starke Leistungsorientierung

Einer autoritären Führungskraft liegt in der Regel viel daran, das Maximum aus seinen Mitarbeitern herauszuholen. Seinen Fokus hat er auf den Erfolg des Unternehmens ausgerichtet und er will möglichst alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen auch zu erreichen. Vor allem von passiven und eher zurückhaltenden Bediensteten wird diese Führungsweise deshalb positiv angenommen. Der fachlich äußerst begabte Vorgesetzte wird dann als „strenger, wohlwollender Vater“ wahrgenommen.

3. Arbeit von Mitarbeitern wird beschleunigt

Alle Mitarbeiter wissen ganz genau, was ihre Aufgabe ist. Ebenso kennen sie die zu erreichenden Ziele bzw. die Erwartungshaltung der Führungskraft an Sie. Getrieben von dem Druck, möglichst keine schlechte Figur vor ihrem Vorgesetzten zu machen, arbeiten sie zielstrebig an der rechtzeitigen Erfüllung ihrer Pflichten. Projekte und Arbeiten werden dadurch oft schneller fertig, als dies unter anderen Führungsweisen der Fall gewesen wäre.

NACHTEILE des autoritären führungsstils

1. Führungsweise kann Mitarbeiter demotivieren

Dem Führenden fehlt in seiner Funktion als Autoritätsperson oftmals der menschliche Zugang zu seinen Mitarbeitern. Alles wird dem Erfolg untergeordnet. Das führt – je nach Ausprägung des autoritären Führungsstils schnell zu Motivationsverlust. Trotzreaktionen und die Ablehnung der führenden Person sind die Folge. Die Quantität der Arbeit wird zwar weiterhin bewältigt, doch die Qualität sinkt.

2. Hohes Risiko für Fehlentscheidungen

Die Untergebenen sind zu Gehorsamkeit verpflichtet. Denn die Entscheidungsgewalt liegt einzig und alleine bei einer einzigen Person. Demzufolge kommt es intern auch zu keinen großartigen Diskussionen. Potentielle Fehlentscheidungen können daher oft nur sehr spät erkannt werden. Das Ruder dann wieder in die richtige Richtung zu reißen, fällt schwer. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, so findet es nur schwer wieder heraus.

3. Kreativität von Mitarbeitern leidet

Je nach Branche kann eine kreative Arbeitsweise von Mitarbeitern oftmals überraschend neue Aspekte für das jeweilige Unternehmen eröffnen. Dies scheidet bei einem autoritären Fühungsstil jedoch schon im Vorhinein aus. Weil die Distanz zwischen der Fühurngs- und Mitarbeiterebene zu groß ist, finden Eigeninitiativen so gut wie nicht statt. Die autoritäre Führungsweise ist also regelrechtes Gift für jede Form von kreativer Arbeitsweise.

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Druck von oben wird zum Antrieb

Weil die autoritäre Führungsweise auf dem sogenannten Top-Down-Prinzip aufbaut, gibt es kaum Unklarheiten in der internen Kommunikation. Alle Fäden laufen auf einen Punkt zusammen, weil eine Person führt und delegiert. Sie stellt eine Autorität für alle Untergebenen dar und verschafft sich dadurch den notwendigen Respekt. Alle Mitarbeiter wissen demzufolge auch, was sie zu tun haben. Angetrieben werden sie dabei von dem Druck, ihren Vorgesetzten nicht zu enttäuschen.

Negativ wirkt sich dieser Stil jedoch in erster Linie auf die zwischenmenschliche Komponente aus. Alles wird dem Erfolg untergeordnet. Das führt – je nach Ausprägung des autoritären Führungsstils schnell zu Motivationsverlust unter den Mitarbeitern. Trotzreaktionen und die Ablehnung der führenden Person sind die Folge.

Die Quantität der Arbeit wird zwar weiterhin bewältigt, doch die Qualität sinkt. Auch besteht dabei die Gefahr, dass es zu Fehlentscheidungen kommt. Diese werden dann oft nur mehr sehr spät erkannt, weil jede Entscheidung des Führenden nicht in Frage gestellt werden darf.

Also Achtung! Brandgefährlich ist diese Art der Mitarbeiterführung vor allem dann, wenn es um Angelegenheit, in denen Kreativität gefragt ist. Dann nämlich schadet der autoritäre Führungsstil der Produktivität der eigenen Mitarbeiter. Sie kommen nicht mehr aus sich heraus und die Lust auf eigenständige Initiativen zur Entfaltung im Unternehmen ist kaum noch vorhanden.

Wie aber führe ich richtig?

Der autoritäre Führungsstil ist sicherlich ein Extrembeispiel, der in einzelnen Facetten durchaus interessant sein kann. So ist es grundsätzlich nichts Verkehrtes, als „Autorität“ im eigenen Unternehmen wahrgenommen zu werden.

Wenn du hingegen sagt „Menschen sind nicht so meins, ich arbeite lieber mit Maschinen“, dann hast du den Grundgedanken einer richtigen Führung noch immer nicht verstanden. Das ist zunächst einmal nichts Schlimmes. Wenn du hingegen als Führungskraft arbeitest, so bist du s deinen Mitarbeitern schuldig, eine richtige Führung zu erlernen.

Ja, du hast richtig gehört! Auch das Führen ist – genauso wie das Verkaufen – eine Fähigkeit, die man mit Fleiß und Ausdauer erlernen kann. Du musst es allerdings auch wirklich wollen und bereit sein , an dir zu arbeiten.

Um eine wirklich gute Führungskraft zu werden, sind drei Punkte nämlich unabdingbar. Nach diesen musst du unbedingt vorgehen, wenn du deine Führungsfähigkeiten ausbauen willst:

  • Du musst Interesse an anderen Menschen haben.
  • Du musst dich mit Kommunikation auseinandersetzen.
  • Du musst dich weiterbilden.

Gerade was den letzten Punkt – nämlich die Weiterbildung -, betrifft, gibt es heutzutage wahnsinnig viele Möglichkeit, Führung zu erlernen. Ob du dies mithilfe von Büchern, Trainings, oder Coachings oder anderen Methoden machst, steht dir völlig offen. Nur aktiv werden solltest du in dieser Angelegenheit unbedingt.

Hier einige praktische Tipps zusammengefasst, die dich zu einer besseren Führungskraft machen:

Fazit: Autoritärer führungsstil muss nicht sein!

Wer wirklich heutzutage noch daran glaubt, der autoritäre Führungsstil sei alternativlos: dem ist eindeutig nicht mehr zu helfen! Es lohnt sich daher der Blick über den Tellerrand.

Will ich nämlich weiterhin am Markt mitspielen, so muss ich auch darauf achten, meine Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen. Gerade in Zeiten einer Krise sind Teamplayer gefragt!

Das gelingt mir aber nur dann, wenn ich dazu bereit bin, meine Mitarbeiter aktiv in die Ausarbeitung meiner Ziele und Visionen mit einzubinden. Überall dort, wo Menschen ernstgenommen werden, laufen sie zu Höchstleistungen auf.

Denn wir alle lieben es, wenn unser Wort einen hohen Stellenwert genießt und/oder unsere Vorschläge Anerkennung finden. Selbstverständlich muss ich dabei als Vorgesetzter dennoch weiterhin als Autorität wahrgenommen werden – das ist klar. 

Wer aber seine Mitarbeiter nur als Mittel zum Zweck sieht, der hat von Führung nichts verstanden. Und der sollte dieses Feld auch so schnell wie nur möglich räumen, wenn er nicht noch größeren Schaden anrichten will. 

Persönichkeitsstile mithilfe des DISG-Modells bestimmen

Persönichkeitsstile mithilfe des DISG-Modells bestimmen
Persönichkeitsstile mithilfe des DISG-Modells bestimmen

Das DISG-Modell bezeichnet einen Persönlichkeitstest mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Dieser Test basiert auf einer Selbstbeschreibung und dient zur Einschätzung der eigenen Persönlichkeit. Weiter kann er dir dabei helfen, die verschiedenen Ausprägungen und Verhaltenstendenzen von Mitarbeitern und Kunden zu verstehen.

Die Entstehung des DISG-Modells

Das DISG-Modell, wie es heute bekannt ist und genutzt wird, geht auf das Modell des amerikanischen Psychologen William M. Marston zurück. Dieser stellte bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts fest, dass das menschliche Verhalten von zwei wesentlichen Faktoren bestimmt wird: Ob der Mensch die aktuelle Situation als günstig oder ungünstig wahrnimmt und ob sich dieser Mensch in seiner Umgebung als stark oder eher schwach ansieht.

Aus dieser anfänglichen Unterscheidung entwickelte er dann die beiden Dimensionen extrovertiert/introvertiert und aufgabenorientiert/menschenorientiert.

Die Abkürzung des DISG-Modells

Auf diesen beiden Dimensionen wurden die folgenden vier Grundverhaltenstendenzen des Menschen definiert:

Nach dem DISG-Modell ist die Persönlichkeit eine Funktion einer Wahrnehmung und Reaktion einer Person auf die jeweilige Lebenssituation. Durch das Prinzip der Selbstbeschreibung können bestimmte Merkmale eines gewissen Persönlichkeitstyps bestimmt werden. Dabei ist weiter zu berücksichtigen, dass die vier Grundverhaltenstendenzen in verschiedensten Kombinationen auftreten können. Demnach kann eine Person nicht eindeutig einem bestimmten Verhaltensstil zugeordnet werden. Denn die Verhaltenstendenz spiegelt sich fast immer in unterschiedlicher Intensität wieder. Demzufolge herrschen bei einer Vielzahl von Menschen mindestens zwei der vier Verhaltensweisen vor.

Dies beschrieb der amerikanische Verhaltenspsychologe John G. Geier in den 1960er Jahren und vergrößerte die Anzahl der Persönlichkeitstypen auf 15. Somit wurden Begriffe wie zum Beispiel „Entwickler“, „Förderer“, „Spezialist“, „objektiver Denker“ ergänzt, um den Persönlichkeitstyp eines Menschen noch genauer bestimmen zu können.

Der Aufbau des DISG-Modells

Der DISG Fragebogen ist als Papier- oder Onlineversion in verschiedenen Sprachen verfügbar. Da dieser Test auf einer Selbstbeschreibung basiert, wird jeweils der Persönlichkeitstyp der teilnehmenden Person festgestellt. Der Test an sich besteht aus einem Antwortbogen, bei dem man zu entsprechenden Aussagen eine Haltung beziehen muss. Diese kann sich zum Beispiel von „am ehesten“ bis hin zu „am wenigsten“ erstrecken. Auf Grundlage der getätigten Antworten wird dann eine Punktzahl ermittelt, die eine Person in ein bestimmtes Grundverhalten einordnet. Da sich bei den getätigten Antworten ebenfalls unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten ergeben können, erfolgt zusätzlich eine grafische Auswertung, aus der man gewisse Tendenzen der Persönlichkeit und die verschiedenen Ausprägungen ableiten kann.

Das DISG-Modell im Detail

Der dominante Verhaltensstil:

Personen mit dominantem Verhaltensstil versuchen, Dinge zu ändern oder zu steuern, Probleme zu lösen und schnelle Ergebnisse zu erzielen. Die Kontrolle zu haben ist ihnen sehr wichtig. Sie stehen Herausforderungen gegenüber offen dar, auch wenn sie gerne mal den aktuellen Status quo infrage stellen. Ein zusätzlicher Ansporn sind für sie potenzielle Wettbewerber. Der Mensch mit dominantem Verhaltensstil liebt es sein Umfeld zu kontrollieren und steht daher auch gerne im Mittelpunkt. Wenn es um die Arbeit geht, verlangt er nicht nur viel von sich, sondern auch von allen Kollegen, die unmittelbar in das Geschehen involviert sind. Dabei sind sie direkt, konkret und geradeheraus, was von anderen Personen auch als grob interpretiert werden könnte. Aus diesem Grund kann eine Zusammenarbeit mit diesen Menschen als eher anstrengend empfunden werden.

Eigenschaften

entschlossen, willensstark, herausfordernd, konkurrierend, ergebnisorientiert, stur, bestimmend, durchsetzungsfähig, direkt, offen, mutig, aggressiv, hartnäckig, ruhelos, anspruchsvoll

Ziele und Bedürfnisse

Sie verfolgen ausschließlich eine Intention: Ein zufriedenstellendes Ergebnis vorweisen zu können. Dabei werden alle möglichen Probleme beiseite geschafft und sich einzig und allein auf die Erzielung des Ergebnisses fokussiert. Sobald das geforderte Ziel entsprechend erreicht wurde, erwarten Menschen mit einem solchen Verhaltensstil Lob und Anerkennung für ihre Arbeit. Da sie gerne im Mittelpunkt stehen, darf die Lobeshymne gerne vor dem gesamten Umfeld erfolgen. Da sie sich anderen Menschen überlegen fühlen, neigen sie bei der Bewältigung ihrer Aufgaben dazu, eher risikofreudig zu sein.

Demotivationsfaktoren

Sofern die eigene Kompetenz in einer Sache überschritten ist und ein Gefühl von Hilflosigkeit eintritt, wird ihnen graus. Sie wollen die Entscheidungsmacht inne halten oder zumindest aktiv in Entscheidungen einbezogen werden.

Konflikte

Dominante Personen scheuen sich nicht vor Konflikten. Ihre Intention ist es, Probleme schnellstmöglich zu beseitigen.

Kommunikation

Dominante Persönlichkeiten sind ein Freund von klaren Worten. Sie sagen direkt, was sie denken und akzeptieren keine „schwammigen“ Aussagen, wie „vielleicht“, „mal sehen“, oder „ich weiß nicht so recht“.

Initiativer Stil:

Menschen, bei denen der initiative Verhaltensstil überwiegt, sind darauf aus, Kontakte herzustellen und andere Personen von den eigenen Ansichten zu überzeugen. Sie agieren offen, optimistisch, wenn nicht sogar euphorisch, und kommunizieren gerne ihre Gedanken und Anregungen. Sie genießen das Gefühl in der Gemeinschaft und versuchen andere zu motivieren, um ein gemeinsames Ziel erreichen zu können. Am effektivsten können intuitive Menschen arbeiten, wenn sie keiner Kontrolle unterworfen sind und dabei eher weniger detailliert vorgehen müssen.

Eigenschaften

Beziehungsorientiert, beeinflussend, begeisternd, emotional, gesprächig, anregend, optimistisch, spontan, gesellig, freundlich, nett, inspirierend, fröhlich, gewinnend, kontaktfreudig, verspielt, gesprächig, unterhaltsam

Ziele und Bedürfnisse

Intuitive Menschen wollen gerne Einfluss auf andere Menschen und Geschehnisse nehmen. Dabei ist ihnen der stetige Kontakt zu anderen sehr wichtig. Sie lassen sich dadurch anspornen, dass sie andere Menschen von ihren Ansichten überzeugen konnten und dafür die gewünschte Anerkennung erhalten. Aufgrund ihrer Euphorie und Begeisterungsfähigkeit für Neues können Sie gut und gerne mal über das Ziel hinausschießen.

Demotivationsfaktoren

Kritikfähigkeit gilt als eine der Schwächen einer solchen Persönlichkeit. Nichtsdestotrotz ist eine fehlende Anerkennung von anderen das schlimmste, was ihnen passieren könnte. In Bezug auf die Arbeitsethik dieser Personen kann erwähnt werden, dass sie sich weder an Zeitvorgaben halten mögen noch in Routineaufgaben verfallen möchten.

Konflikte

Intuitive Menschen reagieren in der Regel schnell und emotional.

Kommunikation

Menschen dieses Persönlichkeitstyps sind sehr umgänglich und kommen daher schnell mit anderen Menschen in ein Gespräch. Dabei erzählen sie gerne von sich.

Stetiger Stil:

Personen mit einem stetigen Verhaltensstil sind eher verschlossen gegenüber Veränderungen. Sie sind äußert bemüht sich ein Umfeld zu schaffen, das für sie organisiert und berechenbar ist. Sie passen sich gerne an andere Menschen und Situationen an und agieren stets hilfsbereit. Dabei arbeiten sie lieber im Hintergrund und eignen sich spezielle Fähigkeiten an, statt ein großes Aufsehen zu erregen. Da Menschen mit einem stetigen Verhaltensstil geduldige Zuhörer sind, eignen sie sich optimal als Schlichter in Konfliktsituationen. Generell zeigen sie jedoch eher weniger Tatendrang und versprühen weniger Energie als intuitive Menschen. Dennoch haben Zuspruch und Anerkennung einen äußert hohen Stellenwert bei ihnen.

Eigenschaften

Treu, loyal, hilfsbereit, teamfähig, unterstützend, bescheiden, bewahrend, geduldig, pragmatisch, zuverlässig, ausgleichend, entspannt, aufmerksam, beständig, rücksichtsvoll, gutmütig, einsichtig, mitfühlend, verbindlich

Ziele und Bedürfnisse

Menschen mit einem stetigen Verhaltensstil sind sehr freundlich. Sie haben eine sehr gute Anpassungsfähigkeit und haben dabei kein Problem sich anderen unterzuordnen. Sie dienen als Ruhepol im Unternehmen und können somit für ein angenehmes Betriebsklima sorgen. Ihnen liegen eher Routineaufgaben und Dinge, die planbar sind. Bei spontanen und hektischen Aktivitäten wirken sie schnell gestresst.

Demotivationsfaktoren

Oftmals wird von diesen Personen konstruktive Kritik persönlich genommen und als Angriff auf die eigene Person gewertet.

Konflikte

Stetige Menschen haben von Grund auf eine sehr ruhige Art. Doch sofern es zu anhaltenden Sticheleien kommt, können sie aggressiv werden.

Kommunikation

Sie stehen für die Werte Aufrichtigkeit und Wertschätzung. Dabei freuen sie sich sehr über ehrlich gemeinte Komplimente. Für den stetigen Persönlichkeitstyp steht der Mensch im Vordergrund. Danach folgt die Sache.

Gewissenhafter Stil:

Menschen, bei denen dieser Verhaltensstil ausgeprägt ist, weisen vorwiegend Eigenschaften wie Ordnung und Disziplin auf. Sie haben grundsätzlich einen hohen Qualitätsanspruch an sich selbst und ihr Umfeld. Daher beziehen eher gewissenhafte Personen meist kritisch Stellung. In Bezug auf die eigene Arbeit kann gesagt werden, dass bei dieser möglichst analytisch vorgegangen wird, um alle relevanten Details berücksichtigen zu können. Grundsätzlich sind diese Menschen, wie der dominante, an Zahlen und Fakten interessiert. Allerdings betrachten sie die Dinge deutlich detailorientierter.

Eigenschaften

Hohe Maßstäbe, detailorientiert, selbstdiszipliniert, vorsichtig, analytisch, logisch, systematisch, genau, reserviert, gründlich, beherrscht, akkurat, vorausplanend, reserviert, vorsichtig

Ziele und Bedürfnisse

Da sie einen hohen Wert auf Eigenständigkeit und Unabhängigkeit legen, begrüßen sie es alleine arbeiten zu können. Bei ihrer Tätigkeit gehen sie möglichst rational vor und zeichnen sich vor allem durch ihre Gründlichkeit und Genauigkeit aus. Aufgrund dieser Arbeitsethik können diese Personen ihrem eigenen Anspruch der qualitativ hochwertigen Arbeit gerecht werden, lassen dabei jedoch die menschlichen Faktoren außer Acht.

Demotivationsfaktoren

Nicht klar definierte Aufgaben sowie das Arbeiten unter Zeitdruck sind Faktoren, die sich demotivierend auswirken könnten.

Konflikte

Auch in einem Konflikt wird stets nach Zahlen- und Faktenlage argumentiert.

Kommunikation

Da bei den Personen mit einem gewissenhaften Persönlichkeitsstil der rationale Anteil überwiegt, sollten überwiegend Aussagen getätigt, die belegbar sind.

Der Nutzen des DISG-Modells

Bei der Einteilung der vier Grundtypen handelt es sich um Idealtypen, die in der Realität überwiegend als Mischform auftreten. Demnach zeigt Mensch unterschiedlich starke Ausprägungen von Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Ein weiterer Faktor, der einen erheblichen Einfluss auf das menschliche Verhalten hat, ist das Umfeld, in dem sich eine Person befindet. So kann es zum Beispiel sein, dass eine Person in ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer ein eher dominantes Auftreten vorweist, während die gleiche Person im Bekanntenkreis eher die Initiative ergreift.

Mit der Auswertung des eigenen Persönlichkeitsstils und dem Erkennen der anderen Persönlichkeitsstile kannst du dir Vorteile in der Kommunikation und eine positive Gesprächsatmosphäre schaffen.

Vor allem das Kommunikationsverhalten eines Menschen kann dir im Verkaufsgespräch einen Aufschluss über die vorliegenden Ausprägungen des Kunden geben. Sobald du den Persönlichkeitstypen des Kunden in Erfahrung gebracht hast, kannst du entsprechend reagieren und nach den gewünschten Vorstellungen des Kunden agieren. Dies sorgt nicht nur für eine angenehmere Gesprächsatmosphäre, sondern auch für eine höhere Abschlussquote.

Kritik am DISG-Modell

Auch wenn das DISG-Modell eines der bekanntesten Methoden zur Persönlichkeitsanlayse ist, gilt es unter der Mehrheit der Experten bereits als überholt. Weiter werde bei diesen Persönlichkeitstest lediglich das situationsbedingte Handeln analysiert und eher weniger die Wünsche und Motive eines Menschen.

Doch genau aus diesem Grund kann das Verfahren zur schnellen Analyse von Geschäftspartnern oder Kunden genutzt werden. Daher kannst du dir bewusst machen, auf welche Faktoren dein Gesprächspartner Wert legt und wie du das liefern kannst, was er von dir erwartet.

Zusammenfassung

Jetzt weißt du, dass die Menschen sich in ihren verschiedenen Persönlichkeitsstilen unterscheiden und das man diese kategorisieren kann. Diese Einordnung kann man leicht vornehmen, da im täglichen Verhalten entsprechende Eigenschaften erkennbar sind. Der Vorteil für dich besteht darin, deinen Gesprächspartner oder deine Mitarbeiter in ihrem Verhaltensstil identifizieren zu können. Sobald du diesen Stil in Erfahrung gebracht hast, kann du dich auf seine Ebene begeben und entsprechend kommunizieren. Du wirst merken, dass dies ein nachhaltigen Einfluss auf die Beziehung zwischen dir und deinem Gesprächspartner hat und dir zusätzlich eine angenehmere Gesprächsatmosphäre beschert.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung,

dein Dirk